Splitterbrötchen (XIVC)

Millionen und Abermillionen investieren die Formel-1-Rennställe in Forschung und Weiterentwicklung. Und dann können diese Autos bei Regen nicht fahren.

Fantastische Schlagzeile im Wurstblatt meiner Krankenkasse: „Neue Schwindelambulanz in Berlin!“

Ich kann mich einfach nicht an die Rücksichtslosigkeit gewöhnen, mit der wohlgeratene Säue, die man gerade eben noch freudig durchs Dorf getrieben hat, plötzlich einsam auf dem Anger stehen gelassen werden: warum interessiert sich die Sportjournaille kaum noch für Hoffenheim?

Google zerstört den familiären Zusammenhalt. Früher gehörten Telefonanrufe wie „Sag mal, wie hieß noch mal das Buch…“ oder „Wir fragen uns gerade, von wem dieses Zitat stammt…“ zur Tages- bzw. Nachtordnung. Diese Anrufe gibt es nicht mehr, seit es Google gibt.

Splitterbrötchen (XIIIC)

Mit dem, was Krankenkassen alles nicht bezahlen, ließe sich vermutlich das Defizit des Staatshaushalts ausgleichen.

An alle, die gerade über eine „Interessenvertretung für Blogger“ nachdenken: jemand, der sich – aus welchen Gründen auch immer – nicht durchsetzen kann, wird es auch mit einer Interessenvertretung nicht schaffen. Eine gemeinsame Interessenvertretung kann nur eines effektiv leisten: ein Niveau vorgeben, das auch das   schwächste Mitglied, dessen Interessen vertreten werden sollen, erreichen kann. Interessenvertretungen müssen finanziert werden. Und das funktioniert ausschließlich zu Lasten derer, deren Interessen vertreten werden sollen.

Kochrezepte sind zweitrangig. In erster Linie bestimmt die Qualität der Zutaten die Qualität der Mahlzeit.

Eine kurze Nachricht an die Person, die mit der Suchanfrage „wie gulasch stundenlang kochen“ in die Netzecke   geraten ist: Einfach den Herd nicht ausschalten!


Vor Ostern: Windeier-Suche

Mensch, Herr Matthies,

das hätte ich ja nicht für möglich gehalten, was sie heute auf der Lokalseite des Tagesspiegel über Aprilscherze rausonkeln:

Das Dumme ist nun, dass all diese journalistischen Windeier sofort von den Bloggern im Internet verbreitet werden und sich dort, losgelöst vom Erscheinungstag, womöglich auf Dauer etablieren. Manch betagter Tagesspiegel-Scherz wird dort immer noch staunend als Wahrheit herumgereicht.

Jetzt bin ich natürlich furchtbar besorgt, ob ich Ihnen nicht auch auf den Leim gegangen bin. Schnell mal die Netzecke nach „Tagesspiegel“ durchsucht, um Himmelswillen, sechs Seiten! Also, Butter bei die Fische, welche der Meldungen, auf die ich mich bezogen habe, war ein Scherz?

Ach, bitte, Herr Matthies, geben Sie mir doch einen Tipp, welches das Windei ist. Oder ist etwa alles Quatsch, was Sie so in den Tagesspiegel hineinschreiben?

Tschö, der Chris