Der Billard-Experte

Äh, Firma Nivea? Das ist ja wirklich ganz doll, dass Ihr euch jetzt einen „Hair Care Experten“ zugelegt habt. Kann man immer gebrauchen, so einen Typen, besonders, wenn man in Eurer Branche (zur Erinnerung: Kosmetik und Pflegemittel) tätig ist. Cleverer Schachzug, wirklich, Glückwunsch. Eine Frage bewegt mich aber doch. Als ihr Stefan Schilling gecastet habt, was habt ihr da getrunken, geraucht, eingepfiffen? Muss ja ein Hammerzeuch gewesen sein! Krieg ich was ab?
Auf Seite 4 gefunden, danke für den Tipp!

Der Wagner Code

Post von Wagner: Liebe Gierige – Bild.T-Online.de:
Ein gierkranker Mensch ist nicht seelisch interessiert.

Sätze wie dieser haben Ihren Ruhm begründet, Effjott: Knallhart, auf den Punkt und vollkommen unverständlich. Ist das letztendlich Ihr Erfolgsgeheimnis? Dass Sie tagtäglich Millionen von Lesern erreichen, von denen kein einziger weiß, was Sie eigentlich meinen? Nu ja. Klingt plausibel.

Was sind das für Kerle?

Action-Schocker „Apocalypto“: Plagiatsvorwurf gegen Mel Gibson – Kultur – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten:
Ein Detail der Verfolgungsjagd im Film kam den Kritikern besonders bekannt vor. Sie meinten, ähnliches schon 1993 bei „Auf der Flucht“ gesehen zu haben. Harrison Ford als Dr. Richard Kimble entkommt seinen Verfolgern dort auf gleiche Weise wie es Jaguarpfote es in „Apocalypto“ versucht: Beide springen während einer Verfolgungsjagd nach kurzem Zögern einen tosenden Wasserfall hinab.

Vor Dr. Kimble sind aber schon u. a. anno 1969 Butch Cassidy und Sundance Kid gesprungen… Ich bin mir jetzt einen Tick unsicher, wär sich „auf der Flucht mal schnell einen Wasserfall runterspringen“ hat urheberrechtlich schützen lassen. Und was sind das für Kerle, die bei SPON einen derartigen Schwachsinnsartikel online gehen lassen?

Schreibehaft?

Post von Wagner – Bild.T-Online.de:

Wenn ich Richter wäre, würde ich in diesem Prozess nicht nur den Angeklagten zur Höchststrafe verurteilen, sondern auch die „Süddeutsche Zeitung“ zu mindestens sechs Wochen Schreibehaft.

Schreibehaft? Absolut origineller Gedanke, der nur von einem irrlichternden Brausekopf wie Ihnen stammen kann, Effjott, Kompliment! Aber… was genau, bitte, haben wir uns darunter vorzustellen? Wollen Sie die Kollegen von der SZ einsperren und dazu zwingen, täglich mindestens eine Kolumne zu schreiben, auch wenn ihnen gar nichts einfällt und nur die wirrsten Gedanken in ihrem Hirnkastl Kabolz schießen? Das wäre ja dann genau wie…
Nein. Das kann nicht sein.

Besser als Clooney!

Bild.T-Online.de:
Hollywood-Star George Clooney (45) plagt das Zipperlein. In einem Interview mit dem US-Magazin „Newsweek“ schilderte er sein Problem recht plastisch: „Wenn ich morgens aufwache und mir tun die Knie weh, denke ich bloß: Ich bin 45!“

Mir tut morgens beim Aufwachen auch das Knie weh. Und ich kann denken: „Ich bin 50.“ Das sind 5 mehr. 5 mehr als Clooney! Eat this, George…

Jenseits aller Vernunft

Gestern Abend las der einmalige Eckhard Henscheid in der Bar jeder Vernunft. Liebe Gastronomie jenseits der Vernunft, es ist schlichtweg ein Verbrechen, eine Lesung mit Henscheid zu organisieren und dann dem Publikum ein gescheites Weißbier zu verweigern („Wir haben nur Pils und alkoholfrei auf der Karte…“). Henscheid ohne Weißbier ist wie die Hölle ohne ein gescheites Fegefeuer! Wenn man also einen solchen Titanen des Humors, der mehr für die Popularisierung obergäriger Getränke getan hat als jeder andere lebende Autor, bei sich lesen läßt, dann hat man gefälligst über den Schatten der eigenen Getränkekarte zu springen, und ein gescheites Hefeweizen anzubieten, punktum. Apropos Getränkekarte: 0,75l Mineralwasser für 6,50? Eher flachen Zweigelt für 5? 0,3l plörriges Pils für 3,90? Die Grenzen zwischen Gastronomie und Straßenraub beginnen zu verschwimmen.

Enorme Herausforderung

Seuchen: Das mysteriöse Verschwinden der Vogelgrippe – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten:
„14 Milliarden Vögel in China zu beobachten ist eine enorme Herausforderung, insbesondere wenn viele dieser Vögel in Hinterhöfen leben“, sagte Henk Bekedam, ranghöchster WHO-Vertreter in China.

Und wenn dann einem dieser Vögel in einem Pekinger Hinterhof der Reissack auf den Kopf fällt, justament dann hat man keinen Film in der Digitalkamera, oder wie darf ich diesen Satz verstehen?

Mehr kicker-Überschriften

Heut sind im aktuellen kicker wieder eine handvoll Perlen verüberschriftet worden. Bittesehr, die heutigen kicker-Headlines aus den Regional- und Amateurligen, düster und rätselhaft, gelegentlich knallhart an der Grenze zur Poesie, aber immer mit Namen:
Ernemann lässt Dobry aus den Augen
Stuff trifft zum schmeichelhaften 2:2
Joker Großkreutz stochert und jubelt
Deumelandts Treffer sichert einen Zähler
Görkes Elfmetertor entscheidet das Spiel
Heinzmann bestraft den FC St. Pauli
Schröder setzt einen Kopfball unter die Latte
Stanislawski will nun komplett übernehmen
Zedi macht in der Nachspielzeit alles klar
Kassels Adler verhindert ein Debakel
Hasa sehenswert – Okpala kommt
„Euro-Eddy“ Schmidt ist der neue Trainer
Holebas nutzt Linses Fehler eiskalt aus
Schuon besorgt aus 30 Metern den Sieg
Konrad-Treffer belohnt Aufholjagd
Königs siebtes Tor verlängert die Serie
Mesic macht mit dem 2:0 alles klar
Wohlfarth entscheidet das Aufsteigerduell
Barth: „70 Prozent reichen nicht“
TSG-Mäzen Dietmar Hopp ärgert sich
Kock Chef – aber nur bis zum Sommer

und zum Abschluß der semantische Dropkick in den Winkel:
Rensing gleich mehrfach Endstation

Zündkerzengebrauchsanweisung

Advent: Bild.T-Online.de: „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt, erst eins, dann zwei. Aber – wie zünde ich die zweite Kerze richtig an?“

Finde ich super, dass BILD sich dieser brennenden Frage endlich annimmt. Auch ich bin – wie offenbar viele andere Menschen draußen im Lande – total verunsichert, was das Adventskranzkerzenanzünden anbelangt. Führe ich das Streichholz an den Adventskranz, oder den Adventskranz an das Streichholz? Damit geht’s doch schon los!

Effjott und der totale Tourismus

Post von Wagner: Bild.T-Online.de
„Wir leben nun einmal im totalen Tourismus, der auf Einzelschicksale keine Rücksicht nimmt.“

Bitte, nicht so streng, Effjott! Das konnte doch niemand ahnen, damals, als der Reichsfremdenverkehrsminister uns fragte, ob wir den totalen Tourismus wollen. Als wir alle „Ja!“ gerufen haben, wussten wir doch nicht, dass dann das Einzelschicksal auf der Strecke bleibt. Dumm gelaufen!