Es ist gar nicht so schwer, sich vor dem eigenen Schatten zu erschrecken. Man muss nur bemerken, dass man angefangen hat zu gehen wie der eigene Vater.
Innovationen, die die Menschheit seit Jahrhunderten ersehnt:

Bin ich wirklich der einzige, der mit dem Begriff „Sommermärchen“ nicht (nur) die Turnierspiele der deutschen Nationalmannschaft 2006 verbindet, sondern die geniale, freundschaftliche Atmosphäre abseits der Stadien? Als die Menschen in unserem damaligen Kreuzberger Kiez ihre Fernseher auf die Straßen stellten, um mit wildfremden Menschen zusammen Fußball zu schauen? Als man jederzeit spontan mit Freunden des Ballsports aus aller Herren Ländern ins Gespräch kommen konnte? Als hunderte schwedischer Fans Stunden vor dem Anpfiff des Spiels ihrer Mannschaft gegen Brasilien am Theodor-Heuss-Platz auftauchten, freundlich und gelassen sämtliche Supermärkte und Lokale bis auf den letzten Tropfen leertranken und sich dann auf den Weg zum Stadion machten, ohne Müll oder Sachschäden zu hinterlassen? Als wir uns nach dem verlorenen Halbfinale traurig vom Public Viewing nach Hause zu schleppen begannen, nur um mit den Worten „Was soll’s, war trotzdem ein geiles Turnier“ doch noch in die Kneipe abzubiegen? Das zumindest war mein Sommermärchen, nicht die Zufallsflanke von David oder der Spickzettel von Jens.
Kulinarischer Wochenhöhepunkt war ein Mittagsmenü im Stadtgasthaus am Nyikospark in Neusiedl. Petersiliencremesuppe …

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… alles zusammen für selbstmörderisch kalkulierte 12,80 Euro.
Leider ist der Sport-BILD-Redaktion in dieser Sache eine gewisse Genialität nicht abzusprechen:

Mir scheint, dass – online und gedruckt – die Zahl der Artikel rapide steigt, die mit der Intention geschrieben wurden, den Leserinnen und Lesern ein schlechtes Gewissen zu machen. Zu Ende gelesen werden solche Besinnungsaufsätze natürlich nur von Menschen, die schon eins haben. Die eigentlichen Adressaten werden die Lektüre deutlich vorher abgebrochen haben.



Die UEFA ist ein Ort fußballerischer Ungerechtigkeit. Deutschland wird ein klarer Handelfmeter verweigert, gleichzeitig lässt man zu, dass der US-Amerikaner Don Diego de Vega („Zorro“) für Frankreich antritt.
„Was machen Sie beruflich?“ – „Ich bin Online-Bäckerin.“
Speck stellt keine Fragen. Speck versteht.
„Dein Paket verfolgen“? Warum sollte ich das tun? Es wird mir doch gerade gebracht!
Enttäuschung der Woche: „A Grave in the Woods“, Martin Walkers frisch erschienener neuer Bruno-Roman. Man liest sich durch ein Familientreffen, bei dem Oppa ein bisschen vom Kriech erzählt, vor Bitcoin, Putin und Klimawandel warnt und nebenher äußerst halbherzig einen sich selbst erledigenden Kriminalfall abwickelt. Sogar die Kocheinlage wirkt dahingeschludert: Bruno überlässt bei Rillette vom Thunfisch, Kalbsragout mit Morcheln und Erdbeeren mit Sahne die meiste Kochlöffelzeit dem greisen Baron, weil er lieber das Damen-Rugby-Team trainiert. Mähnong, Mr. Walker, ssahnevabjang. Für den nächsten Roman steigen Sie bitte von ihrem Rednerpult runter und besinnen sich auf die Cop-Thriller-Wurzeln der Serie, oder Sie verlieren einen ihrer treuesten Kunden.
Das gar nicht mal so wenige Salon-Linke die 
„Steter Tropfen höhlt den Stein“ funktioniert tatsächlich nur bei Steinen. Bei Menschen bewirkt die Methode das genaue Gegenteil.
Warum soll ich mir die Wiederholung des Sommermärchens wünschen? Ich will nicht wieder Dritter werden! Was sind denn das für Defaitisten beim ZDF?!
Lachen bei Threads;

Die lange Regierungszeit Angela Merkels hat dem Land nicht gutgetan, u. a. sind unsere kaputte Infrastruktur und die verschleppte Digitalisierung der volkswirtschaftlich komplett dämlichen „Schwarzen Null“ geschuldet. Frau Merkel alleine die Schuld daran zu geben, greift jedoch zu kurz. Es gab Koalitionspartner und Finanzminister die es hätten besser wissen MÜSSEN. Und es gab jede Menge Wähler, die sie nicht trotz sondern wegen „Sie kennen mich“ gewählt haben.
Die bedenkenswerte Facebook-Weisheit der Woche: „All I’m saying is, at any pont during that ride through the desert, he could have given the horse a name.“ Wie ich immer sage: Umgedreht wird ein Horseshoe draus!
Wenn man sich nur noch die Richtigkeit des eigenen Standpunkts bestätigen lässt und gar nicht mehr versucht, andere zu überzeugen, ist man sich der Stichhaltigkeit der eigenen Argumente vielleicht doch nicht so ganz sicher.
Das „Dr. No“-Hemd war übrigens nur der Anfang …
Wenn Sie diesen wunderbaren 11 CV gerade am Straßenrand der Berliner Straße haben stehen sehen, dann steigen Sie voll in die Eisen Ihres mit Sicherheit viel hässlicheren Autos und suchen Sie einen Parkplatz, oder steigen Sie an der nächsten Haltestelle aus dem Bus aus und laufen die paar Meter zurück: Sie sind gerade an der Wein- und Feinkosthandlung „
Die geplante Krankenhausreform ist ein Werk des Teufels. Ja, doch, Sie sind gemeint, Klabauterbach! Gerade Ihnen als Sozialdemokrat sollte doch klar sein, dass das Gesundheitswesen eine Gemeinschaftsaufgabe ist, und dass jede unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgende „Reform“ dieses Gesundheitswesen weiter beschädigt. Ich weiß, wovon ich rede, ich lag letztes Jahr zwei Monate im Krankenhaus. Wäre das eins der geplanten spezialisierten Krankenhäuser in hunderten Kilometer Entfernung gewesen, dann hätte meine liebe Frau mich nicht regelmäßig besuchen können, deren Lebensmut, Liebe und Unterstützung ganz wesentlich zu meiner Genesung beigetragen haben. Dann läge ich wohl heute noch im Krankenhaus. Oder woanders.
Offenbar habe ich irgendwo den Eindruck erweckt, komplett schmerzfrei und dement zu sein. Ich bekomme Kontext-Werbung für Shorts aus Cord.
Erstmals seit Jahrzehnten hat mir ein ESC wieder richtig gut gefallen. Vermutlich, weil ich erst nach 23 Uhr eingeschaltet habe, um ausschließlich die Stimmvergabe zu verfolgen.
Gewalt gegen die eigenen Leute strikt ablehnen, aber die klammheimliche Freude rausschmunzeln, wenn’s den Gegner trifft? Ging schon vor fünfzig Jahren nicht, trotzdem machen’s immer noch viele. Auch Leute, die man vorher für klug gehalten hat.