Straßenmusik

Straßenmusikanten sind wunderbar. Man kann an ihnen vorübergehen oder – wenn einem die Musik gefällt – ein Augenblickchen verweilen, bis der Musikant oder die Musikantin das Stück zu Ende gespielt hat. Vielleicht wirft man ein Geldstück in den herumstehenden Pappbecher/Hut/Gitarrenkoffer, vielleicht bleibt man noch ein wenig, um sich ein zweites oder auch ein drittes Stück anzuhören, aber spätestens, wenn das Repertoire des Musikanten erschöpft ist und die Stücke sich zu wiederholen beginnen, sollte man schleunigst das Weite suchen.
Wenn das denn geht. Denn wenn die junge Saxofonisten, die unter dem offenen Fenster meines Arbeitszimmer ihre Kunst ausübt, gleich wieder bei „Singin‘ in the rain“ angekommen sein wird, werde ich den Titel in zwei Stunden acht Mal gehört haben. Ich fürchte, ich kann nicht viel länger für die körperliche Unversehrtheit der an sich sympathischen jungen Künstlerin garantieren.
Update:
Ein paar Stunden später schauen die geduldigste Gemahlin von allen und ich uns in der Glotze den ganz angenehmen Theater-Film „The Leading Man“ an. In den ersten Minuten des Films taucht ein Mädchen mit einem Saxofon auf.
Ich: „Wenn sie ‚Singin‘ in the rain‘ spielt, bringe ich sie um.“
GGA: „Du kannst sie nicht umbringen, sie ist im Fernsehen.“
Sie hat es nicht gespielt, also bestand erstmal kein Handlungsbedarf. Trotzdem interessant: Wie bringt man jemanden um, der „im Fernsehen“ ist? Briefbombe an die TV-Spielfilm?
[tags]Straßenmusik, Saxofon, perfektes Verbrechen[/tags]

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