Splitterbrötchen (DCCCXXIII)

Was nicht jeder weiß: Donald Trump ist der einzige Schauspieler aus „Kevin allein in New York“, gegen den zweimal ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet wurde.

Endlich ist die Situation bereinigt.

Der Tweet der Woche gelang Herr Kaltenbach1 vor mehr als einem halben Jahr2: „Aus Respekt und Selbstachtung sieze ich mich bereits seit mehr als zehn Jahren und habe damit durchweg positive Erfahrungen gemacht. Selbstgespräche verlaufen meist sehr diszipliniert und man bleibt professionell distanziert, auch und gerade in schwierigen Situationen.“

Immer, wenn Saurons Döpfners Springer-Horden mit einer Kampagne scheitern, freu ich mich wie ein kleines Kind.

Im dritten Anlauf hab ich’s unfallfrei lesen können: Startelfeinsatz.

Was mich im Superwahljahr wundert: dass m. W. noch keine Partei und kein Politiker die Ausweitung und bessere Finanzierung des Gesundheitswesens zum Programm gemacht hat. Geld für die Gesundheit kommt beim Wähler an. Das Brexit-Referendum war u.a. deshalb erfolgreich, weil man den Wählern vorlog, man würde durch den Austritt Milliarden sparen, die man dann ins Gesundheitswesen stecken würde.

Ich bin so alt, mir wurden noch „Heftchen“ verboten und keine Comics.

Diese Woche hatte zwei kulinarische Höhepunkte: Einmal ein Blumenkohl in Chilibutter, den ich spontan nach einem Rezept von Petra Holzapfel nachkochte, der obwohl ganz ausverschämt lecker …

… nur den zweiten Rang erreichte. Den ersten musste er der besten, geduldigsten Gemahlin von alle überlassen, die bei einem ihrer seltenen Gastspiele in der Küche mit einem toskanischen „Peposo“ triumphierte.

Immer öfter bekomme ich Werbung für irgendwelchen Schreibkram in den Browser gespült, die Stockphotos mit Schreibmaschinen benutzt, vermutlich um mit irgendeinem nostalgischen Touch zu punkten. Diese Art der Werbung ist abschreckend. Wer sich nach Schreibmaschinen zurücksehnt, ist total irre.

Was auch nicht jeder weiß: Dummköpfe erkennt man daran, dass sie ihre Nasenlöcher zeigen.

 

 

  1. Interessantes Problem: Hätte ich Herrn Kaltenbach schreiben müssen? Andererseits ist „Herr Kaltenbach“ der Twittername, und den sollte man doch nicht beugen, oder?
  2. Er wurde mir erst diese Woche in die Timeline gespült

3 Gedanken zu „Splitterbrötchen (DCCCXXIII)

  1. Den Peposo habe ich nachgekocht, nachdem ich das Rezept auf deiner anderen Seite gefunden habe. Beim nächsten Mal nehme ich noch mehr Pfeffer, ich hätte nur Sauce mit Pfeffer essen mögen.
    Leider hat mir der Metzger einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wade gab es nicht mehr und dann habe ich mich zur Flachen Schulter breitschlagen lassen (wollte es unbedingt kochen) und das ist, wie wir hier sagen,“ a weng hantig gworn“. Beim nächsten Besuch ziehe ich dem Mann die Ohren lang. Ich schmore gerne so einfache Stücke vom Rind, beispielsweise auch Zwerchrippe, da kommt dann noch etwas Sternanis dazu, himmlisch (Zwerchrippe gibt es hier fast nur noch ausgelöst, kein Knochen mehr drin, eine Schande).
    Denkst du, man könnte das auch mit Ochsenbacken machen? Die bringen ja immer eine wunderbare Sauce hervor.
    Na, jedenfalls werden die Reste heute gepullt, dann sollte es netter zu essen sein.
    Danke für deine Anregung zu diesem sehr schmackhaften Gericht.

  2. Mir fehlt noch Rosen Harissa, dann lege ich los.
    Was auch gut ist: 1/3 helles Miso vermischt mit 2/3 Butter. Passt auch sehr gut zu den Rosenkohlröschen. Das Rezept ist von Chrissey Teigen, die damit Spaghetti Carbonara zubereitet, Italiener bitte einfach weghören;-)

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