Ich kann mich einfach nicht entscheiden, welche Schlagzeile aus dem Samstags-Tagesspiegel mir besser gefällt: „Fast 1000 Berliner Lehrer sind dauerkrank“ oder „Seehofer ehrt Gammelfleisch-Fahrer“.
Seine fürchterlichste Waffe wendet der Mensch immer ohne Absicht an: DIe Gedankenlosigkeit.
Die „Wetten Dass“-Redaktion lässt mit schöner Regelmäßigkeit einen der ältesten Tricks der Illusionistenkunst zur besten Sendezeit vorführen. Ich kann einfach nicht glauben, dass die naheliegenden Codes, mit denen Magier und Assistent sich austauschen, in Mainz unbekannt sein sollen.
Noch einmal Tagesspiegel: Ja, die Dreharbeiten des Stauffenberg-Films im Bendler-Block müssen wiederholt werden. Big Deal. Aber warum reitet eine Zeitung, in deren Redaktion Leute sitzen, die es besser wissen müssten, tagelang auf einem total banalen Negativ-Schaden herum?
Da treff ich einen Kollegen, den ich zehn Jahre nicht gesehen habe und wohl auch zehn Jahre nicht mehr sehen werde. Trotzdem greife ich reflexhaft in die Brusttasche, aber er ist geistig schneller und sagt: „Willst du mir wirklich deine Karte geben?“
Gelegentlich denke ich, dass es Spaß machen könnte, Bassgitarre zu spielen. Vermutlich benötige ich dringend einen Therapeuten.
