Wir leben in Zeiten, in denen Unwahrscheinlichkeiten stetig wahrscheinlicher werden. Wenn Politiker und die Medien mit ihrer elenden Säbelrasselei so weitermachen, werden, fürchte ich, bei der Bundestagswahl 2025 sehr viele Menschen, die jetzt noch nicht mal im Traum daran denken, die AfD. Aus dem ganz pragmatischen Grund, um dann einen Krieg gegen Russland zu verhindern. Diese widerliche Kriegstreiberei wird uns auch innenpolitisch richtig in die Bredouille bringen.

Durchsage an den Gesichterseher im Maschinenraum: Das wäre jetzt zu toppen. Auf die Idee, das Cover von „In the Court of the Crimson King“ ein paar hundert Jahre vor Erscheinen des Albums als KIrche nachzubauen, muss man erstmal kommen. Der Holländer wird doch immer wieder unterschätzt.
Die Weisheit der Woche:


Die Theater graben sich ihr eigenes Grab. Vor ein paar Tagen hatte am Broadway „Othello“ Premiere, mit Denzel Washington in der Titelrolle und Jake Gyllenhaal als Jago. Ohne Zweifel dürfte das schauspielerisch eine in jeder Hinsicht atemberaubende Show sein, nur: Wer wird sie sich anschauen können? Die Tickets kosten zwischen 219 und 921 Dollar, Welcher junge Mensch kann und will sich das leisten? Außergewöhnliche Schauspielerei ist aber haargenau das, was in jungen Menschen die lebenslange Begeisterung für Theater weckt. Wenn ihnen der Zugang dazu verwehrt wird, bleiben sie eben ein Leben lang zu Hause und nutzen die sehr viel günstigeren Streaming-Abos. Tja.
Kulinarischer Wochenhöhepunkt waren selbstgeklöppelte Rinderbacken in dicker, cremiger Sauce. Da ich das Tellerfoto mal wieder verwackelt hab, gibt’s den Runner-Up, einen überraschend schmackhaften Linseneintopf, der im Hoppegarten zum Skat gereicht wurde.

Eine befriedigende Antwort habe ich bisher nicht erhalten.
Kleiner Tipp für Freunde der Spannungsliteratur: Samuel Bjørk hat mit der mittlerweile fünfbändigen „Munch & Mia“-Serie eine höchst unterhaltsame Cop-Thriller-Reihe geschrieben, in dem er ein Ermittlerteam á la Sjöwall/Wahlöö oder Arne Dahl mit einem weiblichen Harry-Hole-Clone kombinierte. Hab ich wie nix weggelesen, hat Spaß gemacht1.


Ja, um Himmelswillen, dann macht doch die Schulen doch endlich wieder auf!
Wenn Sie Interesse am längsten Witz der Welt haben, 
Tja, über die Wiedereinführung der Wehrpflicht lässt sich ganz trefflich schwadronieren (sic!), besonders wenn man ein Alter erreicht hat, in dem man von ihr nicht mehr betroffen ist. Wenn ihr selbstbesoffenen Eisenfresser vor eurer endgültigen Vergreisung noch mal Krieg führen wollt, dann schafft gefälligst eine Berufsarmee, statt eine junge Generation durch den Fleischwolf zu drehen!
Sie wissen nicht, wie man ‚Gesteinformation“ schreibt UND sie haben vergessen, die entsprechenden Fotos in die Mappe zu legen. Muss man denn immer wieder bei Null anfangen?

Szenen einer Ehe:
Mir scheint, dass die liebenswerten Exzentriker, die früher unter der Bezeichnung „Hotelschreck“ subsumiert wurden, im Aussterben begriffen sind. Die haben sich wohl die Zähne an der teflonbeschichteten Kettenhotellerie ausgebissen.
Was die Politik baldmöglichst liefern sollte: eine ernstzunehmende Kriegsvermeidungsstrategie. Ich habe überhaupt nichts dagegen, dass wir uns bis an die Zähne bewaffnen, um den Herrn in Moskau davon abzuhalten, weitere Grenzen zu überschreiten. Aber dann brauchen wir einen Plan, wie wir diese Waffen einsetzen, ohne sie zu benutzen. Sonst droht das gleiche wie 1914: Da waren die Arsenale voll, und als die letzte Eskalationsstufe erreicht war, wurde losgeschossen, weil man keinen anderen Plan hatte. Man sollte wissen, wie man die Waffen nicht einsetzen kann, die man anschaffen will.
Verstehe ich 
Wie soll man hierzulande an ein Huhn dieser Größe und Qualität kommen? Das ganze Video:
Die Erkenntnis, dass „Schuldenbremse“ tatsächlich ein Anagramm von „Der muss blechen“ ist, verdanke ich
Was nicht jeder weiß: Viele Selfies lassen sich verhindern, indem man einfach „Nein, den alten Sack fotografier ich nicht!“ sagt und das Handy wegsteckt.
Es handelte sich um offensiv gewürzten gebackenen Tofu mit allerlei aromatischem Asia-Gemüse-Gedöns, küchentechnisch perfekt gemacht und harmonisch abgeschmeckt.


Der amerikanische Vize-Präsident sieht in Europa die Meinungsfreiheit in Gefahr. Überraschung: Das muss so! Die Meinungsfreiheit muss immer in Gefahr sein, denn dabei geht’s darum, gefährlich sein und unbequeme Wahrheiten sagen zu dürfen. Das stößt denjenigen, die die Macht im Staate haben, in der Regel sauer auf, und sie versuchen dem, einen Riegel vorzuschieben, auch in Demokratien wie der unseren; die Liste reicht von „
Die kulinarische Entdeckung der Woche war „
Hört der Quatsch auf, wenn ich drei Fläschchen Schlangenöl bestelle?
… auch nicht von schlechten Eltern ist.
Solange Politik und Presse den Kontext von irgendwelchen Äußerungen wichtiger nehmen als die Lebensumstände der Bürger, wird sich an der allgemeinen Politikverdrossenheit wenig ändern.