In Sachen Bass

Also irgendwie hab ich ein bisschen Pech mit den Abstimmungen in der Netzecke. Erst wollte ich wissen, ob ich nun Bassspielen lernen soll oder nicht, da gab’s ein unentschieden. Um eine Entscheidung dieser Frage zu erzwingen, habe ich wieder abstimmen lassen und wieder ist ein unentschieden dabei rausgekommen. Totes Rennen zwischen „Münze werfen“ und „machen was mir durch den Kopp schießt“. Was nu?
Okay, ich hab mir gesagt: Wirf eine Münze und mach, was dir durch den Kopp schießt, hab die Münze geworfen, und die ist mir in den Gully gefallen und schon hatte ich nicht mehr genug Geld, um mir einen Bass zu kaufen (von den Vorschüssen für Management und Catering ganz zu schweigen, das geht ins Geld, dieses Musikdingens).
Aber in der Stunde schwärzester Verzweiflung strahlt das Licht der Verheißung am hellsten, oder so ähnlich, jedenfalls hat mich die geduldigste Gemahlin von allen (Genau! Die, die nur eine Stimme bekommen hat. Da verzweifelt man doch an der Demokratie!) aus diesem finanziellen Dilemma befreit, in dem sie mir großzügig einen Gutschein für eine Bassgitarre zum Geburtstag geschenkt hat. Also, wir können jetzt Nägel mit Köppen bzw. Griffbretter mit Bünden machen.
Sowie wir endgültig über einen Bandnamen entschieden haben, heb ich den Gullydeckel hoch und hol den Euro raus, von dem ich dann die Vorschüsse an Olaf und Fressack zahle. Das muss reichen. Und mit dem Gutschein schieß ich mir dann eine Bassgitarre. Bloß: Was für eine? Voll elektrisch? Akustisch? Semi-akustisch? Eigentlich müsste ich jetzt ja eine neue Abstimmung machen, aber ich trau mich nicht. Wer weiß, was dann in den Gully fliegt.
[tags]Schorschi, Bass, Weltkarriere[/tags]

27 thoughts on “In Sachen Bass”

  1. Bitte? Ein Betriebsrat für eine Band? Haben die Stones vielleicht einen Betriebsrat? Kannst du dir vorstellen, wie der Betriebsratsvorsitzende bei den Stones Keith Richards einen Forderungskatalog überreicht? Das passt irgendwie nicht zusammen, Band und Betriebsrat. Und überhaupt, bestimmt braucht man erst ab einer bestimmten Bandgröße einen.

  2. Ich werde mich wohl mit Olaf kurzschliessen und über eine Urabstimmung nachzudenken für einen Streik – keine Musik bis der Euro rollt – für eine Erhöhung der Vorschüsse.
    Bass – nur elektrisch.
    Ich könnte meinen Gibson EB3 vermieten/verleasen…..

  3. Wo geht denn das hier weiter? Wo sind denn die ganzen Einlassung hin? Wieso denn jetzt Betriebsrat? Ich hab mir extra heute von meinem letzten Geld einen von 95 auf 85 Euro heruntergehandelten Gitarrenkoffer gekauft, weil der alte so ein wackeliges Teil ist. Ich bin zu Fuß Richtung Berlin und bereits in Schwabing angekommen. Ich begreif das alles nicht mehr. Schorschi sträubt es schon das Fell. Nee, ich kauf mir morgen in Berlin ein Paar Birkenstöcken, rinn in die Schlabberlatzbuchse und auf zum Kindergeburtstag. So ein Theater hier.

    Wo ist eigentlich die Mitteilung, daß ich von meinem vorletzten Geld für jeden von Euch 122 Euro auf das Konto 007 bei der Bank für Geheimwirtschaft hinterlegt habe. Ist das schon weg?

  4. Ich bin verwirrt. Gründen wir jetzt eine salonkommunistische Zelle oder gehen wir an die Börse? Und das alles, bevor eine Note gespielt bzw. überhaupt ein Instrument angeschafft ist. Sollten wir uns nicht auf unsere Kernkompetenz besinnen und uns über den Bandnamen in die Wolle kriegen? Ich finde übrigens nach wie vor „Schorschi fliegt nach Hollywood“ am besten, dicht gefolgt von „Cliff Richard and the Shadow“.

  5. Da die Streikkasse leer ist, sollten wir uns einigen. Jedoch liegen die Streikpläne in der Schublade: fressack fungiert als Streikposten und steht im Regen, während er sich die Hände an einer brennenden Tonne wärmt und ich von meinem Kuraufenthalt aus die Verhandlungen führe. Wir können aber auch mal tauschen – dann stellt sich Achim eine Weile in den Regen.

    Mein Vorschlag: The Blogbusters

  6. Dieses Streikzeugs ist mir suspekt. Sowie der Regen wieder aufgehört hat, gehe ich raus an die Tonne, und Achim kann die Verhandlungen übernehmen. Der ist diplomatischer als ich, der zieht euch über den Tisch, ohne dass ihr es merkt.

  7. Chris,

    belaste Dich da weiter nicht mit diesen unerfreulichen Nebenkriegsschauplätzen. Zunächst geht es um Deine künstlerische Entwicklung. C – D – E – F – G – H – C. Bitte vorwärts und rückwärts auswendig.

    Ich bin gerade in Ulm um Ulm und rund um Ulm angekommen. Schorschi bedient sich gerade an Spezereien aus der Biotonne. Ich steh am Bahnhofsstüberl und tausche das eingesammelte Leergut ein. Die Leute kriegen ihr Geld, aber dann setzt es was mit meinem neuen Gitarrenkoffer, der hat einen massiven Holzkern. So viel Diplomatie wird in die Geschichte der Vertragsverhandlungen eingehen.

  8. Bitte setzte zwischen G und h noch das A. Dann sollte die C-Dur-Tonleiter hoffentlich komplett sein. Aber bei dieser ganzen Streikerei, diesen unerklärlichen weiteren Forderungen, da kann man schon mal etwas durcheinander kommen. Deshalb ist es um so wichtiger, daß Du Dich jetzt um Deinen Bass kümmerst.

    Chris, was hälst Du übrigens von „The Blogbusters“? Klingt doch vielversprechend.

  9. Ich habe bereits begonnen, die Tonleiter zu üben. C-Dur ist mir sehr recht, und es klappt schon ganz ausgezeichnet. Ganz ohne Bass, was ich erstaunlich finde.
    „The Blogbusters“ ist vielleicht eine Spur zu dynamisch, einen Tick zu trendy. Vielleicht sollten wir uns zu einem ausgedehnten Brainstorming zurückziehen, und erst einmal Olaf und Fressack unter dem Namen „Die Wildecker Streikbuben“ auf die Bühne schicken?

  10. Das würde ich gerne machen. Das ist einfach, weil man nur dastehen muss, ohne sich zu bewegen. Ich habe die mal auf einer Veranstaltung erlebt. Vorbilder.
    Über die Gage muss natürlich noch verhandelt werden.
    Wer produziert eigentlich? Zeit hätte ich schon.

  11. Ich habe mich verlaufen,sonst wäre ich schon längst in Berlin, um die Verhandlungen mit meinem massivem Holzkoffer zu beenden. Schorschis Nase wird nun langsam alt.

    Chris, ich bin von Ulm nach Augsburg, heute Nacht werde ich es wohl geschafft haben. Wenn fressack Zeit hat, dann soll er auch produzieren. Wir legen ihm 1,75 auf den Stundenlohn drauf. Ich habe das Gefühl, die Leute wollen garnicht glücklich werden, die wollen nur Geld, die „Wildecker Streikbuben“. Um diesen Namen mache ich kein Trara mehr, der paßt, schließlich sind wir „der Chef“.

    Wie findet Ihr „The Chief and the Administrator“?

  12. „The Chief and the Administrator“ läuft in die richtige Richtung. Power, Dominanz, Kompromißlosigkeit. Wir könnten uns vielleicht noch ein paar moderne Country-Titel draufpacken und uns „The Bigbosshoss“ nennen. Ich bin ja immer fürs erprobte.

  13. Die säuischen Texte würde ich gern mal lesen. Tantiemen? Dazu fällt mir die Münze ein, die Chris in den Gully geworfen hat.

    Was ist mit „Old Kids on the Blog“? Zum Teil erprobt und spricht alle Generationen an.

  14. Ich weiß nicht, ob wir uns mit „Blog“ im Bandnamen einen Gefallen tun. Sollten wir nicht doch eher in eine Unplugged-Richtung gehen und etwas wie „London Symphony Orchestra“ oder „Berliner Philharmoniker unter Leitung von Herbert von Karajan“ nehmen? Aber wenn ihr doch Blog im Namen wollt, wäre ich für „Gonzo Blog Doo-dah Band“.

  15. Mir wäre jetzt bald jeder Bandname recht, wenn wir denn mal anfangen würden. fressack ist da schon längst ein Stück weiter, indem er sich dankenswerterweise der Lyrik widmet. Wenn er auch nur wieder an den schnöden Mammon denkt, aber in unserer materialistischen Gesellschaft ist ein netter Sack voll Geld denn doch die Butter auf dem Kanten Brot. Und somit nicht zu verachten.

    Ein Vorschlag, der sicherlich auf Eure Zustimmung stößt, wie wäre es, wenn wir uns „Cigaretts and Coffee“ nennen, abgekürzt „CaC“?

    Lyrics

    I’m on the street again,
    with my dog called Schorsch.
    There is all crazy in my head
    and my body is feeling morsch

    I call your name, I cry it loud
    but I cannot hear an answer.
    I tell you my life, it was very hard
    and your heart is burning in love.

    „You need a coffee with sugar and milk.
    And your Schorschi a fine big bone.
    You need a cigarette only one for a day,
    And your dog Schorschi a fine big bone.“

    I take your hands, your warmy hands.
    I close my full of water burning eyes,
    and smoke a cigarette and drink a coffee.
    And the wild Schorsch says: „Bow Bow.“

    Ihr geht jetzt über die Grammatik. Geld gibts später.

  16. Eine schwierige Geburt. „Gut Ding muß Weile habe.“

    Ich mache mich sofort auf. Nun können wir mit der Probenarbeit beginnen, die Lyrics schreiben, die Noten raussuchen, den Rhythmus festlegen, das Tempo bestimmen. „C&A“ – Hurra.

  17. Wenn das jetzt hier die Groupies sind, die wiederholt das Comeback von Chief & Administrator fordern, dann ist Schorschi die längste Zeit Bandmitglied gewesen.

    Eure
    Mademoiselle Ninett

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