Krautshäuptchen

Für 4 Personen benötigen Sie: 2 bis 3 Pfund Weißkohl (netto), 1 Pfund Gehacktes vom Schwein, 2 altbackene Brötchen, 2 Eier, Butter, Semmelbrösel, Senf, Salz, Pfeffer und evtl. etwas Kümmel. Die Brötchen in Wasser einweichen, gut ausdrücken, mit dem Gehackten, etwas Senf, den beiden Eiern, Salz und Pfeffer zu einer durchaus feuchten Masse vermengen. Den (selbstverständlich entstrunkten) Weißkohl in nicht zu feine Streifen schneiden und in reichlich gesalzenem Wasser 5 bis 10 Minuten blanchieren, bis die Weißkohlstreifen geschmeidig sind. Abgießen und auskühlen lassen. Mit der Fleischmasse vermengen. Eine Puddingform großzügig ausbuttern, mit Semmelbröseln ausstreuen und die Masse einfüllen. Puddingform verschließen und im Wasserbad ca. ca. 90 Minuten kochen lassen. Puddingform etwas abkühlen lassen, und dann die Krautshäuptchen auf eine Servierplatte stürzen. In Scheiben geschnitten zu mehligen Salzkartoffeln und viel Senfsauce servieren. Es ist übrigens nicht verkehrt, die Krautshäuptchen-Scheiben noch einmal in eine Pfanne zu werfen und von beiden Seiten goldbraun zu braten. Ebenso ist es geschmacklich hochinteressant, der Weißkohl-Fleischmasse etwas Kümmel zuzusetzen, was jedoch gewisse bei reichlichem Genuß dieser Mahlzeit unangenehme Dinge mit der Atmosphäre anstellt…
Schließlich kann man die Krautshäuptchen auch ohne Puddingform als Auflauf im Ofen zubereiten: einfach in eine gefettete Auflaufform tun und bei 180 Grad ca. 1 Stunde backen. Dazu am Besten ein Bier, oder ein kräftiger Landwein, der angesichts der Senfsauce nicht in die Knie geht.

3 thoughts on “Krautshäuptchen”

  1. Hallo Chris,

    da könnte ich mich ‚reinknien. Wir verwenden allerdings Wirsing (ist zarter) und würzen mit reichlich Muskatnuß. Kümmel am Krautshäuptchen ist mir neu, aber ich werde es ausprobieren.
    Auch deine anderen nordhessischen Rezepte stehen ganz oben auf meiner Beliebtheitsskala.
    Alles in Allem ist dein Blog ein herzerfischendes Werk, ich habe mich köstlich amüsiert.
    Hat mich gefreut von dir zu lesen.

    Liebe Grüße, guess who 😉

  2. Das ist interessant. Mit Wirsing hab ich auch mal experimentiert. Den hat allerdings das schweinerne Gehackte erschlagen, weshalb ich auf Lammgehacktes verfiel. Ganz ausgezeichnet. Damit war ich dann aber schon mehr oder weniger bei Siebecks Wirsing/Lamm-Auflauf (noch Sahne dazukippen und mit fettem Speck belegen), was ja nun nix schlechtes ist, aber eben doch keine Krautshäuptchen.:)
    Danke für Komplimente und liebe Grüße. Guess who? Kanadische Rockband. American Woman. 🙂

  3. Das hört sich so super an. Ich bin immer wieder auf der Suche nach einem neuen Rezept und neuen Ideen. Leider findet man nicht viel, dass man auch als ungeübter Koch hinbekommt. An dieser Idee werde ich mich aber mal versuchen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.