Splitterbrötchen (DCCCLIX)

„In der ersten Sherlock-Holmes-Geschichte (1887) erholt sich Watson von einem Militäreinsatz in Afghanistan. In der modernen TV-Adaption (2010) erholt er sich auch von einem Militäreinsatz in Afghanistan. Sie mussten es nicht aktualisieren.“ YakubinMag auf Twitter

Wer „Sohse“ und „Brohkoli“ sage, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.

Kultureller Wochenhöhepunkt war ein Kino-Besuch, „Kaiserschmarrndrama“, eine sehr komische, schauspielerisch vollkommen schamlose Darbietung. Simon Schwarz sollte für seine Haschisch-Fleischpflanzerl-Nummer mit einer Oscar-Nominierung belohnt werden. Und der Flötzinger ist tatsächlich der härteste Womanizer von Niederkaltenkirchen.

Die CDU ist unwählbar, solange sie Schlangenölverkäufer wie Paul Ziemiak als Mitglieder und Funktionäre duldet. Ziemiak hat am Freitag „Wer @fdp  wählt, muss in Kauf nehmen, dass er am Ende mit Esken und Kühnert am Kabinettstisch aufwacht.“ getwittert. Wer glaubt, Menschen derart für dumm verkaufen zu können1, hat keinerlei Glaubwürdigkeit.

Wenn man sich ständig versichern lässt, dass das, was man tut, vollkommen normal ist, ist es das vielleicht doch nicht.

Kulinarischer Wochenhöhepunkt war das verlässlich großartige „Steak Frites“ im Pastis, wo wir den Geburtstagsabend der großartigsten, geduldigsten Gemahlin von allen in angenehmster atmosphére française verbrachten.

„Suchst du immer noch nach Steakhausteller und Prosecco?“ Die Disziplin „Idiotische Betreffzeilen von E-Mails“ gewann in dieser Woche Fa. Groupon unangefochten. Der Prosecco ist bei mir übrigens im Kühlschrank, Steakhausteller sind in der Anrichte rechts unten.

Ich muss dieser Tage oft an den Wahlabend denken, an dem Kohl zum ersten Mal gewählt wurde. Der galt damals ja als provinzieller Volltrottel, der das Land zugrunde richten würde, ähnlich wie Laschet heute. Das Land hat Kohl überraschenderweise überlebt. Vielleicht gelingt das ja nochmal.

Im „Bella Italia“ im Wedding wird ehrgeizfrei und superpragmatisch gekocht, da drückt man – wie man sieht – die Remoulade direkt aus der Tube in die Sauciere. Verwirrenderweise handelte es sich bei den Calamari nicht um Convenience-Ware, die waren sogar ganz anständig.

Waren das nicht dolle Zeiten, früher, als man noch mehrere hundert Seiten Gebrauchsanweisung ausdruckte, um sie niemals zu lesen?

Nächste Woche werde ich mir mal wieder „The Man who would be King“ anschauen. Könnte sein, dass dieser Film überhaupt nicht gealtert ist.

  1. Mit wem saß Frau Merkel nochmal 12 von 16 Jahre´lang am Kabinettstisch?

Ein Gedanke zu „Splitterbrötchen (DCCCLIX)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.