Alle Beiträge von Chris Kurbjuhn

Splitterbrötchen (DLI)

Für die Weisheit der Woche bedanke ich mich bei Facebook-Freund Tommy Tulip: „Wortspiele über Vegetarier könnt Ihr Euch bitte schinken!“

„Richtig guter Fußball, das macht Spaß, zuzusehen!“ meinte der Sport1-Reporter pfeilgerade in dem Moment, als ich mit dem Rücken zum Bildschirm stand und nichts sehen konnte. Ich erwog kurz den Entwurf einer neuen Verschwörungstheorie, musste aber vor deren Komplexität kapitulieren.

Zum kulinarischen Höhepunkt der Woche hatte die geduldigste, beste Gemahlin von allen eingeladen. Ganze Kalbshaxe für zwei im „Roten Jäger“ in Mitte. Das war perfekt gemachte, bürgerliche Küche, eine Kalbshaxe im ganzen so knusprig und saftig hinzukriegen ist nicht einfach, großes Kompliment!

Soeben gesehen: Jo Nesbø hat es wieder getan und einen elften Roman mit dem gebeuteltsten Protagonisten der Literaturgeschichte geschrieben: Was wird er dem armen Harry Hole jetzt wieder antun? Und warum tut er das? Doch hoffentlich nicht, weil verantwortungslose Sadisten wie ich diese Bücher zwanghaft kaufen?

Heimlich, still und leise hat Fa. Apple diese Woche die E-Books aus dem iTunes-Store entfernt. Dass es schwer ist, auf dem E-Book-Sektor gegen amazon anzustinken, ist einigermaßen klar, aber Bezos einfach sang-, klang- und vor allen Dingen kampflos gewinnen zu lassen, scheint mir keine weise Entscheidung zu sein. Erinnert ein bisschen an Fa. Siemens, die vor ein paar Jahren so furchtbar froh war, ihre Handysparte verkloppt zu haben. War ja eh gesättigt, der Markt…

Splitterbrötchen (DL)

3 Wochen Podersdorf sind um. Es war sehr schön. Wie immer.

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Am Montag dieser Woche sind wir aus unserem dreiwöchigen Podersdorf-Urlaub zurückgekehrt. Es war sehr schön, wie immer.

Welschriesling

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So ein Glas Welchriesling ist alle Mühen wert.

Speckbrot

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Ebenso wie das dazugehörige Speckbrot.

FeWo with a View.

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Oder diese morgendliche Aussicht aus dem Fenster unserer Ferienwohnung.

Die geduldigste Gemahlin von allen hat wieder fleißig fotografiert…

Endlich weiß ich, was ein Uhudler ist.

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… während ich verzweifelt versucht hab, zu begreifen, was ein Uhudler ist.

Auf einem Tagesausflug nach Bratislava hattte ich dann Gelegenheit, zum ersten Mal in meinem Leben askenasisch zu essen:

Tscholent

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Tscholent ist ein Eintopf aus Bohnen und Graupen, der mit einer mächtigen Scheibe gepökelten Rindfleischs serviert wird.

Am schönsten war’s aber wieder – wie immer – beim Lentsch in der Dankbarkeit, im Lieblingswirtshaus.

Jiddische Hühnerleberpastete mit Brioche

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Jetzt sind’s nur noch 48 Wochen…

Splitterbrötchen (DIL)

Im Jahr 2017 des Herren riskieren die Auguren des DFB einen Blick auf die Stadiontribüne und entdecken Nazis. Dieser Schreck! NAZIS! Ohmyfuckinggod!
Meine ersten Prügel aus der rechten Ecke bekam ich bei meinem ersten Stadionbesuch Mitte der 70er Jahre angedroht, zum letzten Mal musste ich Ende der 80er Jahre vor dem rechten Mob davonlaufen. Die Zahl der rechtsradikalen im Stadion und drumherum scheint fulminant angestiegen zu sein, sonst würden die Funktionäre sie nach wie vor ignorieren.

Ich hatte vollkommen übersehen, dass Ridley Scotts „Der Marsianer – Rettet Mark Watney“ auf einem SF-Roman basiert. Den hab ich deshalb erst letzte Woche gelesen, er ist auf Anhieb in meinen Top 10 gelandet, dicke Empfehlung für die Freunde der wertkonservativen Wissenschafts-SF.

Kaum hatte Italines Top-Tennis-Profi Fognini bei den US-Open eine Schiedsrichterin „häßliches Eichhörnchen“ genannt, war er auch schon aus dem Turnier geflogen, Geldstrafe inklusive. Selber schuld. Mit dem Riviera-erprobten, entschlossen überhauchten „Ti amo, du raffiniertes Nagetier!“ wäre er weiter gekommen.

Kay Ebel interviewt mittlerweile alles, was ihm vors Mikrofon kommt. Selbst einer Schlagbohrmaschine würde er unüberrascht zwei, drei routinierte Fragen stellen, um dann zum nächsten Gesprächspartner zu wechseln.

Splitterbrötchen (DXLVIII)

Man soll es nicht für möglcih halten, aber so Mitte der 70er, da gab’s in meiner nordhessischen Heimatstadt eine eigene K-Gruppe, die KGE („Kommunistische Gruppe Eschwege“). Protoplasma-Spuren derselben sind sogar noch im Internetz zu finden, Das waren so vier bis acht verlässlich in Flügelkämpfe verwickelte Menschen von atemberaubender politischer Wirkungslosigkeit, die – und das sollten wir nicht vergessen – die Eschweger Jugend konsequent davor schützten, Sympathien für kommunistisches Gedankengut zu entwickeln. Mit den pathetischen Jammerlappen wollte nun wirklich niemand was zu tun haben, um Himmelswillen. Wäre alldings irgendein Denk-Kräppel damals auf die Schnapsidee gekommen, sie verbieten zu wollen …

Ja, ja natürlich mein ich das so. Und wenn der Herr Spahn von der CDU so weiter macht, werd ick Hipster.

All die, die sich darüber beschweren, dass heutzutage jeder dauernd online sein will, haben vergessen, wie es offline war.

Noch eine Erinnerung, zum 125jährigen Vereinsjubiläum von Hertha BSC: Wer das Ende der 70er Jahre ganz oben auf den einsamen, windumtosten Tribünen des Olympiastadions nicht erlebt hat, kann nicht mitreden. Ich wäre einmal beinahe vor Schreck gestorben, als ein neben mir in stundelnage Schockstarre versunkener Rentner plötzlich aufsprang und „Gebt dem Schiedsrichter eine Bratwurst mit Gift!“ brüllte. Wäre tatsächlich eine solche dagewesen, wir hätten uns vor Verzweiflung um sie gestritten. Wie es heutzzutage ist, weiß ich nicht. Es soll ganz ähnlich sein, nur voller und lauter.

Laut SpOn hat der HSV jetzt ein „Erfolgsrezept“! Der HSV! Ausgerechnet! Ich freu mich so für unsere wackeren, von Erfolg geschüttelten Hanseaten!

Splitterbrötchen (DXLVII)

Wenn ich mit dem Flugzeug verreise, wird häufig ein gewisser Kevin Crew ausgerufen, der sich um irgendwelche Landeprozeduren kümmern soll. Kommt ganz schön herum, der junge Mann. aus

Nochmal: Menschen, die in der Wirtschaft arbeiten, denken grundsätzlich anders, als Menschen, die in der Politik arbeiten. Das hat der Trump nicht erfundenen, das ist seit ein paar hundert Jahren so. Wer das nicht begreifen will, sollte nicht Journalist werden und mich mit dem ständig wiederkehrenden, immer gleichen Trump-Artikeln nerven.

Wie immer kurz vor Wahlen beginnt Sigmar Gabriel, sich für große Koalitionen zu interessieren. Die Position der Duden-Redaktion, das Wort „rückgratlos“ weiterhin den nicht steiferbaren Adjektiven zuzurechnen, wird immer unhaltbarer.

Meine bisherige Methode zum Entblättern von Mais hatte ich aus einem ollen Rex-Stout-Krimi („Murder is corny“, wenn ich mich nicht irre): Mais ungeschält bei Top-Temperatur jn den Ofen, Blätter gehen quasi von alleine ab, buttern, verzehren. Ich hätte nie gedacht, dass das unkomplizierter geht, aber offensichtlich ist das der Fall:

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Splitterbrötchen (DXLVI)

Das merkwürdigste Traumerlebnis meines Lebens ereignete sich diese Woche. Ich war in nicht näher definierter, dennoch offizieller Funktion bei der Gründung eines athenischen Stadtstaates zugegen und langweilte mich zu Tode. Als ich die Langeweile nicht mehr aushielt, beschloss ich aufzuwachen, was mir erfolgreich gelang. Ebenso problemlos gelang mir das Wiedereinschlafen, nur dass ich mich auf der gleichen, immer noch stinklangweiligen Gründungsversammlung wiederzufinden. Das ging so fünf, sechs mal während der ganzen Nacht, ich konnte der Sache nicht entkommen. Im Nachhinein habe ich keine Ahnung, warum ich zum Schlafen nicht einfach in der Versammlung geblieben bin.

Falls mich irgendjemand der Altersgelassenheit verdächtigen sollte: Vermutlich bin ich bloß ein bisschen müde.

Apropos Alter: Mit jedem vollendeten Lebensjahr verdoppelt sich die Anstrengung, die man aufwenden muss, um einen gedankenlos preisgegebenen Millimeter zurückzuerobern.

Ein wunderbarer schlechter Witz bei SpOn: „Wie heißt den Tubbs aus Miami Vice mit vornammen?“ – „Correga.“ – „Nord-Correga oder Süd-Correga?“

Gestern angefangen, „Totenkalt“ von StuartMacBride zu lesen. Dies ist nunmehr der zehnte Band in der Mogan-acRae-Reihe, und MacBride lässt immer noch nicht nach, bewunderungswürdig. Ich schrieb’s bereits: für mich die beste Polizei-Thriller-Serie überhaupt.

Wissenschaftler, die einem Problem mit nicht-wissenschaftlicher Argumentation beizukommen versuchen, sind keine.

Nun auch noch Glen Campbell. Hierzulande hielten die meisten Leute ihn für einen Country-Schnulzer. In Wirklichkeit war Campbell einer der besten, vielseitigsten Gitarristen überhaupt.

Splitterbrötchen (DXLV)

Menschen, die mich kennen, zweifeln an meinem Verstand, Whisky-Experten platzt das Gehirn. Jahrzehntelang ging bei mir nichts über Laphroaig, gar nichts. Und jetzt beginnt ganz plötzlich, der Port Charlotte Scottish Barley von Bruichladdich am Thron zu kratzen… Die Dinge geraten in Bewegung.

Wäre das mein Land, dann würde ich mir ja Gedanken machen, wenn ein Schrauberladen wie Apple massiv Schatzbriefe kauft…

Am Freitagnachmittag wollten die geduldigste, beste Gemahlin von allen und ich das Wochenende mit einem Impuls-Apero beim Italiener jejenüber vonne Arbeet einläuten. Doch der war ankündigungslos in Urlaub gefahren. Mählich mäanderten wir Richtung Friedenau als die jeduldigste Jemahlin mit der ihr eijenen jeistijen Klarheit vorschlug, doch endlich den „neuen Italiener“ (seit ca. 1 Jahr) im ehemaligen Tomasa inner Hauptstraße auszuprobieren. Vorjesacht, nachjemacht. Die Pizza sieht so aus …

 … und schmeckt auch so. Ich hatte ge-ni-a-le frittierte Baby-Calamari …

… und zur Vorspeise – gegrillten Oktopus mit Kartoffeln und weißen Bohnen – war mir nur ein „Doll!“ eingefallen.

Lässige ital. Atmo inkl. Biergarten ist ebenfalls vorhanden, hier kann man den Lambo öfter abstellen. „Malafemmena„.

Dem Vernehmen nach führen hochrangige Würdenträger im Vatikan mehrmals täglich einen Sündersuchlauf durch.

Warum befasst sich eigentlich nur Don Alphonso vonne FAZ mit diesem Skandal? Warum beschränken sich die Mainstream-Medien auf grämlich-gnädige Kurzkommentare, anstatt nachzuhaken?

Den Vogel der Woche schossen allerdings gestern die Reporter des ZDF beim Supercup ab, die bei der erstmaligen offiziellen Inbetriebnahme des Videobeweises sofort insinuierten, die Bayern würden beim Videobeweis „grundsätzlich“ bevorteilt. Mann, Mann, Mann. Muss Neid schön sein.

Und dann war da noch die Seniorin, deren gleißnerisch vorgetragenes Angebot „Ich steige aus, möchten Sie sich auf meinen Platz setzen?“ ich mit einem knappen „Nein, danke, ich sterbe lieber im Stehen.“ auskontern konnte.

War das jetzt alles ausführlich jenuch, Hörr Frössack?!

Splitterbrötchen (DXLIV)

Kulinarischer Höhepunkt der Woche: eine sehr, sehr dünne, sehr, sehr knusprige, sehr, sehr gute  Steinofenpizza im neu eröffneten „Tre Fratelli“ an der Rubensstr. Man sitzt drinnen wie draußen sehr angenehm, der Chardonnay ist durchaus  trinkbar.

Bizarrere kulinarische Abendunterhaltung bietet das ebenfalls erst kürzlich eröffnete „BBQ Streetfood“ am Rathaus Steglitz. Es gibt so ein Feuertopf-Dingenskirchen-Buffet, die Beschriftung des Buffets erfolgte allerdings ausschließlich mit asiatischen Schriftzeichen, so dass … mehr muss ich nicht schreiben, oder? Hat verspielten, abenteuerlustigen Naturen wie uns durchaus Spaß gemacht.

 

 

 

Splitterbrötchen (DXLIII)

In beinahe jedem Supermarkt bekomme ich kaltes Bier, kalte Cola, kalter Mineralwasser… warum eigentlich keinen kalten Weißwein?

Alles muss! Nix darf! Schlissen, Baby!

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Etwas erklären bedeutet eben nicht, es zu vereinfachen. Ganz im Gegenteil.

Bitte, verlassen Sie auch meine Netzecke, wie es sich gehört. Torkeln Sie nicht herum, gröhlen sie keine martialischen Trinklieder und vermeiden Sie Tanzdarbietungen, wenn sie kein Profi sind..

Splitterbrötchen (DXLII)

Steffen Hellmann beschreibt die typische Denk- und Handlungsweise von bestimmten Autonomen sehr genau.  Und jeder, der irgendwann mal an einer Demonstration teilgenommen hat, kennt den erfrischend direkten Umgang, den einige Polizisten auch mit friedlichen Demonstranten pflegen. Einer bestimmten Gruppe die Schuld an den G20-Krawallen zuzuschieben, wird nicht möglich sein, hier haben wieder einmal Minderheiten verschiedener Gruppen eine vollkommen legitime Demonstration für ihre Zwecke instrumentalisiert. Eine Diskussion darüber, warum niemand von verantwortlicher Seite die hundertprozentig vorhersehbare Gewalteskalation vorhersehen konnte oder wollte, wäre die einzig notwendige und ehrliche.

Gleiches gilt für Herrn Bosbach: Das Frau Ditfurth es in allen Talkshows, zu denen sie eingeladen wird, darauf anlegt, sämtlichen Anwesenden gewaltig auf den Zeiger zu gehen, ist doch nichts neues. Warum ist er überhaupt hingegangen, wenn er wusste, dass sie auch kommt?

Beim Anschauen des Herren-Halbfinales in Wimbledon sehr gelitten, als der SKY-Kommentator an der Identifizierung der Ehrengäste in der Royal Box scheiterte: „Bitte haben Sie Verständnis, dass ich nicht jeden englischen Landadeligen kennen kann“, sagte er, als die Kamera Ken Rosewall zeigte. Später hat diesem Kommentator wenigstens jemand gesagt, wer Rod Laver ist.

Kommen wir zu erfreulicherem: Verka Serduchka. Bestes Musikvideo aller Zeiten. Ever, ever, ever. Auch wenn ich mir nicht ganz sicher bin, worum es genau geht.

Und jetzt drück ich Federer alle Daumen, die ich hab. Mach et, Roger!