Überwiesen

Als die Deutsche Bundespost (Nein, nicht dieser Mobilfunkvertrag-Gratis-Girokonto-Schnäppchen-Hökerer namens „Post“, ich meine die DEUTSCHE! BUNDES! POST!) seinerzeit das ungeheuerliche Wagnis einging, die Zahlkarte abzuschaffen, dachten viele, dass durch diesen unüberlegten Schritt die Gesellschaft in ihren Grundfesten erschüttert werden könnte. Weit gefehlt. Die Lebensqualität der meisten Bürger hat seit und durch die Abschaffung der Zahlkarte dramatisch zugenommen.
Überweisung
Apropos Lebensqualität: Heute muss ich bereits am frühen Nachmittag das Büro verlassen. Weil ich zu meiner Orthopädin muss. Dort geh ich wegen meinem defekten Knie (Scheiß-Tennis) hin und gebe wg. Quartalsanfang eine Überweisung von meiner Hausärztin ab. Bei der Orthopädin hole ich mir eine Überweisung für die Jungs und Mädels mit dem Kernspintomographen ab, in dem ich Montag gelegen hab, um herauszufinden, was mit meinem Knie los ist. Da geh ich hin, geb die Überweisung ab und bekomme im Austausch meinen Befund vom letzten Montag, und den trage ich dann zurück zur Orthopädin. Ach ja, die Überweisung, die ich bei der Orthopädin abgegeben hab, hab ich gestern bei meiner Hausärztin abgeholt, wo ich wegen zu hohem Blutdruck in Behandlung bin.
Aber ich muss mich mittlerweile ernstlich fragen, wie mein Blutdruck Herrgottsakramentzefixhallelujaverdammtnochmalscheißglumpverreckts denn sinken soll, wenn grenzdebil-terroristische Vorschriften irgendwelcher defizitärer (!) Krankenkassen mich dazu zwingen, stundenlang Papiere durch die Gegend zu tragen, die in Zeiten moderner Kommunikation mindestens genauso überflüssig sind wie die kreuzdämliche Zahlkarte der DEUTSCHEN! BUNDES! POST!

[tags]Krankenkasse, Beutelschneider, Bürokratie-Terrorismus, Ungeheuer![/tags]

3 Gedanken zu „Überwiesen

  1. Net uffresche!
    Erster Schritt: Blutdruck senken! das geschieht durch Genuss von Knoblauch und eine Langzeittherapie mit Ebbelwoi (handwerklich gekeltert, versteht sich).
    Dann denkt man über den Rest nach.
    LG

  2. Ebbelwoi?! Ei, Fressack, isch war vor zwanzisch Jahrn eine Saison lang als Schauspieläh am Frankforter Volkstheater, bei der Mudder Liesel. Da hatt isch im Vertrach zu stehn, dass isch in der Pause im Kostüm mit den Zuschauern mit einem Glas Ebbelwoi anzustoßen hätte. Wenn isch an die Possmann-Brühe und die hoffnungslos übberdehnten Vokale von der Mudder Liesel denk, steischt mein Blutdruck schon widder!

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