Splitterbrötchen (DCCCXI)

Es ist unglaublich, was ein ehemaliger deutscher Außenpolitiker in meinem Unterbewusstsein anrichtet, wenn ich „Genschere Crispr“ lese.

Ja, ich weiß, von Covid19 haben wir alle die Schnauze voll, aber sowas von. Da will ich nichts mehr drüber hören, jetzt ist Schluss. Okay, einverstanden. Aber vor dem persönlichen Lockdown bitte noch diesen brillanten Text von Thomas Fischer lesen.

Auch im Bereich Resignation ist antizyklisches Handeln zu bevorzugen.

Vorschlag: Installierung eines Corona-Phrasenschweins in den sozialen Netzwerken. Jeder muss, bevor er weiterposten darf, bei Facebook, Twitter und Co. seine Kreditkartennummer angeben. Und für jedes „Risikogruppen isolieren“, „Herdenimmunität“, „an oder mit Corona“ usw. werden automatisch 3 Euro vom Konto abgebucht. So finanzieren wir einen Lockdown, der bis 2023 dauern kann.

Der kulinarische Wochenhöhepunkt blieb aus Gier-Gründen unfotografiert: die erste Lieferung Melsunger Rübenwurst (nebst der ein oder anderen nordhessischen Fettigkeit) war eingetroffen, also wurde das Prachtstück gebraten und mit Kürbisgemüse und Sauerkraut auf den Tisch gebracht. Sen-sa-tio-nell. Gepriesen sei Team Willi Ross!

Wir haben uns jetzt auch ein paar Folgen der Netflix-Serie „Emily in Paris“ kennengelernt. Die Franzosen werden hier als faule, verfressene, versoffene und sexsüchtige Kettenraucher dargestellt. Also genau so, wie ich diese großartigen Menschen kennen und schätzen gelernt habe. Kleine Kostprobe:
Emily: „Rauchen verursacht Krebs und Diabetes!“
Paul: „Ja. Aber Rauchen ist ein Vergnügen. Und was wären wir ohne Vergnügen?“
Sylvie: „Deutsche?“

Die Öffentlichkeitsarbeit der Regierung ist verbesserungsfähig. Warum verkauft man Einkommenseinbußen, Zuhauserumhocken, Verzicht auf Lebensqualität und Sorge vor Ansteckungen negativ als „Lockdown“? Warum nicht positiv als „proaktives landesweites Training für den Ruhestand“?

Und Bluetooth ist ein ehrenwerter Mann…

Der Gag heiligt die Mittel.

Der Tagesspiegel lässt – hinter der Paywall – einen „Profi-Umarmer“ zu Wort kommen. Überraschenderweise diagnostiziert der einen Mangel an Körperkontakt in unserer Gesellschaft. Wie gut, dass es Experten gibt, die uns die Welt erklären.

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