Archiv der Kategorie: Effjotts Welt

Rohrkrepierer aus der bizarren Gedankenwelt von Gaga-Kolumnist Effjott Wagner

Gelüftet

„Es gibt im Welt-Fußball keine Geheimnisse mehr“, hat Franz Beckenbauer schon vor 25 Jahren erkannt, und er hat spätestens seit heute recht. Denn heute ist eine der letzten Bastionen sportlichen Geheimniskrämerei gefallen, ein wackerer Kolumnist hat das Geheimnis der fußballerischen Überlegenheit Brasiliens gelüftet:

Die Worte „wacker“ und „Kolumnist“ in einem Satz? Damit kann doch nur Effjott Wagner gemeint sein? Richtig. Heute hat er wacker (sic!) wie immer kolumniert (sic!!):

Brasilien ist ein unglaubliches Land. Regenwälder, Buchten, Fischerboote und irgendwo ist ein Ball. „

Natürlich! Deshalb sind sie so unglaublich heiß aufs Spiel: ein riesiges Land, Millionen Quadratkilometer, Zilliarden Einwohner und nur ein Ball…

Vierter gewinnt

Effjott, mon chér,
wie soll ich – bitte – ihre jüngste Auslassung

Lieber ADAC, auf die Frage, was Deutschland ist, warst Du immer an erster Stelle. Nach Wurst, Kraut, Angela Merkel.

verstehen?

Ist das schon – im Vorgriff auf Sotschi – die Umdefinition von „erster Stelle“? Wer das Podest verpasst, ist der wahre Sieger? Vierter gewinnt? Nächster Tor entscheidet?

Drängende Fragen an Effjott

Effjott, mon cher,

eigentlicht hab ich die Rubrik „Effjotts Welt“ hier vor Jahren dicht gemacht, weil es ja doch keinen Sinn macht, an sie ranzuschwallen oder sie auf die Granatenklöpse, die Sie täglich produzieren paar klitzekleinen Fehler, die ihnen hin und wieder unterlaufen hinzuweisen. Genausogut könnte man versuchen, einem Granitblock gut zuzureden, der Effekt wäre der gleiche, wobei ich die geistige Flexibilität eines Granitblocks einen Tick höher als die Ihre einordnen würde, aber da geht es wirklich um Nuancen…

Warum ich mich wieder an Sie wende? Nun, heute früh hab ich Ihre Kolumne zum Thema dieser neumodischen Elektro-Dingelchen, dieser e-books gelesen (Als hätte ich’s nicht geahnt – Sie sind dagegen!), und da drängten sich mir spontan ein paar Fragen auf, die mich zurück in Ihre Welt katapultierten.

Sie schreiben:

„Ich hasse Bücher auf dem Display. Ich liebe Bücher, wo ich Hemingway auf seiner Schreibmaschine hacken höre. Das reale Geräusch der Buchstaben, sein papierenes Leben.“

Effjott, seit wann hören Sie Hemingway tippen, wenn Sie ein Buch lesen?
Weiß Ihr Therapeut davon?
Ist es immer Hemingway, der tippt, wenn Sie lesen, oder setzen sich gelegentlich auch andere Autoren an die Maschine?
Was ist, wenn Sie Thomas Mann lesen, der ja bekanntlich mit einem Füllhalter schrieb? Kommen dann die vertrauten Tippgeräusche, oder hören Sie nerviges Federkratzen?
Sind Sie sicher, dass jemand tippt?
Haben Sie überprüft, ob alle Wasserhähne in Ihrer Wohnung zu sind?

Wäre in Ihrem eigenen Interesse, wenn Sie bei Gelegenheit diese Checkliste abarbeiten könnten, old chum. Antworten brauchen Sie wie immer nicht. Granitblock, Sie erinnern sich.

Holdrio.

 

Tote Hose

Nur ein paar Fragen, chér Effjott, angesichts der unsterblichen Zeilen, die Sie heute veröffentlicht haben:

Es erstaunt mich überhaupt nicht, dass Schiesser pleite geht. Die Unterhose des Mannes hat keine gesellschaftliche Bedeutung. Weil es die Mama-Unterhose ist, weil die Unterhose der Bestandteil der Emanzipation ist. Am glücklichsten über die Pleite von Schiesser werden die Frauen sein.
Endlich haben sie ihren Mann ohne Unterhose.

  1. Ist es sehr spät geworden, gestern Abend in der Paris Bar?
  2. Haben Sie wieder den alten Streit mit Udo („Slip oder Boxer“) aufgewärmt?
  3. Gab’s anschließend – wie immer – reichlich Versöhnungsgrappa?
  4. Haben Sie dann, auf dem Nachhauseweg, noch so einen kleinen Schlenker gemacht, in die Siewissenschon-Bar?
  5. Und ist Ihnen später daheim aufgefallen, dass Sie dort vergessen haben, ein bestimmtes Kleidungsstück wieder anzulegen?

Ich frag ja nur. Nix für ungut.

[tags]Effjott Gehirnmissbrauch  Denkschwurbel Ungeheuer![/tags]

Enthüllt

Mensch, Effjott,
da ist Ihnen nach Jahren, Quatsch, nach Jahrzehnten endlich mal wieder ein richtiger Scoop gelungen! Während alle Welt von A-Z, von Polizei bis Presse, sich noch fragt, wie der Althaus-Ski-Unfall überhaupt passieren konnte (Pistenrand, erfahrene Skifahrer, beste Sichtverhältnisse) sind Sie ganz allein hinter des Rätsels Lösung gekommen und teilen sie –  Maupassant wie immer – den Lesern ihrer Kolumne mit:

Um diese Zeit begab sich eine 41-Jährige Frau, die vor einem Jahr ein Kind bekommen hat, auf die Piste. Sie ist eine großartige Frau. Sie ist eine Slowakin, die in Amerika lebt. Sie hat nur eine Mütze auf.

Klar, dass Althaus vollkommen baff war, als er sie sah, alles um sich herum vergaß und volle Kanne Susanne in die Nackerte hineinbretterte. Danke, dass Sie mit all den haltlosen Spekulationen Schluss gemacht haben!

[tags]Wagner Ski-Unfall Denkkreppel Sprachmißbrauch Ungeheuer! [/tags]

Im Schuh-Terrain

Was ist denn nur los, mein lieber Effjott? Okay, die Vorweihnachtszeit gilt als Zeit der Besinnung, da darf man nicht nur über vieles nachdenken, da muss man das sogar tun. Und wer ernsthaft nachdenkt, sollte grundsätzlich alles in Zweifel ziehen. Soweit gehen wir beide vollkommen d’accord, aber wenn ich dann die ultimative Forderung lese, die Sie heute an George W. Bush stellen

Raus aus Irak, weg von den Schuhen.
Es ist nicht unsere Welt.

bin ich doch etwas ratlos. Wieso sind Schuhe plötzlich abzulehnen? Wollen Sie allen Ernstes heute Abend barfuß in die Paris Bar schlurchen? Erkälten Sie sich mal nicht!

[tags]Wagner Schuh-Terrain Gehirnmissbrauch Ungeheuer![/tags]

Jopies Magie

Lange nix von Ihnen gehört, Effjott, aber heute haben Sie sich dankenswerterweise der Causa Heesters angenommen und kolumnieren:

Wenn er sang, löste er bei Frauen etwas aus, was nur Ehemänner bei ihren Frauen auslösen dürfen.

Was genau meinen Sie? Den Impuls, dem Ollen eine Bierflasche zu bringen, damit das Gemecker endlich aufhört?

[tags]Wagner Gehirnmissbrauch Heesters Ungeheuer![/tags]

Über Seite 2 hinaus…

Mensch, Effjott,
ich weiss ja, was Sie alles um die Ohren haben, morgens aufstehen, Gitanes anzünden, zwanzig bis dreißig Espresso einpfeifen, damit der Hirnkasten auf Touren kommt, Ihre Kolumne von gestern lesen, Sinnfrage stellen und unbeantwortet lassen, leichter Lunch (Chablis, Gitanes, Espresso), dann ran an die Kolumne, gerade mal sechs Stunden für ’ne halbe Normseite, und kaum haben Sie das geschafft, müssen Sie schon wieder in die Paris-Bar schlappen und aufpassen, dass Udo nicht mit Grappa-Gläsern wirft.
Ich weiss ja selber nicht, wie Sie diesen Mörder-Stress durchstehen, aber wenn ich lese, was Sie heute so geschrieben haben

Lieber Oliver Kahn, Ihre Zukunft kann ich nicht voraussehen. Aber ich hoffe nicht, dass Sie in den Klatschspalten enden. Ich will nicht lesen, dass Sie sich verheiratet haben, geschieden haben, getrennt haben von x, y, z.

dann kann ich Ihnen nur empfehlen, bei Gelegenheit die BILD-Zeitung mal weiter als bis Seite 2 zu lesen. Effjott! Verheiratet, geschieden, getrennt… hat der Olli doch schon alles durch. Steht IMMER in der BILD. Auch heute.

[tags]Effjott Wagner, Gehirnmißbrauch, Uninformiertheitsrekord, Ungeheuer![/tags]

It’s alive! It’s alive!

Ich weiß, lieber Effjott, es ist schon eine ganze Weile her, aber vielleicht erinnern Sie sich ja doch an gewisse Veranstaltungen, die Sie als Jugendlicher gezwungenermaßen besuchen mussten. Die fanden regelmäßig in diesem großen, dunklen Gebäude namens „Schule“ statt… genau, diese ätzenden One-Man-Shows, wo sie von so einem arroganten Lümmel von vorne mit unverständlichem Zeugs zugetextet wurden!
Bin ganz ihrer Meinung, Scheiß-Veranstaltungen waren das. Kein Catering, keine Geschenke, keine Mädels, aber Anwesenheitspflicht. Hat einen total runtergezogen. Und dann noch aufpassen? Nicht mit einem Effjott!
Eine dieser Veranstaltungen hieß „Biologie-Unterricht“… Wie meinen? Bescheuerte Bezeichnung, unter der man sich nichts vorstellen kann. Ja. Ich dachte mir, dass Sie das sagen würden, nach dem, was Sie heute geschrieben haben:

Seltsamerweise denken wir, dass Flugzeuge nicht sterben können (weil sie auch nicht leben). Das Pferd, das erste Verkehrsmittel, durfte sterben, weil es lebte.

[tags]Effjott Wagner, Gehirnmissbrauch, Bildungslückenverherrlichung, grottendoof, Ungeheuer![/tags]

When he’s 65

Lieber Effjott Wagner,

65 Jahre. Eine unglaubliche Zahl. Kleiner als 66, größer als 64, jedoch unfassbar, wenn man vor dem Kondom-Automaten steht und kein Kleingeld hat. Wölfe heulen in der Nacht, wenn Männer wie Sie Geburtstag feiern. Tränenlos, einsam und doch immer wieder Muttchens Plettenpudding.
65 Jahre. Männer und Frauen. Wer kann das sagen, wenn nicht Sie? Und jetzt: Überall Sex! Sex im Fernsehen, Sex in Magazinen, Sex in Ihrer Kolumne. Sogar Udo Walz hat geheiratet. Einsamkeit, Verzweiflung, Nähmaschinenöl. Überall. Nur nicht dort.
65 Jahre. Reden. Schweigen. Nichts weiter. Der Starke ist am einsamsten allein. Auch beim Sex. Wenn, wo nicht da? Zitronensaft hilft gegen Tennisarm, Quacksalber wanken durch die Nacht. Mick Jagger! Wirklich Mick Jagger?
65 Jahre. Dem Trotzdem immer ein Dennoch entgegengesetzt oder vorangestellt. Ich bin verzweifelt, entsetzt, hoch erfreut. Ich bin ein Pickel auf der Kornblume Ihrer Phantasie. Eine Eiterbeule im Wahn der innerstädtischen Olympioniken. Trotz Rauchverbot: Die Tauben stehen auf Ost. Krokodile zwinkern am Donnerstag.
In diesem Sinne.

Herzlichst

Ihr Chris Kurbjuhn

[tags]Effjott Wagner, Gehirnmißbrauch, Jubiliar, Alterstorheit, Ungeheuer![/tags]