Splitterbrötchen (CCCLV)

Die Saat geht auf, die Herr Schily vor über zehn Jahren mit seinen Anti-Terror-Paketen gepflanzt hat: Die Unschuldsvermutung verschwindet aus dem Rechtsleben und dem öffentlichen Bewusstsein, die Vorverurteilung gehört zu unserem Alltag. Und dies ist erst der Anfang einer unseligen Entwicklung.

Ich kann nicht erfolgreich „erfolgreich“ tippen. Ich tippe „erfoglreich“ und korrigiere das anschließend erfolgreich in „erfolgreich“.

In dieser Woche den nächsten Schritt auf dem Weg zur Vergreisung getan. Die werte Frau Kaltmamsell hat ein Plakat, dass ich als Student noch in der Münchner U-Bahn hab hängen sehen, als „archäologisch“ bezeichnet. Und beim Betrachten des Musikvideos einer Band, die laut Spex der nächste hot shit ist, hab ich „Aber das ist doch nur Krach…“ gedacht, bevor ich es verhindern konnte. Das Endspiel hat begonnen.

Der Geniestreich der Woche gelang Margita Broich, die demnächst für den Hessischen Rundfunk als Tatort-Kommissarin an den Start geht. Die will ihre Kommissarin nach einem Nazi-Opfer benennen lassen. Ja. Doll. Und wenn das zum Trend wird? „Anne, holst du mal den Wagen?“ – „Ist noch Kaffee da, Scholli?“

 

 

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