Splitterbrötchen (XXX)

Das es hierzulande gelegentlich – bei Temperaturen unter Null Grad – zu Glatteisbildung kommt, ist eigentlich nichts neues. Als kleines Kind bekam man beigebracht, entsprechende Schuhe anzuziehen und sich vorsichtig zu bewegen, wenn es auf der Straße verräterisch glitzerte. Das war seinerzeit ganz selbstverständlich. Das nannte man aber noch nicht „Blitzeis-Katastrophe“, und der Straßenverkehr brach auch nicht zusammen. Man nannte es „Winter“.

Vielleicht ist das Gerhard Schröders größter Verdienst: Für die Rückkehr des schönen Worts „Gedöns“ in die Umgangssprache gesorgt zu haben.

Wie läuft das eigentlich genau ab, wenn man Bayern-Trainer wird? Hat Kalle Rummenigge irgendwann zu Jürgen Klinsmann „Arise, Lord Vader!“ gesagt?

Man merkt, dass man älter wird, wenn bei der Auswahl der Abendunterhaltung die Bestuhlung eine Rolle zuu spielen beginnt: „Bloß nicht in die Volksbühne! Die Sitze bringen mich um!“

Diese Woche habe ich meine beste ebay-Bewertung aller Zeiten erhalten: Die Jungs, die mir meinen neuen Handy-Akku verkauft haben, loben mich als „seriösen Käufer“.

 

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Ein Gedanke zu „Splitterbrötchen (XXX)

  1. In der Elser-Halle hatten sie Klappstühle, so schön kann kein Sänger singen, kein Schauspieler mir was erzählen, daß ich da noch einmal reingehe. Im Pathos-Transport haben sie auch Klappstühle, und beim letzten Besuch bin ich noch vor Ende der Vorstellung schimpfend auf der Straße gestanden, Skandal dafür Eintrittsgeld zu verlangen und dann auf diesen Stühlen. Im Kino werde ich bereits vor Ende der Werbung unruhig. In „Le Nozze da Figaro“ brannte mir im Nationaltheater der Hintern, 3,5 Stunden und man weiß mit seinen Beinen nicht wohin. Ich schaffte es nicht, vor Ende der Pause, mich aus meiner Verrenkung zu befreien.

    In einer Wiese am Staffelsee lag und saß ich vier Stunden mit wachsendem Vergnügen: „Hörst du Amsel, Drossel Fink und Star, und die ganze Vogelschar? Hier kann man schön…“

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