Splitterbrötchen (DLXVI)

„Das war’s mit 2017, da kommt nix mehr“, hatten wir gedacht. Und dann haben die Jungs von der BILD auf den letzten Drücker die Headline des Jahres kreiert. „Bizarrster Sex-Unfall des Jahres: Elektriker erwürgt sich in selbstgebautem Porno-Raumschiff“ ist ein Meisterwerk, das Jahrhunderte überdauern und Historikern zukünftiger Generationen Rätsel aufgeben wird.

Am 28.12. hörte ich ein Kind im Hausflur „Bald ist Nikolausabend da“ singen. Wenn Weihnachtssucht zum Problem wird.

Apropos Weihnachten:

Ernsthaft über die Gründung einer Musikzeitschrift für rückwärts gewandte alte Säcke nachgedacht.

Nichtraucherschutz, Fahrradfahrer und pflanzliche Ernährung – mit diesen drei Themen bringt man beim Tagesspiegel kommentierende Wutbürger verlässlich auf die Palme. Effektiver ist nur die Nennung der Herkunft eines Gewalttäters: damit werden sowohl die reaktionären wie auch die scheinliberalen Teile des Kommentariats aktiviert und die Wiederholung der bereits hunderte Male geschlagenen Schlacht „muss man!“ vs.  „darf man auf keinen Fall!“ initiiert.

Zweitausendeins bietet eine Dave-Brubeck-Sammlung unter dem Titel „Take Five“ auf zehn CDs an. Finde den Fehler.

Noch eine Sensationsheadline, diesmal bei SpOn: „Deutsche Banken horten Milliarden in Tresoren“ Geld in einer Bank – wer hätte das für möglich gehalten?

Auf Auszieh-Tische gehören Wachstuchdecken oder Striptease-Tänzerinnen, je nach Anlass.

Beim Betrachten des Slogans „Fitness First“ total idiotisch einen zum Sportstudio ausgebauten Dachboden assoziiert.

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