Effjott entdeckt den Handballsport…

Post von Wagner:
Was für ein wahnsinniger Sport und ich weiß nichts von ihm. Warum haben mir ARD und ZDF nichts von diesem Sport erzählt?

Effjott? Was haben Sie denn in den letzten zwanzig Jahren Sonntag nachmittags gemacht, wenn ARD und ZDF unsereins mit Turnhallenberichten aus Dankersen, Gummersbach, Göppingen, Lemgo und Großwallstadt zupflasterten? Wie? Nach dem Frühschoppen die Fernbedienung nicht mehr gefunden? Alles klar! Weiterhin noch viel Erfolg!

Sagen Sie mal…

Diekmann, Sie Weichei, machen Sie eigentlich mittlerweile irgendeine Bierzeitung oder die BILD? Was ist eigentlich aus Ihren Journalisten geworden? Früher, da saßen noch Kerle an Ihrem Redaktionstisch, Bluthunde, Aasgeier… Und heute? Frühstückseiaufklopfer, Frauenversteher, Beilagenesser! Oder wie wollen Sie mir erklären, dass ausgerechnet der Inbegriff hauptstädtischer Tutigkeit, der Berliner Kurier, Sie im Rennen um die vollkommen naheliegende Schlagzeile „Biene Majas Papa hat sich erschossen“ vernichtend geschlagen hat?

Shangri La

Der Mittagesser hat mich drauf gebracht. Er hat mir von einem Ort im Vogelsberg erzählt, wo man gebratene Blutwurst mit Grüner Sauce kombiniert. Gestern hab ich’s endlich ausprobiert.
Fangen wir mit dem einfachsten an, mit der Blutwurst. Wenn man in Berlin lebt, hat man’s am einfachsten, dann braucht man nur nach Neukölln zum Blutwurstritter zu fahren, wo man die beste Blutwurst der Stadt kauft. Der hilft man aus der Pelle (bißchen nass machen hilft), schneidet sie in fingerdicke Scheiben und brät dieselben ohne Fett bei mittlerer Hitze in der Pfanne schön kross. Mehr ist nicht.
Vorher hat man mehlige Kartoffeln geschält, weichgekocht und ausgedämpft, dann hat man sie mit einem Kartoffelstampfer bearbeitet, etwas warme Milch und/oder Bouillon untergerührt, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss gewürzt und so ein eher festes Kartoffelpüree hergestellt.
Für die Grüne Sauce hat man sich eine größere Menge frischer Kräuter besorgt, was zur Zeit etwas schwierig werden könnte. Die Klassiker Petersilie, Schnittlauch, Pimpernelle, Kerbel, Borretsch, Sauerampfer, Kresse hab ich nicht alle bekommen, aber 4 aus 7 geht auch, die wurden kleingeschnitten, und mit der Saucenbasis (diesmal Schmand mit Buttermilch glatt gerührt, leicht gesalzen) vermengt.
Fehlt noch das Anrichten. Man modelliert aus den Stampfkartoffeln eine Kraterlandschaft auf dem Teller. Die Krater befüllt man mit Grüner Sauce, in die der Esser die am Rand geparkten Blutwurstscheiben vor dem Verzehr andächtig eintunken kann. Wagemutige Naturen wagen in letzter Sekunde einen tollkühnen Berlinisch-Nordhessischen Crossover und ziehen ein paar Fädchen Leinöl über das ganze.
Und wie hat’s geschmeckt? Wie soll ich das beschreiben? Der von Sebastian (ewiger Dank sei dir gewiss!) erwähnte Ort im Vogelsberg ist in meiner Phantasie sofort zum kulinarischen Shangri La mutiert, ich ehre seine Einwohner von Stund als Küchengenies, und eigentlich müsste ich Frage 8 des Kochstocks ergänzen. Gebratene Blutwurst mit Grüner Sauce und Stampfkartoffeln gehört ab sofort zu meinen Standardgerichten.

Schlachtekohl

Noch so ein kulinarisches Relikt aus versunkener Zeit: der Schlachtekohl. „Da, wo ich herkomme“ (also aus Nordhessen) pflegte man einmal im Jahr zu schlachten, auch wenn man kein Landwirt war. Mit einem solchen trat nämlich der schweinelose Haushaltsvorstand einmal jährlich in Verhandlung (eine hervorragende Ausrede, mit dem Landwirt soviel Schnaps zu trinken, bis weder Haushaltsvorstand noch Landwirt mehr wussten, wer jetzt wen über den Tisch gezogen hatte). Am Ende dieser Verhandlung stand ein Handschlag und eine Geldübergabe an den Landwirt, der sich im Gegenzug bereit erklärte, eine seiner wohlgeratenen, gesunden Sauen ins Jenseits zu befördern und die Überreste derselben unter tatkräftiger Mithilfe aller Mitglieder beider Familien in regionaltypische Spezialitäten (Ahle Worscht, grobe Bratwurst, Weckewerk, Sülze, Garwurst… usw.) zu verwandeln.
Am Schlachttag klingelte der Wecker zu unmenschlich früher Stunde, denn an einer ausgewachsenen Sau können sich auch viele Hände viele Stunden lang abarbeiten. Da wurden die verschiedensten Würste gemacht, Sülze und Schmalz hergestellt, Fleisch wurde eingeweckt… und das bei Bauern, die elektrisch betriebene Geräte für neumodischen Kram („Erst mal abwarten, ob sich das durchsetzt!“ Oder; direkter: „Warum soll ich denn für teuer Geld Geräte kaufen, wenn das die Fremden machen, die für die Sau bezahlt haben?“). Wer schon mal eine Weile an einer handbetriebenen Wurstmaschine gestanden hat, weiß, wie das schlaucht. Stundenlang in der Küche stehen, Gläser sterilisieren, Weckewerk kochen, Schmalz machen und Wurst einwecken ist auch keine ganze Kleinigkeit. Der Schlachttag führte einem von morgens bis abends vor Augen, dass gutes Essen mit Arbeit verbunden ist. Er führte einem aber auch vor Augen, dass es nach harter Arbeit eine Belohnung gibt, denn am Ende des Schlachttages gab es den Schlachtekohl, das gemeinsame Essen aller, die mitgearbeitet hatten.
Traditionell begann der Schlachtekohl mit einem Teller Wurstebrüh. Also einer Bouillon vom Schwein, in der die Würste und zahlreichen Fleischstücke im Lauf des Tages gekocht worden waren. Logisch, dass obenauf goldglänzende Fettaugen schwammen. Logisch, dass die Brühe ungeheuer reichhaltig war. Logisch, dass sie für Menschen, die Brühe aus Pulvern von Maggi und Knorr gewöhnt sind, vermutlich gewöhnungsbedürftig, etwas streng und vielleicht zu „schweinern“ schmecken würde. Für Menschen, die einen Tag lang im Dunstkreis der toten Sau gerackert hatten, schmeckte sie wie Manna, weckte ermüdete Lebensgeister und bereitete Gaumen und Seele auf die kommenden Attraktionen vor.
Da wäre zunächst einmal die frische Bratwurst zu nennen. Nur, wer einmal eine nordhessische grobe, ungebrühte Bratwurst gegessen hat, weiß, was für eine Delikatesse eine einfache Bratwurst sein kann. Und ärgert sich fortan schwarz, wenn er sieht, mit was für todgecutterten, fetttriefenden Ungetümen Menschen im wahrsten Sinne des Wortes abgespeist werden, die an einem „normalen“ Imbiss eine Bratwurst bestellen.
Die Bratwurst für die Kinder, die am Schlachtekohl teilnahmen, war etwas besonderes. Sie war ihnen im Lauf des Tages „angemessen“ worden. Jedes Kind, das beim Schlachtekohl geholfen hat, wurde irgendwann neben die Wurstmaschine gestellt, und ein Stück Darm wurde ihm von einem Ohr zum andern angelegt und gleich mit Wurstmasse befüllt1. Das war die eigene Bratwurst, die man dann abends beim Schlachtekohl verzehrte.
Aber von einer Bratwurst wurde man nach so einem Tag natürlich nicht satt. Und folgerichtig kam mit und nach den Bratwürsten alles, was zur klassischen Schlachteplatte gehört: frische Blut- und Leberwürste, Wellfleisch, Speck, Frikadellen und Weckewerk, begleitet von mehligen Salzkartoffeln und würzigem Sauerkraut, das mit einer gehörigen Portion Schweineschmalz auf Höchstleistung getuned worden war. Das alles wurde mit größeren Mengen des besten Biers der Welt hinuntergespült, und Landwirt und Haushaltsvorstand genehmigten sich das ein oder andere Schnäpschen, um den Kreis endgültig zu schließen.
Anläßlich eines Schlachtekohls habe ich auch erfahren, woher das Wort „bauernschlau“ kommt. Es ist eine Bezeichnung für listige Landwirtinnen, die an der sich biegenden Tafel mit allen psychologischen Tricks arbeiten, um sich selbst und ihrer Sippschaft die besten Stücke zu sichern. Mit folgenden Worten trug eine wackere Landwirtsgemahlin aus dem Meißner Vorland die Platte mit den Würsten und dem Wellfleisch auf: „Das war nun unsere Suse… So ein treues Tier war sie, mit so einem lieben, sanften Blick. Als ich ihr gestern ihr letztes Futter gebracht hab, wie sie da geguckt hat… Ich schwöre, sie hat gewusst, was ihr bevorsteht.“ Klasse Idee, gnä‘ Frau! Auch blitzsauber durchgezogen. Wirklich ganz großes Tennis. Aber eine Spur zu durchsichtig. Wir haben reingehauen, als gäbe es kein morgen.

Kochstock

Sebastian war so freundlich, mir einen Stöckchen zuzuwerfen, nicht ohne anzumerken, dass ich in letzter Zeit zu wenig übers Essen geschrieben hab. Tut leid, ich gelobe Besserung und arbeite gleich mein allererstes Stöckchen ab:

1) Kannst du kochen? Wenn ja, kochst Du gerne?
Ja. Ja, und wie!
2) Wann isst bei Euch die ganze Familie gemeinsam?
Die aus der geduldigsten Gemahlin von allen und mir bestehende Familie speist abends.
3) Was isst Du zum Frühstück?
Paar Löffel Müsli, Vollkornbrötchen, Schinken, Liter Kaffee. Und manchmal, sonntags, englisch: Bacon and Eggs, Sausages, Grilled Tomato, Toast, Orangenmarmelade, Earl Grey.
4) Wann, wo und wie esst ihr in der Woche?
Gefrühstückt und imbisslich gemittagt wird im Büro, abends essen wir zu hause.
5) Wie oft geht Ihr ins Restaurant?
Unterschiedlich, aber mindestens einmal pro Woche. Und in unserem „zweiten Wohnzimmer“, dem Restaurant/Café/Biergarten unter unserer Wohnung, wo sogar unser W-Lan funktioniert, schauen wir beinahe täglich rein, essen aber nicht immer was.
6) Wie oft bestellt Ihr Euch was?
Praktisch nie. Pizza holen wir um die Ecke beim Dolce, weil es da eine der besten Steinofenpizzen Berlins gibt. Und die liefern nicht.
7) Zu 5 und 6: Wenn es keine finanziellen Hindernisse gäbe, würdet ihr das gerne öfters tun?
Nö. Spätestens nach zwei, drei Tagen ohne selbstgekochtes Essen drängt es mich sowieso in die Küche.
8) Gibt es bei Euch so was wie „Standardgerichte“, die regelmäßig auf den Tisch kommen?
Das wären Krautshäuptchen, das Pörkölt, das wir Gulasch nennen, Huhn á la Mére Dingsbums (das mit den mindestens 40 Knoblauchzehen) und der Kartoffel-Quark-Auflauf. Und – allerdings nur einmal pro Jahr – der klassische Gänsebraten. Andere Eckpfeiler meines Küchenprogramms sind Pasta, Sauerkraut und Senfsauce, jedoch niemals auf einem Teller. Und meistens koch ich sowieso nicht nach Rezept sondern aus der Lamäng.
9) Hast Du schon mal für mehr als 6 Personen gekocht?
Ja. Bei mir zuhause in der Küche schon mal für 30 bis 40 Leute. Und vor bald dreißig Jahren hab ich mal ’ne ganze Weile in der Kneipe im Restaurant in einer Art Speisegaststätte gekocht.
10) Kochst du jeden Tag?
Wenn irgend möglich, ja. Kochen ist für mich die beste Entspannung. Wenn ich in die Küche gehe, wird alles andere unwichtig. Was im Büro war, beim Seminar, beim anstehenden Projekt… spielt alles keine Geige mehr. Dann kommt’s nur noch drauf an, dass die Sauce gelingt. Dass das Fleisch auf den Punkt gar wird. Dass ich die richtige Menge Thymian erwische…
11) Hast Du schon mal ein Rezept aus dem Kochblog ausprobiert?
Äh… aus welchem Kochblog? Grundsätzlich ja und nein. Meistens koch ich nicht nach Rezept. Ich les wo was, und dann geh ich in die Küche und mach das irgendwie nach. So wie Alfredchen mit aufgeschlagenem Kochbuch die Zutaten teelöffelweise abmesse wäre nun gar nix für mich.
12) Wer kocht bei Euch häufiger?
Ich.
13) Und wer kann besser kochen?
Ich. Wobei die geduldigste Gemahlin durchaus ihr Revier verteidigen kann. Gegen ihre „Schnellen Tomatennudeln“ kann ich nicht anstinken, um nur ein Beispiel zu nennen. Und das wertvolle Rezept für den Kartoffel-Quark-Auflauf hat sie mit in die Ehe gebracht.
14) Gibt es schon mal Streit ums Essen?
Nein. Wir streiten nicht. Wir führen gediegene Auseinandersetzungen auf allerhöchstem Niveau. Und bei den wirklich wichtigen Dingen – also dem Essen – herrscht sowieso grundsätzlich Einigkeit.
15) Kochst du heute völlig anders, als Deine Mutter / Deine Eltern?
Ja. Nicht zuletzt, weil das Angebot an Lebensmitteln und Zutaten heute wesentlich größer ist als es in meiner Jugend war. Meine Mutter musste mit dem zurechtkommen, was sie damals in einer Kleinstadt bekommen konnte. Was es zum Beispiel nicht gab: Creme Fraiche, frische Pilze, Croissants, Olivenöl, frische Kräuter außer Petersilie, Schnittlauch und Dill, Chilischoten, exotische Gewürze, asiatische Zutaten… Die Liste ist bei weitem nicht komplett.
16) Wenn ja, isst Du trotzdem gerne bei Deinen Eltern?
Leider leben meine Eltern schon lange nicht mehr. Ich würde alles in der Welt hergeben, um noch einmal am Tisch meiner Mutter sitzen zu dürfen.
17) Bist Du Vegetarier oder könntest Du Dir vorstellen vegetarisch zu leben?
Nö. Ich esse gern Fleisch. Muss aber auch nicht jeden Tag sein.
18) Was würdest Du gerne mal ausprobieren, an was Du Dich bisher nicht rangewagt hast?
Fugu essen. Ganzen Ochsen am Spieß braten. Und – wenn ich denn an eine heran käme – eine Hammelkeule. Nein, keine Lammkeule. Ich rede von einer Hammelkeule, die erst mit einem mehrtägigen Buttermilchbad gefügig gemacht werden muss. Versuche ich seit Jahren erfolglos zu bekommen. Gibt augenscheinlich keine Hammel mehr, sondern nur noch Lämmer. Meine Mutter hat eine Hammelkeule gemacht, die… Seufz.
19) Kochst Du lieber oder findest Du Backen spannender?
Ich koche mit Leib und Seele. Gelegentlich – wenn ich die Zeit habe – backe ich Brot. Das macht auch Spaß, ist aber längst nicht so (ent)spannend wie eine gescheite Koch-Session.
20) Was war die größte Misere, die Du in der Küche angerichtet hast?
Ich hatte eine Mordserkältung, Nase zu, nix mehr gerochen und geschmeckt. Dachte, dass ich mit einem schönen Chili Con Carne den Geschmacksnerven auf die Hufe helfen könnte. Also ein Chili angesetzt, an den Computer gesetzt, gearbeitet, die Zeit vergessen… Plötzlich klingelt es Sturm. Besorgte Nachbarn stehen vor der Tür, wollen mich retten, unsere Wohnung stehe wohl in Flammen. Tatsächlich drangen leichte Rauchfahnen aus der Küche, wo die Flüssigkeit im vergessenen Chilitopf verkocht und die roten Bohnen verkohlt waren. „Das müssen Sie doch gerochen haben!“ Nö. Hatte ich nicht. Aber als der Geruchssinn 24 Stunden später langsam wiederkam, hat die Wohnung immer noch bestialisch gestunken. Und das ganze Haus hat’s gerochen…
21) Was essen Deine Kinder am liebsten?
S. 2
22) Was mögen Deine Kinder überhaupt nicht?
S. 21
23) Was magst Du überhaupt nicht?
Übertriebenes Getue ums Essen, egal ob im Restaurant oder im Haushalt. Essen ist wichtig und macht Spaß, aber sowie es zum Selbstzweck wird, schmeckt es mir nicht mehr.

So, Stöckchen fertig, dann muss ich es nur noch weiter werfen. Petras Antworten würden mich interessieren, und ich glaube, dass dem geschätzten Herrn Matla einiges einfallen wird.

Der Klein-Kriminelle nach Effjott

Post von Wagner- Bild.T-Online.de:
Ein Klein-Krimineller stottert, blickt nach unten, hat einen Pflichtverteidiger, ist schlecht gekleidet, womöglich noch tätowiert.

Na, na, Effjott, wollen wir doch präzise bleiben! Sie haben vergessen zu erwähnen, dass der Klein-Kriminelle außerdem einen roten Pulli mit Nummer vor der Brust, eine blaue Schirmmütze und eine schwarze Maske trägt.

Tastendruck

Capslock via Flickr
Ich könnte mir das Monogramm in den Bauch beißen. In Großbuchstaben. Weil ich erst jetzt darauf gekommen bin, dass man sich das Leben hinter der Computertastatur wesentlich angenehmer und einfacher macht, wenn man die dämliche CapsLock-Taste (das ist die über der linken Shift-Taste, genau, die ALLES AUF GROSSBUCHSTABEN UMSTELLT) deaktiviert.
Seit ca. 20 Jahren tippe ich mit meinen Wurstfingern auf Computertastaturen herum, und alle fünf Minuten bin ich bestimmt an diese dämliche Taste gekommen, UND PLÖTZLICH WAR und plötzlich war wieder alles groß und ich musste die letzten paar Wörter löschen und neu tippen.
Das hab ich brav und blöd und stur die letzten zwanzig Jahre so gemacht, und erst vor ein paar Wochen ist mir aufgefallen, dass ich die CapsLock-Taste noch niemals absichtlich betätigt habe. Ich brauche sie ganz einfach nicht, ich schreibe niemals Texte, die nur aus Großbuchstaben bestehen. Da fiel der Groschen: Einfach das Dreckding ausschalten, und ein für alle Mal ist Schluss mit Großschreiblöschenundnochmaltippen.
Google brachte mich auch schnell zu WinKB, einem netten, kleinen, praktischen Programm, dass die böse Taste auf all meinen Computern zuverlässig abschaltete. Herrlich! Entspanntes Arbeiten, schnelleres Tippen… warum hab ich Vollspaten mich zwanzig Jahre von einer blöden Taste mobben lassen?
Nach ein paar Wochen war WinKB zwar immer noch klein und praktisch, aber nicht mehr nett, denn es wollte 20$ von mir, damit es weiter den Deckel auf der dämlichen Taste hielt. Das war mir ein bisschen zu viel, zumal ich für die weiteren Funktionen von WinKB keine Verwendung habe.
Aber die CapsLock-Taste wollte ich auch nicht zurück. Ein bisschen Googlen brachte mich auf Keytweak, ein Freeware(!)-Progrämmchen, mit dem man die Tastaurbelegung ändern kann. KeyTweak runter geladen, gestartet, die CapsLock-Taste mit einer unschädlichen anderen Taste (linke Control-Taste bietet sich an) belegt, Rechner neu gestartet, CapsLock ist weg. Gratis. Und auf Dauer.

Foto von Ehud.