Splitterbrötchen (DCCCXXXI)

Merkel hört auf, Löw hört auf, Bohlen hört auf… Wollten die sich alle nicht chippen lassen, oder warum tauscht Bill Gates gerade die ganze Führungsriege aus?

Die Tatsache der Woche lieferte Stephanie K. auf Twitter: „Der letzte deutsche Offizielle, der einen Beschluss zügig umgesetzt hat, war Günter Schabowski.“

Der taz ist mal wieder ein Vogel in Archäopteryx-Größe vor die Flinte gekommen:

Die BILD hingegen schreibt, dass Tim Toupet einen Geheimplan hat, um den Ballermann zu retten. Irgendwer verliert gerade den Kontakt zur Realität.

Was nicht jeder weiß: Man kann durchaus weniger Fleisch essen, wenn man stattdessen pro 100g weggelassenem Fleisch mindestens 0,25l Wein trinkt. Weil man sich nicht mehr daran erinnert, was man gegessen hat, vermisst man das Fleisch überhaupt nicht.

Die Bildunterschrift der Woche gelang der Berliner Morgenpost unter diesem Artikelfoto. Plötzlich war alles einfach und klar.

Am Montag stolperte ich über ein englisches Wort, dass mir unbekannt war. Als ich es nachschlug, stellte ich erfreut fest, dass es mich perfekt einordnet. I’m proud to be an ultracrepidarian!

Franz Josef Göbel ist gestorben. Die Stadtklause, eine der angenehmsten Kneipen Berlins, hat Herz und Seele verloren.

Ein Handwerker bezeichnete den an der Wand hinter meinem Schreibtisch hängenden „Wilson T 2000“ 1 als „Federballschläger“. Meine Berichtigung, dass es sich um das Tennisschläger-Modell handelt, das Jimmy Connors jahrelang gespielt hat, ließ ihn kalt. Als ich jedoch „Das war mal der teuerste Tennisschläger der Welt“ nachschob, hatte ich seine volle Aufmerksamkeit.

Kulinarischer Wochenhöhepunkt war ein ausgezeichnetes Couscous mit Merguez aus dem La Casserole in Steglitz. Französisches Essen am Hochzeitstag genießen wir sonst direkt vor Ort, in Paris… ach, nächstes Jahr!

Ich würde sofort ein Wasserbett kaufen, wenn einmal im Jahr Captain Jack Sparrow käme, um das Teil zu warten.

Am Freitagabend entsetzt beobachtet, wie ein Isländer Wiener Walzer getanzt hat. War das jetzt „nur“ ekelerregende kulturelle Aneignung oder schon flagranter Rassismus?

Und dem nächsten, der mir mitteilt, dass wir in bewegten Zeiten leben, gewähre ich gern Einblick in die Mündungsrohre meiner Pumpgun.

Die Abstandsregeln funktionieren übrigens sehr gut. Ich habe das erste Jahr meines Lebens ohne Erkrankung der Atemwege hinter mich gebracht. Vermutlich werde ich mich jetzt, kaum dass ich das geschrieben habe, irgendwie erkälten.

  1. Nach wie vor mein Lieblingsschläger. Ein auch den kleinsten Fehler nicht verzeihendes Biest, das aber, wenn man alles richtig gemacht hat, in Sachen Ballgefühl und Feedback nach wie vor unerreicht ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.