Von wem hat er das nur?

Geschmeidig, aber klein! So sind die Stars wirklich – Bild.T-Online.de: Wie sind die Stars live? Sie sind physisch präsent wie eine angeknipste Glühbirne.

Also, wenn die BILD da nicht ganz groß „Körzdörfer“ drüber geschrieben hätte, hätte ich geschworen, dass keiner außer Effjott derart schräge Metaphern zuwege bringt. Nu ja. Vielleicht hat Körzdörfer ja einen Crashkurs beim Altmeister gemacht. Oder es ist doch ansteckend.

Schnittfestes Schneidbrett

Zur Zeit bietet ein bekannter Kaffeeröster in seinem aktuellen Sortiment für „nur“ 9,99 € zwei Schneidbretter aus Glas (!) an und protzt auch noch mit der Produktbeschreibung: „Das hochwertige Sicherheitsglas ist schnitt- und kratzfest“.
Nu stelle mir uns ma jonz domm: War ist eigentlich ’ne scharfe Messerklinge? ’ne scharfe Messerklinger ist letztlich ein schmaler, V-förmiger Grat, der, wenn richtig scharf, durch angemessen weiches Material einigermaßen mühelos hindurch schneidet. Und was passiert, wenn dieser schmale Grat auf etwas trifft, das so hart ist, dass er es nicht schneiden kann, wie z. B. schnitt- und kratzfestes Sicherheitsglas? Richtig. Er knickt um. Und was ist ein Messer mit umgeknicktem Grad? Wieder richtig, stumpf.
Ein Schneidbrett muss aus Material sein, in dass das Messer hineinschneiden kann (Holz, Kunststoff). Glas oder Marmor (auch des öfteren zu sehen) sind zwar dekorativ, machen aber auch das schärfste Messer nach dem ersten Schnitt stumpf.
Was müssten wir also tun, um uns diese Schneidbretter aus Sicherheitsglas zu kaufen? Da müssten wir uns ja janz domm stellen! Und das wollen wir doch nicht, oder?
Kleine Werbung am Rande: Dieser Tipp steht auch im von mir mit verfassten „Ratgeber für den faulen Haushalt„.

Körzdörfers Discounter

Körzdörfers Gesellschaft: Filmpreis Golden Globe 2007 – Bild.T-Online.de:
Ich fühlte mich wie bei Aldi in der Schlange: vor mir Meryl Streep (57, „Der Teufel trägt Prada“), die Tattoo-übersäte Angelina Jolie (31, knisternder Sex), Supermodel Heidi Klum (33, dauerknutschend mit ihrem Mann Seal, 43), neben mir Dustin Hoffman (wird 70), George Clooney (45), Jack Nicholson (69), Tom Hanks (50)…

Jaja, das Gefühl kenn ich auch, wenn einem beim Aldi plötzlich jedes Gesicht bekannt vorkommt. Das vergeht, wenn man für ein paar Tage den allerletzten Absacker an der Bar wegläßt.

Weltmeisterlich

Selten, aber doch hin und wieder, wird man unvermittelt mit einem journalistischen Meisterwerk konfrontiert, dass durch seine nachgerade schwindelerregende Tiefe begeistert, die der Autor nur durch äußerste Verknappung erreichen konnte.
Ein solches Meisterwerk findet sich im Sportteil der heutigen Ausgabe des Tagesspiegel. Den Autoren Wolfgang Drechsler und Stefan Herrmanns ist es gelungen, im ersten Satz ihres Artikels „Irgendwo in Afrika“ eine der komplexesten Persönlichkeiten der Sportgeschichte zusammenzufassen und zu durchleuchten. In nur 15 kurzen Worten entsteht ein in jeder Beziehung komplettes Portrait eines Mannes und einer sportlichen Epoche, die er mit seinem unnachgiebigen Wollen und Wirken ohne – und dies ist wörtlich zu nehmen – Rücksicht auf Verluste prägte. Es ist mir eine Freude und Ehre, diesen Meilenstein der Pressegeschichte zu zitieren:
„Es ist nicht bekannt, ob Berti Vogts vorige Woche noch einmal ins Grübeln gekommen ist.“

Korschenboich ist bald in Afrika

SPIEGEL ONLINE: Berti Vogts wird ab März neuer Chefcoach der Fußball-Nationalmannschaft Nigerias.

Super, liebe Freunde aus Nigeria! Da habt ihr euch einen echten Hochkaräter geangelt. Damit ihr euch schon mal darauf einstimmen könnt, was euch in den nächsten Jahren so erwartet, hab ich extra für euch ein paar rhetorische Perlen unseres charismatischen Ex-Bundestrainers im Originalton herausgesucht:
„Hass gehört nicht ins Stadion. Solche Gefühle soll man gemeinsam mit seiner Frau daheim im Wohnzimmer ausleben.“
„Sex vor einem Spiel? Das können meine Jungs halten, wie sie wollen. Nur in der Halbzeit, da geht nichts.“
„Die Breite an der Spitze ist dichter geworden.“
„Ich glaube, daß der Tabellenerste jederzeit den Spitzenreiter schlagen kann.“
„Wir haben ein Abstimmungsproblem – das müssen wir automatisieren.“
„Wir werden alle Gewissheiten bis zuletzt ausschöpfen.“
Na? Wird euch schon mulmig? Keine Panik, er kennt eure Mentalität:
„Wie der Afrikaner lebt, so spielt er auch Fußball.“
Viel Spaß mit Bwana Berti!

Berliner CDU: Filmpolitisch orientierungslos

CDU-Politiker wirkt in Sex-Film mit ‚ Tagesspiegel Online: In der Berliner CDU sorgt eine Porno-Affäre für Unruhe. Der Schatzmeister der Mittelstandsvereinigung in Friedrichshain-Kreuzberg hat in einem Sex-Film mitgewirkt und muss deshalb seine Partei verlassen.

Ich verstehe die Welt nicht mehr. Da beweist endlich mal ein Politiker Stehvermögen, demonstriert Handlungsfähigkeit in jeder Beziehung, bemüht sich, Arbeitsplätze Stellungen zu schaffen und mit aller zu Gebote stehenden Härte den Medienstandort Berlin voranzubringen, und dann ist es wieder nicht recht. Die CDU sollte dieses filmpolitische Nachwuchstalent nicht verstoßen, sondern ihm auch in schweren Zeiten die Stange halten!

Die Basis ist auch nicht mehr das, was sie mal war…

Biermann-Dilemma ‚ Tagesspiegel Online:
In der Linkspartei selbst glaubt man bislang jedoch nicht daran, dass die überwiegende Ablehnung der Biermann-Ehrung sich in Unterstützung verwandeln könnte. „Er ist bei uns wegen seiner aktuellen Äußerungen sehr umstritten – und an unserer Parteibasis wegen seiner Vergangenheit“, heißt es aus der Linksfraktion.

Ach, so ist das. Die Parteibasis der Linkspartei nimmt Biermann übel, dass er sich von der SED hat ausbürgern lassen. Liebe Linkspartei, wäre es vielleicht nicht langsam an der Zeit, mal mit der eigenen Basis zu reden? Einfach so ein paar Sachen klarstellen erklären? So schwierige Sachen wie „Meinungsfreiheit“, „Demokratie“ und „historische Tatsachen“ scheint ein einfaches Linkspartei-Mitglied ohne Beistand nicht erfassen zu können. Was? Wie meinen? „Noch zu früh“? „Erst mal ein bißchen Gras über die Sache wachsen lassen“? Okay. Passt ins Bild.

Falsche Kulisse

Post von Wagner – Bild.T-Online.de: Lieber Edmund Stoiber … In Ihrem Gesicht sehe ich Angst. Die See tobt, der Wind heult, die Wellen schlagen über die Ufer, die aufgewühlte See verlangt ein Opfer.

Jo mei, is dös a Hetz! Da war der Wagner-Effjott mal wieder dermaßen aufgeregt beim Schreib’n von dera Kolumnen, des ihm der Stoiber-Edi glattweg an die See verrutscht ist! Derfst net macha, Wagner-Effjott! Der Edi ist in den Bergen dahoam, da muaßt die Luis-Trenker-Metaphorik auspack’n. Der Edi derf erst an die See, wenn er zurücktrat’n ist. Pfüat di, Effjott, oida Schlawiner!