Splitterbrötchen (CXLVIII – Madrid-Edition)

Der Triumph des Intellekts über die Leidenschaft sollte logisch und daher kein Grund für Traurigkeit sein. Sollte.

Wenn ich nix verpasst habe, hat es in diesem Spiel keinen einzigen Abseitspfiff gegeben. Gab es vorher schon mal ein Finale ohne Abseits-Situation?

Die Erkenntnis aus diesem Finale: Ballbesitz kann nichts, Effizienz alles sein.

„Wenn es eng wird, gewinnt derjenige, der etwas riskiert.“ Das hat mir vor ein paar Jahren Tennis-Trainer Wolfgang in Waging mit auf den Weg gegeben. Trainer Wolfgang ist auch in diesem Finale bestätigt worden: Mourinho hat alles auf eine Karte gesetzt, die Dominanz des van-Gaal-Systems in Kauf genommen und auf die individuelle Klasse seiner Konter-Spieler vertraut. Man braucht sehr, sehr viel Mut, um sich für solch eine Taktik zu entscheiden.

Warum Inter letztlich gewonnen hat: weil die Bayern ihr Spiel nicht umgestellt haben, als Klose eingewechselt wurde. Spieler wie Klose muss man mit Flanken füttern, ansonsten macht ihr Einsatz keinen Sinn.

Schließlich und endlich: Romantiker müssen stur sein. Ein Mensch, der nicht starrsinnig ist, kann kein Romantiker sein. Louis van Gaal ist der letzte fußballerische Romantiker.

Rock on, Louis!

Ein Gedanke zu „Splitterbrötchen (CXLVIII – Madrid-Edition)

  1. Ist das denn nun einfach ein Umkehrschluss? Weil er stur ist, ist er Romantiker? und ist damit jeder Starrsinn nur Ausdruck von Romantik? Wie so viele bin ich ein wenig skeptisch, was die Rot-Weißen aus der Landeshauptstadt angeht, wobei sie bei mir eindeutig Sympathien dazugewonnen haben, seit ich in Berlin lebe – soviel Häme und Abneigung hat kein Verein verdient, höchstens vielleicht der Club…aber ehrlich, ich glaube, sie wären nach einem Triple nicht mehr zum Aushalten gewesen.

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