Splitterbrötchen (DXVIII)

Schockmoment der Woche: Barry Manilows Outing traf mich unerwartet wie ein Keulenschlag. Das hätte ich nie für möglich gehalten. Genau wie damals bei Siegfried und Roy.

Obwohl sie überhaupt nicht komisch ist, brachte mich die Headline „Kardinal Marx fordert höhere Besteuerung von Vermögen und Kapital“ zum Lachen.

Und dann las ich was von der „Verrohung der bürgerlichen Gesellschaft.“ Nun denn, vor fünfzig Jahren war’s die Jugend, die verrohte. Damals lag es an Comics und Beatmusik. Wer oder was ist heute schuld?

Streaming-Empfehlung: „Bauernopfer“ – sehr, sehr gut gemachter Spielfilm über den WM-Kampf Spasski-Fischer, an den ich mich noch sehr gut erinnere. Fischer war – nach meiner Erinnerung – damals längst nicht so verrückt, wie er heute dargestellt wird.

„Thomas Tuchel – der fleischgewordene Verzicht auf Kohlenhydrate. Kollege Ancelotti hingegen bevorzugt Carbonara.“ Wolf Fuß wächst.

Jetzt wird’s spannend: Carsten aus dem Mitzwinkel vermisst seit mehreren Jahren ein Victorinox „Swiss Champ“ mit 33 Werkzeugen. Fressacks infame Waschmaschine hat bei der drittletzten Wäsche einen linken schwarzen Socken einbehalten.  Sollten Messer und Socke durch bloße Erwähnung in den Splitterbrötchen wieder auftauchen (wie mein Officemesser), haben wir möglicherweise ein zukunftsträchtiges Geschäftsmodell.

Und, ja, Anti-Semitismus ist hierzulande auch in den kultiviertesten Haushalten gang und gäbe. Um das zu beweisen, genügen meist ein, zwei Gläser Wein und ein verschwörerisches Zwinkern.

Als ich eben zur Sicherheit „gang und gäbe“ nachschlug, überraschte mich Fa. Duden mit Werbung für ein „Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle“. Sollte nicht das Hauptwerk des Hauses haargenau diese Fälle zuverlässig beseitigen?

Immerhin, das verzweifelte Suchen nach Halt in Sachen B.M. führte mich zu diesem gelungenen Song.

Wo wir bei Trouvaillen sind: ich hätte da noch eine zur Streaming-Empfehlung.

Ich liebe das Internet!

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