Splitterbrötchen (DCCXVII)

Ich weiß gerade nicht, worüber ich mich mehr ärgern soll: über das Wahlergebnis in Großbritannien oder über die Berichterstattung darüber.

Neue Obsession: „The Crown“ auf Netflix. Derartigen Holzhammer-Kitsch muss man einfach mögen.

Beim Tagesspiegel wettert der mit Gehör gesegnete Hannes Soltau gegen die Blockflöte. Ich schließe mich ihm an. Blockflöten sind keine Musik- sondern Folterinstrumente.

„Der Zwischenhandel ist an allem Schuld!“ jammern kleine Verlage und Buchhändler, die von den ruppigen Methoden von Libri (listet scheinabr wahllos Bücher von Kleinverlagen aus, die so nur noch mit Mühe – wenn überhaupt – über den Buchhandel zu beziehen sind. Das Problem ist nicht allein ein Zwischenhändler, der sein Quasi-Monopol dazu benutzt, sich den Markt zurechtzubiegen. Das Problem ist eine fortschrittsfeindliche Branche, die sich seit Jahren jeglicher Neuerung verweigert.

Der kulinarische Wochenhöhepunkt blieb unfotografiert: geröstetes frisches Graubrot mit getrüffelter Salami. Den Runner-Up hab ich aber im Bild: Lammhaxe beim Lieblingsitaliener.

Ist es vielleicht doch ganz einfach? Wählen die Menschen zur Zeit Politiker, von denen sie sich versprechen, dass sie es anders machen als die bisherigen? Egal wofür sie stehen? Hauptsache, es geht nicht so weiter wie bisher?

 

 

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