Umfeldpost

Mensch, Herr Oettinger,
das hätte ich nicht gedacht, dass ich ausgerechnet Ihnen mal recht geben muss, aber nachdem ich dieses Statement von Ihnen

Allerdings hätten auch die Unternehmen, die das Fernsehen zur Werbung nutzten, einigen Einfluss auf das Programm, so der Ministerpräsident. Sie sollten daher stärker darauf hinwirken, dass für ihre Produkte und Dienstleistungen nicht im Umfeld von Sendungen geworben wird, in denen die Gewaltdarstellung im Vordergrund steht.

gelesen habe, kann ich nicht anders: Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Und ich möchte sogar noch weiter gehen: Produkte und Dienstleistungen können nicht nur in Privatsendern, sondern auch und gerade bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten geschädigt werden, und es muss noch nicht einmal durch überzogene Gewaltdarstellung sein.
Um nur ein Beispiel zu nennen: Im April letzten Jahres hab ich mir einen dieser mega-witzigen Baden-Württemberg-Werbespots angeschaut, wenn ich mich recht entsinne, war es der mit dem Bierbrauer in der Mongolei und habe mich königlich über diese geniale Schluss-Pointe „Wir können alles außer hochdeutsch“ amüsiert, und wollte gerade zu der geduldigsten Gemahlin von allen sagen, dass man doch mal wieder ein Wochenende im Schwabenländle oder in Baden verbringen könnte, wurde aber durch die Tagesschau gestoppt, in der gezeigt wurde, wie eine ziemlich windige Politiker-Type aus eben diesem Bundesland einen ehemaligen Nazi-Richter zum Widerstandskämpfer schön zu reden versuchte. Danach hab ich mich natürlich nicht mehr getraut, meiner lieben Frau einen solchen Vorschlag zu unterbreiten. Und in Baden-Württemberg waren wir seitdem auch nicht mehr.
Sie haben wirklich recht, Herr Oettinger.
Tschö
Der Chris
[tags]Oettinger, Dummschwatz, Gehirnalbern, Ungeheuer![/tags]

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