Splitterbrötchen (DCCCLXIX)

Weltidee: Deutscher Western über den Sohn eines Großgrundbesitzers, der die Ländereien seines drakonischen Vaters übernimmt und sich gegen Angriffe von Banditen, neidische Nachbarn etc. durchsetzen muss. Titel: „Die Weiden des jungen Lerther“ Hammer, wa?

Ein Blick auf die Titelseiten französischer, englischer, spanischer und amerikanischer Zeitungen erstaunt: da findet sich jeweils maximal ein Artikel über Covid-19, meist unten auf der Seite.

Wer sich selbst zum alleinigen Maßstab aller Dinge macht, führt ein begrenztes, ödes Leben.

Auch für den, der glaubt, schon alles gesehen zu haben, ist ein Video, in dem Lukaschenko für Steven Seagal ein Möhrchen schrappt und ihm nach kennerischer Klopfprobe eine Wassermelone schenkt, vielleicht ein wenig verstörend.

Beim Versuch, eins dieser Impflichter, die jetzt in aller Munde sind, zu bestellen, gescheitert. Amazon war nicht hilfreich.

Große Spaß-Entdeckung: Wordle. also Mastermind mit englischen Wörtern, leider bzw. Gottseidank nur eine Aufgabe pro Tag. Heute war ich eher schwer von Begriff.

Wordle 204 6/6

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Kulinarischer Wochenhöhepunkt war der Erstbesuch des Atlantik Fischrestaurants am Innsbrucker Platz, zu dem die beste, geduldigste Gemahlin von allen eingeladen hatte. Zur Vorspeise hatten wir uns frittierte Miesmuscheln – sehr reichliche Portion, wäre mit Beilagensalat auch als Hauptgang für eine Person durchgegangen – geteilt, zum Hauptgang genoss ich exzellenten Oktopus vom Grill mit Knoblauchmayo. Der Service war außergewöhnlich herzlich, als ich beim Wein die italienische Kreszenz verschmähte und ein türkisches Gewächs orderte, kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr. Und Live-Musik gab’s auch. Toller Laden.

Runner-Up war ein küchentechnisch perfektes, auf den Punkt medium-rare gebratenes Pfeffersteak im Zehlendorfer Hof 1, das sich auf der Ziellinie selbst um den Sieg brachte, nämlich durch das kulinarische Lowlight der Woche, einen Salat mit einem Dressing, das Maßstäbe in Sachen Gaumen-Ödnis setzte.

Vielleicht versucht man’s bei ProSieben mal mit „The Masked Pantomime“, ganz ohne Ton. Dieser dauernd wiederholte Jingle nervt ohne Ende.

Während Djokovic versucht, seinen Vornamen in „Novax“ ändern zu lassen, verfolgt Australien eine Zero-Kovic-Politik.

Der SPIEGEL-Titel der Woche, die meinem Geburtstag folgte. Eine Woche später hätte ich Sartre gehabt, zwei Wochen später sogar Elvis. Hmmpf.

Worauf ich wirklich gespannt bin: Wie die Polizei reagieren wird, wenn die Linken  demnächst mal „Spaziergänge“ nach Art der Querdullis veranstalten werden. Ob man dann ähnlich verständnisvoll reagiert, oder ob nicht doch zufällig der Schlüssel zur Garage mit den Wasserwerfern wieder auftaucht.

 

  1. Einladung der weltbesten Schwiegermutter, wie’s derzeit aussieht, schnorr ich mich 2022 so durch

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