Splitterbrötchen (DCXXXIV)

Das Internet holt verlässlich das Beste und das Übelste aus den Menschen heraus. Bei Katastrophen wird das besonders deutlich.

Menschen, die politisch anders denken, können in der Sache durchaus recht haben. Warum das mittlerweile so schwer aushaltbar ist, entgeht mir.

Ich hatte in den letzten Wochen mal wieder vermehrt mit Fa. Vodafone zu tun und habe mehrere Male recht angeregt mit der Hotline plaudern müssen. Meine Einschätzung ist die gleiche wie vor ein paar Jahren: Eins von Vodafones Geschäftsmodellen besteht darin, den eigenen Kunden kostenpflichtige Fallen zu stellen, in der Hoffnung, dass sie nichtsahnend reintappen. Und wenn der Kunde dann in der Falle sitzt, berechnet man ihm für die Freilassung die Gebühren aus dem Kleingedruckten. Diese Vorgehensweise hat m. E. seit Jahren System.

Kulinarischer Wochenhöhepunkt: Spargel, natürlich. Mit Kalbsschnitzel und Champignonrahmsauce.

Aldi ist jetzt der „vegan-freundlichste Discounter“. Demzufolge bin ich, da ich da trotzdem noch einkaufe, der „Marketingdumpfbacken-freundlichste Kunde“. Win-Win-Situation! Endgeil!

Ein Mann telefoniert mit der Vodafone-Hotline. Während des Gesprächs erscheint ihm plötzlich eine Fee. „Guter Mann“, sagt sie, „du wurdest auserwählt. Du hast einen Wunsch frei. Du kannst dir wünschen, was du willst.“ – „Nun“, sagt der Mann, „ich bin von Autobahnen fasziniert. Ich wünsche mir eine Autobahn von Europa nach den USA, von Paris nach New York, quer über den Atlantik.“ – „Guter Mann“, antwortet die Fee, „geht’s auch eine Nummer kleiner? Wir Feen können zwar so einiges, aber ein solches Wunder… Wünsch dir bitte etwas anderes.“ – „Okay“, sagt der Mann und schaut auf den Telefonhörer, aus dem die Wartemusik der Vodafone-Hotline scheppert. „Vielleicht kannst du mir mit Vodafone helfen, die schaffen es nicht, meine alte Telefonnummer auf meinen neuen Anschluss zu portieren…“ – „Reden wir nochmal über diese Autobahn. Zweispurig oder vierspurig?“

Wer anderen Leuten vorschreiben möchte, wie sie ihr Geld auszugeben haben, muss logischerweise auch die Entscheidungshoheit über seine Puseratzen aufgeben. Nicht schön, nicht wahr?

Woran dachte ich, als ich das erste Mal „in echt“ vor Notre Dame stand? Selbstverständlich an „Vidocq“1, eine geniale TV-Serie, die 1970 sonntagnachmittags gesendet wurde2: düster, gefährlich, mordsspannend. Ein paar Folgen findet man noch in der französischen OV auf youtube.

  1. Nein, nicht „Die Abenteuer des Monsieur Vidocq“, dieser weichgespülte Quatsch lief ein paar Jahre später.
  2. und immer wieder Notre Dame ins Bild brachte

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