Splitterbrötchen (DCCCXCIX)

Auf Facebook, Twitter und Instagram bin ich ja nur zum Blödeln und um gelegentlich ein bisschen Foodporn zu posten. Trotzdem, man bekommt ja mit, wie Leute, die glauben, sie würden ernsthaft diskutieren, sich da total aufgeregt verbal auf die 12 geben. Ich kapier das nicht. Mir macht es keine Freude, von anderen Leuten beschimpft zu werden, und ich habe auch keine Freude daran, andere Leute zu beschimpfen1. Haben die Menschen wirklich so viel Freude an unerfreulichem, unzivilisiertem Verhalten?

Ich weiß nicht, wieso, aber es ist lange her, dass ich mich so auf den Start einer Bundesligasaison gefreut habe wie auf diesen.

Da musste ich dann doch sehr lachen:

In einer idealen Welt sind es nicht Emotionen, sondern Argumente, die Menschen überzeugen. Wir leben sonstwo, aber nicht in einer idealen Welt.

Der kulinarische Wochenhöhepunkt war selbstgeklöppelt: Schwarze Nudeln, Seeteufel, Safransauce. Kann man.

Dass noch nicht allen Journalisten, die sich in Lindners Hochzeit und seine Porsche-Telefonate verbissen haben, langsam dämmert, dass Wirecard und Cum-Ex offenbar doch keine lässlichen Sünden sind, sagt einiges über den Zustand unserer Leitmedien aus.

„Wir spielen weiter nach vorne.“ Warum eigentlich? Warum nicht mal den Gegner düpieren und nach hinten spielen?

Bier. Freude.

Offen gestanden verstehe ich die Beschwerden über Papierstrohhalme nicht. Ich werfe ein solches Utensil grundsätzlich weg und trinke direkt aus dem Becher. Wo ist da ein Problem?

 

 

  1. Wenn ich nicht gerade engagiert ein Fußballspiel verfolge.

2 Gedanken zu „Splitterbrötchen (DCCCXCIX)

  1. … Zustand unserer Leitmedien …
    Das stimmt ja so nicht.
    Focus, Welt und FAZ sind an der Warburggeschichte schon dran und im WDR 5 wird das auch immer mehr ein Thema.

    Gruß
    Jens

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.