Splitterbrötchen (DLXVII)

In meiner Filterblase brach sich Freude darüber Bahn, dass Marietta Slomka Alexander Dobrindt im Interview „fertig gemacht“ habe. Ich hab mich zuerst auch gefreut, aber dann hab ich mir das Interview angeschaut.

Irre ich mich oder ist „fertig gemacht“ nicht doch Wunschdenken? Sie stellt die hundertprozentig richtigen Fragen, aber in Verlegenheit bringt sie ihn nicht. Er sieht halt nicht sonderlich intelligent aus, während alles von ihm abperlt.

Der kulinarischen Wochenhöhepunkt war eine unfotografierte Eigenkreaton, Tzaziki-Linsen. Gurke entkernen und fein würfeln, mit griechischem Joghurt, durchgedrücktem Knoblauch, fein gehacktem Dill und gekochten Linsen (Beluga ist optimal, Puy oder einfache Tellerlinsen gehen auch) verrühren. Lauwarm serviert mit einem Stück gebratenem Kabeljau ist das eine sehr feine Vorspeise.

Wenn man sich an Machtmissbrauch im Kulturbereich vor 20+ Jahren abarbeiten möchte, gibt es wesentlich lohnendere Anhriffsziele als einen Exoten wie Wedel, der alle paar Jahre einen Mehrteiler gedreht hat. Wenn man seinen Blick zum Beispiel auf die West-Berliner ZBF richtet, findet man zahllose Beispiele von willkürlich gebrauchter Macht. Hier wurden beinahe täglich fröhlich Karrieren zerstört und verhindert, einfach weil man es konnte. Gottseidank ist diese Zeit vorbei, mich schüttelt’s heute noch, wenn ich mich dran erinnere.

Totale Ratlosigkeit angesichts der zunehmenden Angriffe auf Sanitäter und Feuerwehrleute. Die verquere Logik, Helfer als Repräsentanten einer ungeliebten Staatsmacht zu sehen, erschließt sich mir auch nach langem Nachdenken nicht.

Nu isser achtzig. Nicht zu fassen-

Paolo hat am gleichen Tag Geburtstag, aber ein Jahr mehr als Adriano.

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