Spielentscheidend bei einer Vinaigrette ist tatsächlich – wie der Name schon sagt – der Essig.
Ich habe keine Angst vor dem Klimawandel. Der Gedanke, dass die Natur sich auf ihre gewaltigen Selbstheilungskräfte besinnen könnte, bereitet mir deutlich mehr Sorgen.

(fotografiert von der besten, geduldigsten Gemahlin von allen)
Da hamse Ihre Generation Z: Während die Großeltern noch im Bombenhagel Überstunden geschubbert haben, fürchten diese Teilzeit-Fetischisten sich vor Kastanien. Aber für Ausrufezeichen ist Geld da!!!!!!
Mick Herrons vor ein paar Tagen in deutscher Übersetzung erschienenes „Slough House“ ist für mich der bei weitem stärkste Band der „Slow Horses“-Reihe. Allerdings endet das Buch mit einem der fiesesten Cliffhanger, der mir je untergekommen ist. Ich habe sechs Stunden lang gelitten, dann hab ich mir den nächsten Band, „Bad Actors“1, auf Englisch gekauft. Den neuen Harlan Coben (mit Myron Bolitar!) les ich dann eben etwas später.


Sollte sich jemand wegen der explodierten Pager und Walkie-Talkies im Libanon echauffieren: vergleichen Sie bitte die Sprengkraft der sabotierten Kommunikationsmittel mit der Sprengkraft der Raketen, die die Hisbollah auf Israel abzufeuern pflegt. Das rückt die Dinge wieder in Perspektive.
Für das verwunderte Staunen der Woche sorgte ein Artikel, den die hiermit bedankte gnädige Frau empfahl: Das Geheimnis der Hundertjährigen ist gelüftet!
Man ist erst wirklich alt, wenn man einen österreichischen „Tatort“ anschaut und „Das wäre jetzt eine Rolle für Sieghardt Rupp gewesen “ denkt.
Wenn ein ehrloser Gastronom es wagt, Eisbergsalat auf die Speisekarte zu setzen oder gar vor einen hinzustellen, ist es die heilige Pflicht des Gastes, das betreffende Lokal umgehend zu verlassen. So einfach ist die Welt.
In „Bad Actors“ überfiel mich Mr. Herron auch mit der Weisheit der Woche: „All diese Jahrzehnte des Wettrostens, und dann stellt sich heraus, dass man einem Staat keinen größeren Schaden zufügen kann, als zuzulassen, dass er von einem Idioten regiert wird. Vielleicht hat irgendwo gerade irgendjemand gelacht.“





Es war ein angenehm zu beobachtendes Länderspiel, aber ohne Puskas, Hidegkuti und die Walter-Brüder ist Deutschland-Ungarn irgendwie… zweitrangig.
Dagegen konnten – obwohl wohlgeraten – sogar die
Kulinarischer Wochenhöhepunkt war das Geburtstagsessen der besten, geduldigsten Gemahlin von allen beim
Ufologen, aufgemerkt! Allessandra Rugeri gelingt es bei ca. Minute 7:40, Spaghetti mit einer zweizinkigen Gabel aus dem Kochwasser in die Pfanne mit dem Pecorino zu transferieren. Sie MUSS eine Außerirdische sein.
Douglas Preston und Lincoln Child, „the undisputed champions of high adventure“, haben mal wieder geliefert: Der neue Pendergast „Angel of Vengeance“ ist das reine Vergnügen
Kulinarischer Wochenhöhepunkt war eine im Panavision-Breitwand-Format angerichtete Vorspeise, „Arancini“, panierte Fleischbällchen aus kräftig gewürztem gehacktem Ochsenschwanz (!) mit Parmesan, serviert im Hotel-Restaurant „
Nichts gegen Bad Saarow, aber Abendstimmungen kriegen die Podersdorfer deutlich dramatischer hin.
Dafür dürfte die in Bad Saarow zu findende Statue Neptuns, der Arielle mit ihrer vergessenen Zwillingsschwester Trudchen präsentiert, weltweit einzigartig sein.
Ganz wunderbar, wenn endlich die Reiseandenken eintreffen.
Der Reitsport-Kommentatoren-Satz „Die Piaffe zu Edith Piaf“ ging letzte Woche endlich über den Äther. Nun kann ich beruhigt sterben.
Man kann tatsächlich nur neue Komfortzonen entdecken, wenn man die eigene verlässt.
Ich habe aus meinen Fehlern sehr viel gelernt. Ich glaube, ich mache noch ein paar.
… zum anderen die geerdete feine Küche, von diesen Gerichten hatte ich einen exzellenten Kalbskopf mit Bohnen auf dem Teller.
Entdeckung Nr. Zwo war dann Max Stiegls
… und einer raffiniert-kräftig gewürzten Halazslé gab’s – in aufregender Schlichtheit präsentiert – das kulinarische Highlight des ganzen Urlaubs, Kalbshirn mit Kimchi, Ei und Trüffeln.
Am Fotografierlicht im Garten sollte der Wirt jedoch noch arbeiten. Nicht, dass man noch anfängt, ihn wegen derart zwielichtig abgebildeter Speisen „Spelunken-Stiegl“ zu nennen.
Meine Urlaubslektüre waren die 11 „Madame le Commissaire“-Krimis von Pierre Martin. Trotz der hemmungslos dick aufgetragenen Prowangs-Klischees habe ich mich ausgezeichnet unterhalten gefühlt, Martin kann wirklich süffig schreiben und einen schön spannenden Sog erzeugen. Bei seiner neuen Nebenserie „Monsieur le Conte“ scheint ihm allerdings schon in Band 2 ein wenig die Puste auszugehen.
„Die Nacht kommt und mit ihr die schwarze Luft. Vielleicht erbarmt sich der Wirt und bringt uns drei Spritzer, denn die schwarze Luft macht durstig.“
Wenn man etwas verbietet, wird es übrigens nicht unsichtbar. Es verschwindet auch nicht.
Es ist ja sehr zuvorkommend vom stets aufmerksamen Service der „Podersdorfer Weinstuben“, ein beliebtes Gericht durch das Anreichen einer originellen Kopfbedeckung zu variieren, aber: bringt das geschmacklich wirklich was?
Was nicht jeder weiß: Die englische Übersetzung von „rumgurken“ ist „to cucumber around“.