Der Teufel steckt im Detail

Mietuhr

Hier sieht man, wie eine an sich pfiffige Geschäftsidee komplett den Bach runter geht, weil sie nicht richtig durchdacht worden ist.
Gegen Miet-Uhren an sich ist ja per se nichts zu sagen. Viele Menschen müssen nicht jederzeit wissen, wie spät es ist. Die meisten bleiben mit Radio, Fernsehen und PC/Internet auf der Höhe der Zeit, da kann es durchaus eine Überlegung Wert sein, Kosten zu sparen, in dem man eben keine Uhr kauft, sondern zu Anlässen, wo man nicht auf die erwähnten Medien zurückgreifen kann, eine Uhr mietet. So weit, so gut.
Aber doch bitte schön eine Armbanduhr, und keine Stand- oder Normaluhr! Ich kann nun wirklich nicht jedesmal auf die Straße rennen, wo meine angemietete Uhr steht, wenn ich wissen will, wie spät es ist.  Oder ich bin irgendwo eingeladen, die Dame des Hauses fragt mich nach der Uhrzeit… Soll ich wirklich hinaus stürzen, mir ein Taxi rufen, zu meiner Miet-Uhr fahren, nachschauen und mich dann wieder zurück chauffieren lassen? Umständlicher geht’s ja wohl kaum!
Nein, nein, nein. Da haben ein paar Leute eine vielversprechende Idee wirklich komplett vor die Wand gefahren. Wie kommt man nur auf derart abseitige Gedanken?

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3 Gedanken zu „Der Teufel steckt im Detail

  1. Wir hatten drei dieser ansehnlichen Uhren hier in Gräfelfing. Ehemals stand am ProMarkt eine, die beschleunigte meinen Schritt auf dem Weg zur Arbeit. Eine an der Tankstelle, um am Abend die Ration Zigarillos abzuholen: „Aha, noch fünfzehn Minuten geöffnet.“ Eine am Altenheim an der S-Bahn. Es existiert keine mehr davon. Sehr sehr leider.

    Aber mir jetzt in Berlin eine anmieten, auf einem Plakatmit mit großen Lettern auf einer schmucken Holzrakete: „Tullus alpha 11“. Das hätte was. Mich könnte ja jemand anrufen aus Berlin, und mir dann mitteilen, wie spät es ist, daß ich schleunigst zur S-Bahn-Station mich aufmache. Ich habe diese Uhren sehr geschätzt.

  2. Das wäre natürlich eine Möglichkeit, so eine Normaluhr mit einer Art privater Zeitansage zu verbinden, und für die Telefongebühren fielen vermutlich keine Kosten an, weil man ja sowieso irgendeine Flatrate hat. Bleibt die Frage: Wie entlohnt man den- oder diejenige, die für einen auf die Uhr guckt? Findet man wen, der das ehrenamtlich erledigt?

  3. AchSOOO. Ich dachte schon, da hätte jemand ein revolutionäres Wohnraumkonzept entwickelt —

    Ich habe gerade eine Geschichte gehört von Männern, die sich in die Stimme der Zeitansage verliebt haben sollen. Nach eurem Modell da oben wäre das kaum noch unglaublich.

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