Splitterbrötchen (DLXXXI)

Kultureller Wochenhöhepunkt I: Viel Freude beim Lesen der Autobiographie von Jean-Paul Belmondo gehabt, trotz des merkwürdig geschraubten Stils. Da kam die Erinnerung an ein Lebensgefühl zurück, das von Frechheit, Unbekümmertheit und einem Bekenntnis zur Unvernunft geprägt war. Das ist uns in den letzten Jahren verloren gegangen.

Kulinarischer Wochenhöhepunkt: Hocharomatisches Entrecote mit Pilzen beim Lieblings-Italiener.

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Was macht gute Restaurants zu Lieblings-Restaurants? Mindestens ebenso wichtig wie die Küche ist die Atmosphäre.

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Das Prinzip, Künstler für ihren kommerziellen Erfolg noch einmal zu ehren, ist ein überflüssiger Kotau vor den Prinzipien des Marktes. Der „Echo“ ist ein Schleimscheißer-Preis, sonst nix.

Kultureller Wochenhöhepunkt II: Besuch des Automuseums „Prototyp“ in Hamburg.

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Anlass des Tagesausflugs nach Hamburg: Treffen der Nassrasur-Verrückten.

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Warum lese ich in der hiesigen Presse eigentlich so wenig über die innenpolitischen Schwierigkeiten, in denen May, Macron und Trump stecken? Warum haben zu wenig Blätter die Traute, einfach mal zu schreiben, dass „höchstwahrscheinlich“ und „wichtige Informationen, die darauf hindeuten…“ nicht ausreichen, um anderen Regierungen zu drohen, sie zu sanktionieren oder Raketen abzufeuern? Früher war gewiss das meiste nicht besser, aber der Journalismus war deutlich weniger servil, als Belmondo noch frech von der Leinwand grinste. Der unabhängige, stets zum Widerspruch bereite Geist, für den er stand, fehlt heute sehr.

Splitterbrötchen (DLXXX)

Eine Debatte, in der Befindlichkeiten statt mit Fakten zu untermauernde Argumente ausgetauscht werden, ist keine.

Man soll ja Busfahrer während der Fahrt nicht ansprechen. Logisch, die sollen sich auf den Verkehr konzentrieren. Wie ist das mit Busfahrern, die Selbstgespräche führen?

In Ottografie macht DHL-Boten keiner was vor:

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Es ist nicht die Groko, die Politikverdrossenheit verursacht. Es sind die Politikverdrossenen, die die Politik einer GroKo zulassen.

Der Tweet der Woche:

https://twitter.com/stoewer/status/980677469685669888

Nach vielen, vielen Jahren hab ich – um einem Freund einen Gefallen zu tun – mal wieder ein paar Synchronübersetzungen geschrieben. Sechs Wochen nach Verschicken meiner Rechnung erkundigte ich mich nach den Plänen der Synchronfirma bezüglich Zahlungseingang. „Wir zahlen acht Wochen nach Rechnungseingang, das ist bei uns so üblich.“, bekam ich zur Antwort. Meine erste Übersetzung hatten sie binnen drei Tagen benötigt.

Der kulinarische Höhepunkt der Woche:

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Stück Butter in der Pfanne zergehen lassen, zwei bis drei Handvoll Marshmallows unter Rühren schmelzen lassen, Löffel Sambal Oelek unterrühren, zwei bis drei Handvoll Erdnusslocken unterheben, auf Alu abkühlen lassen und in Stücke schneiden (Sägemesser). Wer sagt, das schrottige Schleuderküche nicht mordslecker sein kann?

Tja, und als ich dieses Bild sah, wurde ich ziemlich schnell ziemlich sentimental…

Dank an Jon Hendren, der mich mit diesem Beitrag aus meiner Gefühlsduselei befreite:
„Wenn ein Mädchen dich nach deinen Träumen fragt, erzähl was von Familie, einer tollen Karriere, irgendwas in der Art. Erwähne auf keinen Fall den Traum, in dem du mit einem Baseball-Handschuh einen Meteoriten fängst, der sich als geschrumpfter Kopf deines alten Sportlehrers entpuppt und dir dein genaues Sterbedatum sagt.“

 

 

 

Splitterbrötchen (DLXXIX)

Diese Ausgabe der Splitterbrötchen ist stolz darauf, eine Aprilscherz-freie Zone zu sein.

Dialog beim samstäglichen Einkaufsbummel: „Willst du noch in den Bio-Markt schauen?“ -“ Wenn ich abgezockt werden will, gehe ich in die Spielbank.“

Die ersten Maßnahmen des neuen Gesundheitsministers beginnen zu greifen…

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Seit einer Worte warte ich auf das Eintreffen des Zeitumstellungs-Jetlags- Leere Versprechungen auch hier!

Ratlosigkeit zum Anfang der Grillsaison: Wieso nennt man einen Grill „Toronto Click“? Kann mir jemand auf die Sprünge helfen?

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Facebook-Lacher der Woche: Immer, wenn ich traurig bin, stelle ich mir zwei Schwaben beim Telefonsex vor.

Gestern Abend erfolgreich angespargelt. Weiß und grün, gebraten, zu Steinbeißer-Filet.

Frohe Ostern!

Inwieweit WordPress-Postings Stolz empfinden können ist natürlich durchaus diskutabel.

 

Splitterbrötchen (DLXXVIII)

Meine Verwirrung wich nur langsam, als ich erkannte, dass mit dem Slogan „Dein erstes Mal Bingen“ nicht für die sympathische Stadt am Rhein (Geburtsort von Tina York!) geworben wurde sondern für Serien auf Netflix.

Falls jemand ein Thema für eine literaturwissenschaftliche Doktorarbeit sucht: „Goethe als Influencer“ bietet Möglichkeiten.

Entgeht mir die Logik hinter der Empfehlung, auf Kommunikation gänzlich zu verzichten, weil mit den Kommunikationsmitteln etwas nicht stimmt, oder ist das doch die reine, morgenschöne Idiotie?

Küchentechnischer Meilenstein, historischer Durchbruch: Es ist mir gelungen, die Zubereitungszeit der Bourdain-Lammkeule, die Claudio von den Anonymen Köchen in mein kulinarisches Blickfeld gerückt hat, zu halbieren. Statt 7-8 Stunden bei 150 Grad funktioniert es auch, wenn man die Keule in den auf 250 Grad vorgeheizten Ofen schiebt, die Hitze nach 25 Minuten auf 150 Grad reduziert und die Keule bei dieser Temperatur 4 Stunden garen lässt. Das Endergebnis ist identisch.

Die Keule war dann auch der kulinarische Wochenhöhepunkt, blieb jedoch wg. Gier unfotografiert. Fotografiert habe ich das Resteessen am nächsten Tag, Lammkeulenfleisch mit Fond und Spagghetti….

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…. sowie den Runner-Up, ein hervorragendes Chili, zubereitet von Kitty in der indisoft-Kantine.

https://www.instagram.com/p/Bgqmsovl_dH/

Wenn Sie unvergesslich werden wollen, verschenken Sie Küchenutensilien. Meine Schwägerin hat mir vor einigen Jahren eine Pfeffermühle geschenkt. Vor gut einem Jahr ist sie leider gestorben, und jetzt denke ich jedesmal, wenn ich zur Pfeffermühle greife, an meine liebe Schwägerin.

Marcel Reif prägte im letzten „Doppelpass“ das Fußballwort der Woche: „Romantik-Transfer“.

Der Witz ist vollkommen bescheuert, trotzdem lache ich seit Tagen über ihn: „Meister Po, warum sehen alle Shaolin-Mönche gleich aus?“ – „Ich bin nicht Meister Po.“

 

 

Splitterbrötchen (DLXXVII)

Nach einem langen Jahr haben wir endlich wieder Paris besucht. Butte aux Cailles, unser Lieblingsviertel, widersetzt sich immer noch standhaft der Gentrifizierung.

https://www.instagram.com/p/BgTRlmSDlAU

Die Frage ist, ob Horst Seehofer zu Deutschland gehört. Bayern sind in dieser Frage ja gern etwas schwankend.

Lektüreempfehlung für Freunde der Spannungsliteratur: „Schlüssel 17“ von Marc Raabe ist einer der spannendsten deutschen Thriller überhaupt.

Kennzeichnend für den aktuellen Diskurs ist die Abwesenheit von Diskurs. Diskutierende scheinen nicht mehr nach Erkenntnisgewinn sondern nur noch nach Bestätigung zu streben.

Was an Uwe Tellkamp nagt: Warum hat Klett-Cotta sich nie von Ernst Jünger distanziert?

Heute bei BILD-Online: „BND warnt vor Raketen aus Nordkorea“
Bitte, lasst euch nicht von irgendwelchen zwielichtigen Asiaten an der Haustür nordkoreanische Raketen andrehen, die taugen nichts. Nehmt Qualitätsprodukte aus dem klassischen Waffenhandel, da wisst ihr, was ihr habt.

Gehöre ich als Heide zu Deutschland, auch wenn ich kein Lüneburger bin?

Kulinarischer Wochenhöhepunkt: Das beste Cote de Boeuf meines Lebens, exakt medium rare gebraten, in der Auberge de la Butte.

https://www.instagram.com/p/BgTQGcPD-e6

Am Tag, als Stephen Hawking starb, beschwerte ich mich bei youtube über zwei Videos, in denen religiöse Eiferer Hawkings Tod auf widerliche Weise feierten. Minuten später erhielt ich zwei Mails mit Textbausteinen, die mir erklärten, dass die von mir monierten Videos gegen kein Gesetz meines Landes verstoßen. Damit wäre die Sache für mich erledigt gewesen, wenn Fa. youtube mir seitdem diese Textbausteine nicht wieder und wieder zusenden würde, von eine „noreply“-Adresse aus, so dass ich keine Ahnung habe, wie ich mit youtube in Kontakt treten kann, um den Mailstrom abzustellen. Wäre ich Amerikaner, hätte ich längst einen Anwalt beauftragt, um youtube mit einer Millionenklage zu überziehen, weil ich durch diese Mails wieder und wieder traumatisiert werde. Schade, dass das amerikanische Rechtssystem nicht zu Deutschland gehört.

Splitterbrötchen (DLXXVI)

Die Verrohung des Denkens führt zur Verrohung der Sprache.

Kultureller Höhepunkt der Woche war ein Besuch bei „Frau Luna“ im Tipi. Schon der Vorhang war der Hammer…

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…aber was nach Heben desselben abging, sucht seinesgleichen. Selten so spielfreudige Schauspieler gesehen, allen voran die Entdeckung des Abends, die höchstkomische Anna Mateur. Bei der folgenden Kostprobe bitte auf die kleinen Gesten achten, das ist großmeisterliche Komik.

In „Frau Luna“ hat sie sich bei den Schluss-Verbeugungen zweimal den Kopf an der links vor der Bühne stehenden Säule gestoßen. Ab der dritten Verbeugung hat sie immer die Hand zum Schutz zwischen Stirn und Säule gehalten. Ich wäre beinahe erstickt.

Immer, wenn man denkt, dass einen nichts mehr erschüttern kann, kommen unsere Helikopter-Eltern auf neue Ideen. Wie zum Beispiel diese engagierte Mutter, die sich nach dem Einstieg in den M48 an der Kaisereiche bei ihrem kleinen Sohn entschuldigte, dass es so voll wäre.

 

Splitterbrötchen (DLXXV)

Was uns gerade verloren geht: Das Goutieren von Spott. Nicht alles ist automatisch Häme.

Immer öfter sagt mit die beste, geduldigste Gemahlin von allen, ich solle endlich mal zum Störgeräte-Agnostiker gehen. Ich weiß beim besten Willen nicht, was diese ansonsten treffliche Frau meint.

„Konnst di Duschen“ ist sowohl ein Satz, mit dem ein Bayer das Freiwerden der Dusche signalisiert als auch der Versuch >>Günther Oettingers, das englische Wort für Verfassung auszusprechen (bei Facebook aufgeschnappt).

Fasten ist in, demzufolge ist auch die Zahl der Menschen sprunghaft gestiegen, die über dieses Thema haltlos daherschwurbeln. Den Vogel der Woche schoss SpOn ab: „Wissenschaftler aus Biochemie und Medizin haben in Studien festgestellt, dass schon stundenweise Fasten-Intervalle während des Tages viele gesunde Stoffwechselprozesse auslösen, die sonst durch lange Fastenkuren entstehen.“ Gut zu wissen: Wenn ich mal ein paar Stunden nichts esse, dann ist das schon Fasten. Die Welt kann so einfach sein.

Was mich ratlos macht: Dass es Menschen in meiner Timeline offenbar nicht genügt, politisch nach rechts zu driften. Nein, diese politische Richtungsänderung scheint verpflichtend mit einer Änderung des Tonfalls ins Pöbelhafte verbunden zu sein.

Kulinarischer Wochenhöhepunkt war ein von der besten, geduldigsten Gemahlin von allen gesponsortes italienisches Menü im benachbarten „Miseria & Nobiltá„. Die zur Vorspeise genossenen frittierten Sardellen waren unglaublich lecker, Vitello Tonnato, Pizza Salami und Risotto mit Radicchio, Nüssen und Speck brauchten sich auch nicht zu verstecken. Könnte zum neuen Lieblings-Italiener werden, der Laden.

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Zum Abschluss ein über 40 Jahre alter Kommentar zum aktuellen Diesel-Urteil. Dass und wie Politik und Autoindustrie Überraschung über dieses Urteil geheuchelt haben, ist schlichtweg widerlich.

 

Splitterbrötchen (DLXXIV)

Bei den Seelenverwandten der Fa. „Berliner Arroganz“ erwarb ich mein neues Lieblings-T-Shirt. Ich hab auch noch eins mitgenommen, wo „Es heißt ‚Schrippe‘!“ draufsteht. Persönlicher Stil ist weder Zufall noch Glückssache.

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Ein vom Aussterben bedrohtes Wort: Lümmel. Der Duden definiert einen Lümmel als jungen Mann, der „frech, ungezogen als Person mit flegelhaftem Benehmen angesehen“ wird. Ich sehe einen Lümmel durchaus auch als Person an, die nichts auf Konventionen gibt und sich von niemandem etwas sagen lässt. Wer niemals Lümmel war, hat nicht gelebt.

Auf verlorenem Posten kämpfte ich, als ich versuchte, die beste, geduldigste Gemahlin von allen davon zu überzeugen, dass schwäbische Großväter das Thema der Ausstellung „Opale“ sind.

https://www.instagram.com/p/BfZIErmlmE5

Kultureller Wochenhöhepunkt und jetzt schon in den Top Ten des Jahres; das Konzert von Maria Doyle und Kieran Kennedy in der Alten Bahnhofshalle Friedenau. Wer Irish-Rover-mäßigen Folk erwartet, wird bei ihr enttäuscht. Mrs und Mr. Kennedy schreiben und singen komplexe Songs zwischen Folk, Jazz und Rock. Das ist tatsächlich nur vergleichbar und sehr nah dran an dem, was der höchst geschätzte David Crosby in seinen Solo-Alben so veranstaltet. Ich war begeistert.

Immer wenn man denkt, dass es einen schlimmeren Kalauer nicht geben kann, schlagen unsere Friseure zu.

https://www.instagram.com/p/BfdjW61lc56

Zwei kulinarische Wochenhöhepunkte: ein selbstgeklöppelter Auflauf aus Sauerkraut, Blunzen vom Mangalitza und Kürbispüree…

https://www.instagram.com/p/BfnQib0lc9w

…sowie ein hammerleckeres „Schwarzwälder Parfait“ mit zimtigem Kirschen-Ragout bei Wiesenstein am Viktoria-Luise-Platz (empfehlenswert, wir werden zeitnah wiederkommen, um die angebotenen Blutwurst-Maultaschen einem rigiden Leistungstest zu unterwerfen).

https://www.instagram.com/p/Bfl0G1JlREf

 

 

Splitterbrötchen (DLXXIII)

Herr Spahn von der CDU sprach am Aschermittwoch: „Es ist aber nicht alles bereichernd, Zwangsheirat und Ehrenmord sind es nicht. Und da kann man doch nicht immer sagen, das ist eine andere Kultur, dafür müssen wir Verständnis haben. Das müssen wir nicht. Das ist der Unterschied zwischen Leitkultur und Multikultur.“
Lieber Herr Spahn, auch in unserer „Leitkultur“ war und ist nicht alles bereichernd. Zum Beispiel war mein Vater Mitglied der SS, war wahrscheinlich an schweren Kriegsverbrechen beteiligt und hat mich in dieser Sache mein Leben lang leitkulturell angelogen.  Mit den (vermutlichen) Verbrechen meines Vaters habe ich letztlich genauso wenig zu tun wie die meisten meiner Mitbürger türkischer Herkunft mit Ehrenmord und Zwangsheirat. Einen grundsätzlichen Unterschied zwischen den von Ihnen herbeigeschwurbelten Begriffen Leitkultur und Multikultur kann ich beim besten Willen nicht erkennen.  Spahn, Sie Denkkräppel! Haben Sie vergessen, dass Ihnen in der Grundschule gesagt wurde, dass Verallgemeinerungen meistens Quatsch sind?

Spiritueller Wochenhöhepunkt war die Stunde, die ich mir genommen habe, um in aller Seelenruhe meine Schärfsteine einzuweichen, aufzureihen und dann ein entspanntes Weilchen lang zu überlauter Rockmusik meine Küchenmesser in superscharfen Zustand zu versetzen. Das Schärfen von Messern wirkt auf mich befriedigender und entspannender als jede fernöstliche Meditationstechnik. Andererseits, wenn die Beatles damals ihre Taschenmesser geschärft hätten, anstatt zu Maharishi Mahesh Yogi zu fahren… lassen wir das.

Der Facebook-Fun-Fact der Woche: In Sachsen kamen seit 1945 genauso viel Menschen durch Haiangriffe wie durch islamistische Anschläge ums Leben.

Alexa hat mich vor einigen Tagen davon in Kenntnis gesetzt,, dass „Hab ich gepupst?“-Tag ist. Mr. Bezos sollte vielleicht die Zügel ein wenig anziehen.

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Kulinarischer Wochenhöhepunkt war ein Jägerschnitzel mit perfekten Bratkartoffeln, genossen in einer Zeitkapsel namens „Floh“ am S-Bahnhof Grunewald. Die geduldigste, beste Gemahlin von allen hatte diesen Ort für unser Valentinstags-Dinner ausgewählt. Erneut neige ich mein Haupt vor ihrer Weisheit und Kenntnis.

https://www.instagram.com/p/BfIRsz2llj8/

Und diese TK-Kräuter hab ich Montag in der Beckerstraße beim Schrippenholen gesehen. Hoffentlich war’s das mit dem Winter.

Ich fürchte, ich habe mir auf meine alten Tage ein neues Lieblingslied zugelegt. Läuft zurzeit mindestens dreimal täglich, vermutlich öfters.

 

Splitterbrötchen (DLXXII)

Brauchen Sie dringend einen Feind? Dann machen Sie einfach irgendjemanden auf einen Irrtum aufmerksam.

In Bad Belzig haben Sie ein hochinteressantes Finanzierungsmodell für den Karneval gefunden:

Thema Bad Belzig: Dort verbrachten die beste, geduldigste Gemahlin von allen und ich ein wunderbar entspannendes Wohlfühlwohenende in Stein Therme…

…und Burghotel.

Im Restaurant „Wittgenstein“ des Burghotels jagte ein kulinarischer Wochenhöhepunkt den anderen, z. B. dieser perfekte Turm aus Rösti, Rahmspinat und Tafelspitz, umrahmt mit Merrettichschaum-Sauce und zitronigem Popcorn(!)…

…oder diese Crema Catalan mit Calvados-Apfelspalten.

Alles in allem dicke Empfehlung für dieses Hotel. Sehr gutes Restaurant, wunderbar atmosphärische Zimmer, die komfortabel sind aber den Burg-Charakter behalten haben, super-freundlicher, herzlicher Service und an der Rezeption finden sich zwei sympathische Aufkleber: „Refugees welcome“ und „No Nazis“. Hier wohnt man gern!

Zwei Lektüre-Empfehlungen:
Für Freunde der Spannungsliteratur: „Der Meister des Jüngsten Tages“ von Leo Perutz. Schlichtweg grandios, ganz großes Tennis.
Für Freunde des Fußballbuchs: „Helmut Schön“ von Bernd-M. Beyer. Ich dachte, ich wüsste über Schön einigermaßen Bescheid, aber Beyer hat mich alle paar Seiten immer wieder überrascht. Und insbesondere die zahlreichen Zitate aus Fußball-Zeitungen und alten Sportteilen stärken meine These, dass Fußball vor hundert Jahren zur Weltsportart aufzusteigen begann, weil man über diesen Sport so spannend und anschaulich schreiben kann wie über keinen anderen.

Außerdem kam mir in Bad Belzig noch die ein oder andere pittoreske Ansicht vor das Smartphone…

…und ich machte die Bekanntschaft von Hektor, dem freiheitsliebenden Hahn.

Wo wir beim Thema Hahn sind: Das Glaubwürdigkeitsproblem der SPD ist seit den aktuellen Hahnenkämpfen offensichtlich: Wer glaubt denen denn den sozialen Anspruch, wenn sie derart asozial miteinander umgehen? Zur Empathie unfähige Politiker hätte ich bis letzte Woche eher bei der AfD verortet.