Splitterbrötchen (DCCCLXIV)

Für meinen Zapfenstreich wünsche ich mir „Je t‘aime“, „Tiptoe through the Tulips“ und „Revolution No. 9“ vom Weißen Album. Einfach, um mal eine Militärkapelle mit diesen Titeln umgehen zu hören.

Ich wusste es immer: Stephen Fry und ich sind Brüder im Geiste, mit einem ganz, ganz starken Band verbunden.

Ich muss dieser Tage öfters an Sigmar Gabriel denken. Bei Gott nicht alles, was dieser Mann gesagt und getan hat, hat mir gefallen, aber als er Pegida & Co als Pack bezeichnete, hat er mir aus dem Herzen gesprochen: Genau das sind nämlich diese sozial herausgeforderten, rechtsnationalistischen Widerlinge. Und wie ist Sigmar Gabriel für diese Äußerung von seinen Kollegen angefeindet worden. Sowas dürfe man über diese Leute nicht sagen, man müsse doch die Sorgen dieser Bürger ernst nehmen… Jetzt erleben wir, was daraus wird, wenn man so tut, als würde man die Sorgen dieses Packs ernst nehmen.

Endlich kann ich meiner mega-erfolgreichen Serie „Die beste, geduldigste Gemahlin von allen fotografiert Dinge“ eine neue Folge hinzuführen. Diesmal Action-Fotografie: Sie fotografiert „Steak Frites“ beim Lieblingsfranzosen.

Zum Monatsanfang habe ich das Umwelt-Abo, dass ich seit 30 Jahren bei den Berliner Öffis habe, gegen das Rentnerabo „65plus“ getauscht. Älter werden fühlt sich immer noch komisch an. Krückstockfuchtel, Krückstockfuchtel!

Kulinarischer Wochenhöhepunkt war der Hauptgang eines Menü im „Pastis„, zu dem die beste, geduldigste Gemahlin von allen eingeladen hatte. Ich hatte mir den „Boris-Johnson-Teller“1 bestellt: Steak Tartar mit Strohkartoffeln.

Runner-Up war „Number One“, die erste Gans des Jahres, die ich kurz nach dem Hochladen der Splitterbrötchen am letzten Sonntag in den Ofen geschoben hatte.

Diese Woche war ich beim Friseur (Barber Shop Berlin in der Rheinstraße, sehr zu empfehlen). Ich bin mir sicher, dass mir da das Phantom die Haare geschnitten hat. Er hatte sich zwar ziemlich gut getarnt (kein Trikot, keine Maske), aber er hatte vergessen, den berühmten Totenkopfring abzulegen. Daran hab ich ihn erkannt.

Der Facebook-Spaß der Woche:
„Ein Pessimist sieht einen dunklen Tunnel.
Ein Optimist sieht das Licht am Ende des Tunnels.
Ein Realist sieht einen Güterzug.
Der Lokomotivführer sieht drei Idioten, die auf den Gleisen stehen.“

Mein Unterbewusstsein versucht verlässlich, mich zu schützen: Immer, wenn ich mich mit anderen Vollidioten auf eine kreuzdämliche Sache einlasse, gaukelt es mir vor, Teil einer kleinen, elitären Minderheiten zu sein.

Wer offene Briefe an Menschen, die er nicht kennt, schreibt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.

Eine Covid-Variante namens „Mariacron“ würde mir ernsthaft Sorge bereiten.

Letzten Montag war Karl Lauterbach ausnahmsweise mal nicht bei „Hart aber fair“ eingeladen. Und was haben die Gäste gemacht? Sie haben über ihn gesprochen. Mehr Omnipräsenz geht nicht.

 

  1. Nur Spaß, nur Spaß!

5 Gedanken zu „Splitterbrötchen (DCCCLXIV)

  1. Den „Boris Johnson Teller“ würde ich ohne Umschweife hier und sofort verputzen wollen. Leider kenne ich keine Adresse hierfür in der bayerischen Landeshauptstadt.

    • Ulkigerweise habe ich Steak Tatar mit Strohakrtoffeln zum ersten Mal in Münchem gegessen, in einem kleinen, französischen Restaurant in Schwabing, das hieß „Occam Bistro“. Den Laden gibt’s (natürlich) nicht mehr.

  2. „Tip Toe Thru The Tulips“ kannte ich noch gar nicht und hab es mir erst jetzt angehört. Ziemliche Überraschung, da auf einmal sehr gediegene Gitarrenarbeit zu hören. Soso, Nick Lucas. Aber vielleicht könnte Karl Koch das ja auch hinkriegen.

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