Splitterbrötchen CCXX

Das Zitat der Woche stammt von Vince Ebert:  „Das (Homöopathie) ist, als ob man in Frankfurt einen Autoschlüssel in den Main wirft und dann in Würzburg versucht, mit dem Mainwasser das Fahrzeug zu starten.“

Neuheit bei Facebook: Man kann jetzt jemand inviten, um eine Seite zu liken. Ganz groß.

Ganz plötzlich fiel mir gestern Abend ein sympathischer Claim für meine nordhessische Heimatstadt ein. Auch heute morgen finde ich ihn noch gelungen und vor allen Dingen äußerst treffend. Ich veröffentliche ihn daher gerne hier und stelle ihn der Stadt und ihrem Tourismus-Management ausdrücklich gratis zur Verfügung: „Eschwege – Home is where the Worscht is!“

Es ist wirklich schade um ein dem Französischen entlehntes Wort, das einmal Bestandteil der deutschen Sprache war. Wir benutzen es nicht mehr, sicherlich weil es die Menschen nicht mehr gibt, die man mit diesem Wort in Verbindung bringen konnte. Grandeur.

 

5 Gedanken zu „Splitterbrötchen CCXX

  1. In irgendeinem Fernsehbeitrag, der Helmut Schmidt vor wenigen Jahren bei einer Reise in die USA und zu Treffen mit anderen Diplomatie- und Politik-Veteranen begleitete, sagte Schmidt zu einem seiner (Ex-)Kollegen, dass es um die Welt so schlecht stünde und Politik so unbeliebt sei, „weil es keine Staatsmänner mehr gibt“.

    Halte ich für ähnlich fragwürdig wie die Aussage, dass es keine Menschen mehr gebe, die die Vokabel „Grandeur“ verdienten. Oder war das Ironie?

  2. @svenm: Auch „Grandezza“ kommt nicht mehr ganz soooo häufig vor.

    @ Trainer Baade: Mit Helmut Schmidt verglichen zu werden, ehrt mich ohne Ende, selbst wenn es auf dem Gebiet der fragwürdigen Aussage ist. Natürlich gehört mein Rumgemaule (auch) zum üblichen, langweiligen Alternde-Männer-beklagen-den-Verfall-der-Welt-Genre, aber: sind Menschen mit Grandeur nicht tatsächlich seltener geworden?
    Und so neu ist meine Klage auch nicht. Ich erinnere mich an ein Interview mit Pal Csernai, als der vor 21 Jahren Hertha-Trainer war. Da beschwerte er sich über die Berliner Kleinkariertheit und erzählte von Bayern-Präsi Willi Hoffmann („Champagner-Willi“), der ihn nach einer bitteren Auswärts-Niederlage im Europacup mit den Worten (Gedächtniszitat) „Nimm’s nicht so schwer, um die Ecke vom Stadion ist eine Kneipe, die machen riesig gute Scampi, das ist viel wichtiger.“ aufgerichtet und zum Essen eingeladen hatte. Und was sagt heute Uli Hoeness? „Die Spieler essen Scampi, und ich habe schlaflose Nächte.“

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