Splitterbrötchen (DCCXXV)

Es ist ungeheuerlich, die Vorgänge im thüringischen Landtag in die Nähe zum Schmierentheater zu bringen. „Schmierentheater“ waren lt. Wikipedia Wanderbühnen, in denen Schauspieler durch ehrliches Ausüben ihres Handwerks ihren Lebensunterhalt verdienten. Diese ehrbaren Theatermenschen hatten mit den gewissenlosen Karrieristen der politischen Bühne nichts gemein.

Wie man jemanden, der für Faschisten wählbar ist, politisch in der Mitte verorten kann, ist mir ein Rätsel.

Kirk Douglas war wirklich lange dabei. 1949 hat er „Champion“ gedreht, das ultimative Boxer-Drama. Man sehe sich sein Gesicht während der Kämpfe an. Rocky wäre schreiend vor iMidge Kelly geflohen. Noch vor dem >Gong zur ersten Runde.

Ich bin grundsätzlich immer angetan, wenn jemand den notorischen Langeweiler Tellkamp basht. Aber, lieber Gerrit Bartels vom Tagesspiegel,  ist der Move, ihn durch den Verweis auf die Farbe seiner Schuhe („ochsenblutfarben“) in die nicht-vegane Ecke zu stellen, nicht doch einen Tick zu plump?

Im Café Breslau war’s zu dunkel, um ein akzeptables Foto hinzukriegen, deshalb bleibt der kulinarische Wochenhöhepunkt unbebildert: sehr, sehr gute Spare Ribs mit einem Kleckschen Cole Slaw. Man sollte es mit der Beilagenesserei wirklich nicht übertreiben.

Christian Lindner hat das Thrüinger Geschehen präzise zusammengefasst. Es handelte sich um eine „unfallweise zustande gekommene Zusammenarbeit“. Groß. Nur noch groß.

Und der eigentliche Skandal in Thüringen ist natürlich, dass die Akteure bei CDU und FDP sich seit Tagen fragen, was da eigentlich schief gegangen ist. Und die Antwort darauf nicht finden.

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