Splitterbrötchen (DCCCXL)

Gestern hat der Lewy den Torrekord vom Gerd eingestellt. Ich hatte das große Glück, den Gerd noch im Olympiastadion spielen sehen zu dürfen1. Wir waren gesegnet, damals, und wussten es nicht.

Auf Twitter krittelt man mit atemberaubender Kleinkariertheit am Universitätsabschluss von Frau Baerbock rum. Was soll das? Willy Brandt hat überhaupt nicht studiert und war einer der besten Bundeskanzler, die wir hatten.

Sich an Diskussionen zu beteiligen, bei denen die Teilnehmer ihr Möglichstes tun, die anderen misszuverstehen, ist die Masterclass der Masochisten.

Der FC Bayern München hat seine Mitglieder um Namensvorschläge für die neue Vereinsgaststätte gebeten. Selbstverständlich habe ich ohne eine Sekunde zu zögern „The Ambry“2 vorgeschlagen.

Den Twitterlacher der Woche verdanke ich pfotenhauer: „Offensichtlich ist es unhöflich, jemandem an die Stirn zu tippen und ‚Intro überspringen‘ zu sagen, wenn er anfängt, mit einem zu reden.“

Seit ich mir angewöhnt habe, bei Neuigkeiten grundsätzlich erstmal „Ist das jetzt gut oder schlecht?“ zu fragen, genieße ich ein orientiertes, entspanntes Gesprächsklima.

Gibt’s für japanische Autos eigentlich auch Samurai-fen?

Wenn man diskutiert, um Erkenntnisse zu gewinnen, tauscht man Argumente aus. Wenn man diskutiert, um die Diskussion zu gewinnen, bringt man Emotionen an den Start.

Erneut hab ich den kulinarischen Wochenhöhepunkt nicht fotografiert. Diesmal war’s Ente kross mit Curry-Gemüse, selbstgeklöppelt. Eins dieser Gerichte, bei denen man  falsch machen kann, was man will: es schmeckt trotzdem.

Nochmal zum Mitschreiben für die geistig ganz Hartleibigen: Wenn jemand vor einer Gefahr warnt, dann will er verhindern, dass etwas Schlimmes passiert. Wenn dieses schlimme Ereignis dann NICHT eintritt, dann war der Warnende eben erfolgreich und hat NICHT Panikmache betrieben. Ist das wirklich so schwer zu begreifen?

Ich lege mich endgültig fest: der beste Spieler aller Zeiten.

 

  1. Und den Franz, den Sepp, den Uli, den Katsche… hach…
  2. So hieß Gerd Müllers Steakhaus in Fort Lauderdale. Musste ich natürlich nicht googlen, im Bereich „sinnloses Wissen“ bin ich der Rekordmeister.

2 Gedanken zu „Splitterbrötchen (DCCCXL)

  1. Guten Tag,
    bei dem George Best Video hatte ich den Eindruck, dass die Spieler damals fairer miteinander umgingen — oder irre ich mich da?

    Gruß
    Jens

  2. „Fairer“ würde ich nicht sagen, es gab und gibt immer Spieler, die fehlende Technik durch Härte wettmachen. Aber das Spiel war damals deutlich körperloser und langsamer. Heutzutage muss der Ballführende ja damit rechnen, dass spätestens 5 Sekunden nach Ballannahme ein Gegner in ihn reingrätscht, damals waren das eher 10 bis 15 Sekunden, die man Zeit hatte, um etwas mit dem Ball anzufangen.

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