Splitterbrötchen (CCCXXVI)

Sportlich habe ich derzeit gegen den FC Bayern München nichts, aber auch gar nichts einzuwenden. Triple gewonnen, Super-Kader, besten Trainer der Welt engagiert, der total lässig auf Weltmann macht…  Trotzdem: gelegentlich, wenn keiner guckt, sehne ich mich nach den Zeiten zurück, in denen unser Trainer nach Titelgewinnen die Lobby vom Kempinski-Hotel auf allen Vieren betrat, um dort mit Orangen nach dem Wandrelief zu werfen. Vermutlich bin ich pervers.

Das hab ich hunderte Mal gemacht, das ist mittlerweile eine fließende Bewegung von katzenhafter Eleganz: Schublade auf, Korkenzieher raus, Schublade zu, Eisschrank auf, Weinflasche raus, Schublade auf, Korkenzieher rein, Schublade zu, Schraubverschluss auf.

Gewissensfrage: Darf ein überzeugter Veganer sich einer Salami-Taktik bedienen?

Den Tweet der Woche verdanken wir John Honigmanoever:

 

Als ich geboren wurde, hatten in diesem Land gruselige alte Männer das Sagen. Ich habe mir damals geschworen, kein gruseliger alter Mann zu werden. Ist manchmal gar nicht leicht, den Schwur einzuhalten.

Wann genau wurde eigentlich “Muss richtig Scheiße aussehen“ zur ästhetischen Prämisse für einen deutschen Fernsehfilm?

Print scheint in die Knie zu gehen. In dieser Woche habe ich im Schnitt 2 Cold Calls von Druckereien pro Tag bekommen.

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