Splitterbrötchen (DCXXIX)

Dem Vernehmen nach ist Jorge González in Wirklichkeit ein in Emmendingen geborener Lehrer für Deutsch und Erdkunde, der kein Wort spanisch spricht und bei RTL ohne Bezahlung seinen Traum von der Schauspielerei lebt.

Der kulinarische Wochenhöhepunkt ist diesmal eine fotografische Mogelpackung. Die abgebildete, ausgezeichnete Linsensuppe mit KReukümmel, Knoblauch und chön charfer Chroizo aus dem Steglitzer Hoppegartem war nämlich nur der Runner-Up. Unangefochtener Sieger war mein derzeitiges Lieblings-Soulfood, Filetto Gorgonzola im Mare Monte. Dieses Gericht ist aber leider unfotografierbar. Nehme ich es auf, wie es vor mich hingestellt wird, sieht man lediglich einen undefinierbaren Klops unter weißer Sauce. Schneide ich es aber an, vergesse ich mich und esse das wunderbar medium rare gebratene Filet und die Gorgonzolasauce ratzfatz auf, bevor ich mich daran erinnere, dass ich das Gericht ja eigentlich fotografieren wollte.

Jede Jugend trifft auf die gleichen, bornierten alten Säcke, die das Zuhören verlernt haben. Die scheinen unsterblich zu sein.

Welcher merkbefreite Marketing-Idiot kommt auf die Idee, einen Glasreiniger „Denk mit“ zu nennen. Oder soll das eine Anregung sein, die Mutter aller Verschwörungstheorien entwickeln? „Mein Gott, wer hätte denn gedacht, das ausgerechnet der Glasreiniger übernehmen würde?“

Warum müssen Milch und Kartoffeln eigentlich grundsätzlich mit einem besserwisserischen Geräusch überkochen?

Seit ich diese Woche auf meinem Handy einen neuen Klingelton eingestellt habe, werde ich signifikant öfters angerufen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Und heute ist St. Patrick’s Day. Man könnte ja zur Abwechslung mal eine Piano Bar aufsuchen.

Ein Gedanke zu „Splitterbrötchen (DCXXIX)

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