Splitterbrötchen (CDVII)

Was hab ich mich als junger Mann über meine liebe Mutter mit ihren Willi-Fritsch-und-Lillian-Harvey-Platten lustig gemacht. Und jetzt überlege ich tatsächlich, Tickets zu kaufen, wenn drei in Kalifornien beheimatete Herren im Rentenalter am 7. Oktober in Berlin auftreten.

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Ach, tat das gut, mal wieder durch „unser“ Butte aux Cailles zu flanieren! 3 Jahren hatten wir Pause gemacht, dieses Jahr haben wir unseren (zwanzigsten) Hochzeitstag endlich wieder mal in Paris verbracht. Was für eine wunderbare Stadt!

Kulinarischer Höhepunkt der Woche war die Entdeckung des Restaurants Le Samson ebendort.  Laut Website griechisch-französisch, aber das griechische Element beschränkt sich auf die Moussaka bei den Hauptgerichten und einen Vorspeisenteller. Der Chef kocht traditionell französisch, und wie! Ich hatte Schnecken in Kräuterbutter, den unten abgebildeten Spieß des Hauses mit sen-sa-tio-nellen Knoblauchkartoffeln und Creme Brulée. Vom nebenan verspiesenen Boeuf Bourguignon durfte ich kosten: Klasse! Empfehlung! Drei-Gang-Menü übrigens für 18 Euro.

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Falls jemand auf der Suche nach SEHR amüsanter Lektüre ist: „Die kulinarischen Anwendungen einer Kanonenkugel“ von Eli Brown. Als Schiffskoch bei Piratens. Ebenso spannend wie komisch.

Empfehlung aus der schnellen Schleuderküche: Blattsalat aus der Tüte, Dressing aus Joghurt und Olivenöl, Garnitur aus gebratenen Apfel- und Cabanossi-Scheiben. Kann man gut machen.

Ob die preiswert-nostalgische Herrlichkeit in unserem Pariser Lieblings-Viertel noch lange andauern wird? Mir kommen Zweifel. Beim diesjährigen Besuch habe ich drei Immobilien-Agenturen ausgemacht, die beim letzten Mal noch nicht da waren. Die Wohnungen zu sehr sportiven Preisen zu verticken suchen. Die Zeichen stehen an der Wand. Leider.

Andererseits… es ist ein reines Wunder, dass Crosby solange durchgehalten hat. Vielleicht ist es die letzte Gelegenheit…

2 Gedanken zu „Splitterbrötchen (CDVII)

  1. Hallo Chris,

    Unbedingt hingehen. Du wirst heulen vor Ergriffenheit. Dank moderner Konzertbeschallungstechnik, dem Abschwören von den meisten Drogen usw sind sie so perfekt wie früher nie. Crosby und Nash zusammen sind ein Traum. Fertig ist leider nur Stills ( war aber schon schlimmer). Natürlich reproduzieren auch CSN nur ihre eigene Geschichte, aber das wollen wir ja auch so.

  2. Ich weiß es ja, Crosby und Nash hab ich mehrfach erlebt, das erstemal 76 in München im Cirkus Krone, für mich immer noch das beste Konzert meines Lebens (wobei, 79, die Pirates im Kant-Kino… auch nicht schlecht). Alle drei zusammen hab ich nie geschafft.

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