Der Mörderexpress

Im Mörderexpress

In den letzten Wochen und Monaten war es in der Netzecke vergleichsweise bis äußerst ruhig. Gekocht wurde praktisch gar nicht mehr, Effjott musste ich brabbeln lassen, die EM konnte ich nicht in gebührendem Rahmen (über den blamablen Auftritt im Finale wird noch zu sprechen sein) würdigen, und sogar die Splitterbrötchen wurden gestern nicht ausgeliefert.
Der Grund ist simpel: Gestern war Premiere.
Ich habe für das Mindener Stadttheater ein Theaterstück geschrieben, den Mörderexpress. Und da ich mich – in einem Anfall geistiger Umnachtung – habe breit schlagen lassen, mitzuspielen, habe ich in den letzten 4 Wochen Drehsessel und Computer-Tastatur mit dem oben abgebildeten Handwerkszeug vertauscht.
Gottseidank hat sich ein wunderbares Ensemble meiner Limonaden-Scherze angenommen, so dass wir gestern einen schönen Erfolg in die Scheuer den Lokschuppen fahren konnten. Die nächsten Aufführungstermine sind Freitag, 25.07., Samstag, 26.07., Freitag, 08.08., Samstag, 09.08., Freitag, 22.08. und Samstag, 23.08.
Beim Mindener Tagblatt kann man einen wunderschönen   Film über den Mörderexpress anschauen.

Splitterbrötchen (LV)

Es gibt Orte, an denen sich trefflich schwermütig werden lässt. Der Bahnhof in Würzburg ist einer von diesen.

„Regen und Dunkelheit bestimmten Schüttlers Spiel“, hieß es im ZDF-Morgenmagazin. Das hätte man positiver formulieren müssen.

Es ist nicht witzig, wenn jemand den Verstand verliert. Aber als der Trinker im Nürnberger Hauptbahnhof anfing, seinen beiden unsichtbaren Zechkumpanen Witze zu erzählen und sich vor Lachen ausschütten wollte… das wahr im Wortsinn irrsinnig komisch.

In den letzten Tagen mehrfach erlebt: Junge Menschen, die – offenbar fremd am Ort – mit dem Handy zuhause anriefen und Sätze wie „Papa. ich steh hier an der Sowiesostraße, kannst du mal schnell bei Google Maps gucken, wie ich in die Dingenskirchenstraße komme?!“ Ich glaube, es wird Zeit, sich um die Zukunft Sorgen zu machen.

Bondovic

Was muss ich da von den neuesten Plänen der kroatischen Schlapphüte lesen?

Der kroatische Geheimdienst SOA leidet offenbar unter Nachwuchs-Problemen. Seit Anfang der Woche sucht er per Internet neue Agenten. Innerhalb von zwölf Stunden klickten knapp 11.800 Besucher die Seite „Job in SOA“ an und mehr als 7.000 Interessenten luden sich den Fragebogen für potenzielle Agenten herunter, wie der Geheimdienst am Mittwoch in Zagreb bekanntgab.

Faszinierende Perspektiven.
„Mein Name ist Bondovic. Ljubomir Bondovic.“
„Einen Slivowitz, geschüttelt, nicht gerührt.“
„Mademoiselle und ich trinken einen Kadarka zu unserer Potpourri-Platte.“