Splitterbrötchen (CV)

Verblüffend: Louis van Gaal spricht jetzt schon besser deutsch als Jürgen Klinsmann.

Die Schlagzeile   der Woche wurde bei Spiegel Online kreiert: „Gekenterter   CSU-Politiker – Alligatoren verschmähten   Günter Beckstein“

Im Bekanntenkreis bekanntgegeben: „Heut abend gehen wir ins Theater.“   Die erste Frage: „Wieso könnt ihr euch die teuren Karten leisten?“ Tja. Es scheint weit gekommen zu sein.

Ein Ärgernis, mit dem ich mich ausführlich befassen werde, wenn es denn die leidige Zeit erlaubt: Die bizarren Preise für Paketsendungen zwischen Österreich und Deutschland.

Immer öfter verspüre ich das Bedürfnis, mal wieder   einen Besinnungsaufsatz zu schreiben. Es lässt sich nicht mehr leugnen: ich werde alt.

 


Nibelungen-Digest

Das Deutsche Theater Berlin hat für den März 2010 Friedrich Hebbels „Die Nibelungen“ in der Regie von Michael Thalheimer angekündigt. Thalheimer ist bekannt für seinen beherzten Zugriff auf klassische Texte, die er auf das absolute Minimum zusammenzustreichen pflegt, so dass man eine Thalheimer-Inszenierung meist in deutlich unter zwei Stunden hinter sich gebracht hat, sogar ohne sie Türen schlagend vorzeitig verlassen zu müssen. Doch wie wird Thalheimer mit Hebbels dreiteiligem Monumentalwerk umgehen, das wegen seiner epochalen Länge für gewöhnlich an zwei Abenden aufgeführt wird?
Spiegel Online mutmaßt bereits, man könne sich auf die „kürzesten Nibelungen, die es je gab“ freuen. Und das ist noch untertrieben. Der Netzecke ist das komplette, von Thalheimer zusammengestrichene Textbuch zugespielt worden, dass ich im nachfolgenden zu Dokumentationszwecken ausdrücklich ungekürzt veröffentliche.

Die Nibelungen

Ein Trauerspiel in drei Abteilungen von Friedrich Hebbel

Vorspiel: Der gehörnte Siegfried

(komplett gestrichen)

1. Teil: Siegfrieds Tod

Am Königshof in Worms.

Siegfried:
Brunhild sollte kein Problem mehr sein. Und wenn sie doch Ärger macht, geht’s mir am Arsch vorbei. Unverwundbar, wie ich bin.

Hagen von Tronje:
Das werden wir noch sehen.

Ende.

2. Teil: Kriemhilds Rache

Am Königshof in Worms. Später. König Gunther liest einen Brief.

König Gunter:
Kriemhild lädt uns alle ein. Ist ja eigentlich nett, aber… vielleicht ist ja doch ein Haken dabei.

Hagen von Tronje:
Wir können ruhig hinfahren. Von einer Frau haben wir nichts zu fürchten.

König Gunther:
Wenn du meinst… Dann fahren wir. Ein Tapetenwechsel wird uns gut tun.

Ende.

Splitterbrötchen (CIV)

Verwirrende Nach-Urlaubs-Beobachtung:In Österreich verbraucht man mehr Handy-Strom aber weniger Aftershave als hierzulande.

Wo liegt eigentlich dieser Kurort, der jetzt in aller Munde ist? Bad Banks? Zahlt den Aufenthalt die Kasse?

Entweder bin ich in 3 Urlaubswochen gewachsen, oder mein Bäcker backt jetzt kleinere Brötchen.

In Wien an einer „Zentralanstalt Schweißtechnik“ vorbeigefahren. Es hat aber nicht gerochen.

Genial formuliert: „Der Kerl hat keine Handschlagqualität!“

Es gibt keinen Dienstleister, an den Männer und Frauen derart unterschiedliche Ansprüche stellen, wie an den Friseur.


Netzecken-Rätsel: Wer kriegt Post?

Nach etwas mehr als drei Urlaubswochen geht heute die Netzecke wieder an den Start. Und gleich mit einem neuen – hoffentlich gewohnt schwierigem – Rätsel:

Postkarte aus Podersdorf

An wen hab ich am letzten Urlaubstag diese Postkarte geschickt?
Derjenige, der in den Kommentaren zuerst den korrekten Adressaten nennt, gewinnt…
Was der genau gewinnt, sag ich später. Wäre zu einfach, wenn ich’s gleich sage. Ausgeschlossen von der Teilnahme an diesem Netzeckenrätsel sind der Adressat (der die Karte heute in der Post finden sollte) und die geduldigste Gemahlin von allen, weil die beiden nämlich wissen, an wen ich die Karte geschrieben hab. Obwohl ich auf Grund meiner Lebenserfahrung nichts mehr ausschließe, ist der Rechtsweg ausgeschlossen. Viel Spaß.