Splitterbrötchen (DCCCXIIL)

Beim Versuch, dumme Menschen zu beeindrucken, schreckt man meist die klugen Menschen ab.

„Befremdlich“ ist für das, was im Netzwerk von nebenan.de gelegentlich abgeht1, eine stark untertreibende Bezeichnung. Aber muss man den Laden für Posts mit Headlines wie „Zu verschenken: Elektro-Müll“ oder „Ich habe Zucchini gekauft!“ nicht einfach lieben?

Den kulinarischen Wochenhöhepunkt erlebten wir in der Brasserie Lamazère, in die die beste, geduldigste Gemahlin eingeladen hatte. Zwischen Lieblings-Vorspeise (Oeufs en Cocotte) und aufregendem Dessert (Himbeeren im weiße Schokolade-Creme-Schiffchen mit Himbeersorbet auf Himbeercrunch) eingeklemmt kam eine absolut amtliche Cote de Boeuf mit der besten Sauce Hollandaise, die ich seit Jahren gegessen habe.

Julian Reichelt hat auf BILD-Online einen Kommentar rausgehauen: „Weil die Bundesregierung es nicht macht: Wir bitten alle Kinder um Verzeihung.“ Hm. Wie wäre es mit „Weil die Bundesregierung es nicht macht: Wir schenken jedem Bürger 50.000 Euro und ein kleines Bier?“

Kultureller Wochenhöhepunkt war das Durchbingen der 3. Staffel der „Kominsky Method“. Leider ohne Alan Arkin, leider nur sechs Folgen, aber wieder mit brillanter Schauspielerei und dieser wunderbaren Mixtur aus Hammer-Gags und hemmungsloser Sentimentalität.

Liebe Frau Bundeskanzler, wäre es nicht eine gute Idee, die Außengastronomie möglichst schnell wieder zu schließen? Bevor ich in die Pleite schliddere?

Wirklich, Firma HIT-Ullrich? „Hausgemachte“ Doraden? Ganz sicher?

Wenn wir alle Fehler, die wir je gemacht haben, aus dem kollektiven Gedächtnis  streichen, werden wir sie wieder machen.

 

 

  1. Eine Nachbarin hat mal ernsthaft um Vorschläge gebeten, wie man den „Brennpunkt“ Cranach-/Ecke Beckerstr. verkehrstechnisch „entschärfen“ könne.

2 Gedanken zu „Splitterbrötchen (DCCCXIIL)

  1. Pingback: Hirnfick 2.0 » Samsara Blues Experiment - Into the Black // Drei Religionen mit einem Problem

  2. Etwas schade, nur sechs Folgen „Kominsky Method“. Für meinen Geschmack kriegt man Michael Douglas viel zu selten zu sehen.
    Ich mochte auch „Wonderboys“ sehr, und mit „Liberace“ hat er mich endgültig erobert. Er spielt das alles mit leichtem Händchen und Eleganz und scheinbar mühelos.
    Ich hatte den nie so auf dem Zettel, aber er ist sicher einer der unterschätztesten Schauspieler.

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