Splitterbrötchen (CIV)

Verwirrende Nach-Urlaubs-Beobachtung:In Österreich verbraucht man mehr Handy-Strom aber weniger Aftershave als hierzulande.

Wo liegt eigentlich dieser Kurort, der jetzt in aller Munde ist? Bad Banks? Zahlt den Aufenthalt die Kasse?

Entweder bin ich in 3 Urlaubswochen gewachsen, oder mein Bäcker backt jetzt kleinere Brötchen.

In Wien an einer „Zentralanstalt Schweißtechnik“ vorbeigefahren. Es hat aber nicht gerochen.

Genial formuliert: „Der Kerl hat keine Handschlagqualität!“

Es gibt keinen Dienstleister, an den Männer und Frauen derart unterschiedliche Ansprüche stellen, wie an den Friseur.

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Splitterbrötchen (CII)

Bisher war „Tschauiii!“ der tiefste Kreis in der Diminutiv-Hölle sich verabschiedender Frauen. Doch in dieser Woche kam „Bisdenniiii!“

Die Dunklen Horden der Dummheit preschen immer weiter voran. Bald wird ihnen alles gehören, und die Klugen, die übrig geblieben sind, werden ihre Sklaven sein.

Der Spam der Woche hatte den unschlagbaren Betreff „Ihre Spiritualität benutzerdefinierte“ und als Absender fungierte – na, wer wohl? – eine gewisse „Tara Medium“.

Bei Pro7 glaubt man, mich am Samstagabend fesseln zu können, indem man mir Lötzinn beim Schmelzen und Urinflaschen beim Umfallen zeigt. Nun weiß ich, was man bei Pro7 von mir hält.

Wenn man sich John Cleese’s Internetaktivitäten anguckt, dann staunt man unwillkürlich: Der Mann hat eine Homepage nebst Community, einen youtube-Channel, er twittert, er bloggt, er podcastet… und er weiß offensichtlich, wovon er spricht, wenn er sich zu Netz-Dingen äußert. Und wenn man sich das alles angeguckt und angehört hat, kratzt man sich verwundert am Kopf und fragt sich, warum ein bald 70jähriger britischer Komiker mehr vom Internet versteht als z. B. Wolfgang Schäuble. Oder Ursula von der Leyen. Oder…

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Splitterbrötchen (CI)

Die  Alternativen, die man immer hat, sind Verzweiflung und Ehrgeiz. Wenn eine von beiden fehlt, wird’s kritisch.

Was ich von all denen, die bei Opel nach „geordneter Planinsolvenz“ schreien, gern wüsste: Würden sie ein Auto mit mehrjähriger Garantie von einem (geplant) insolventen Konzern kaufen?

Wenn die Wirtschaft die Politik zur Hilfe ruft, beschleicht mich ein ungutes Gefühl: Da wird die nächste Runde eingeläutet, in der die Korrumpels die Deppen über den Tisch zu ziehen versuchen.

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Splitterbrötchen (C)

Jubiläen begeht man am besten, indem man zur Tagesordnung übergeht.

Warum Klinsmann wg. Kruzifix-Fotomontage gegen die taz geklagt hat: „Was sage ich da meinen Kindern, wenn die in der Schule darauf angesprochen werden? Die verstehen das doch nicht.“ Wenn er wegen allem, was seine Kinder nicht verstehen, zum Kadi rennt, bekommt er ganz schön zu tun.

Wie schaffen Frauen es, sich die Haare so hochzustecken, dass man denkt, ein Kanonenschlag habe ein Spatzennest verwüstet?

Den Satz der  Woche, möglicherweise des  Jahres, vielleicht des  Jahrzehnts oder tatsächlich sogar einen Generationen-Erklärungs-Satz verdanken wir Harry Rowohlt: „Wenn man als junger Mensch aussah wie ein Hippie und sich einigermaßen treu geblieben ist, sieht man als alter Sack halt aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer.“ Danke.

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Splitterbrötchen (IXC)

Beobachtung in der öffentlichen Grünanlage: Gegenüber Nordic Walkern, Radfahrern, Joggern, Powerwalkern etc. bilden klassische Spaziergänger mittlerweile die Minderheit.

Es können deutlich weniger Menschen halbwegs gut grillen als halbwegs gut kochen.

Könnte sein, dass eine „Generation Casting Show“ auf uns zukommt: In den letzten Wochen sind mir ein paar junge Menschen begegnet, die ernsthaft zu glauben schienen, ein einmaliger Talentbeweis würde genügen, um durch den Rest des Lebens durchgecoacht zu werden.

Diese Woche im Supermarkt gesehen: „Bio-Bolognese-Fix“. Das Ende der Fahnenstange kommt in Sicht, das war es dann wohl mit der Zivilisation.

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Splitterbrötchen (XVIIIC)

Der Bank-Werbespot mit Dettmar Cramer ist gleichzeitig anrührend und erstaunlich cool.

Herrlicher Speisekartenfund in der nordhessischen Gastronomie: „Vitello Tornado“

Politiker halten die Menschen, von denen sie gewählt werden, augenscheinlich für doof. Menschen, die widerwillig noch zur Wahl gehen, halten Politiker für doof. Mexican Standoff.

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Splitterbrötchen (XVIIC)

Spammer der Woche ist „Prof. Dr. Abbi Abbie“.

Dill habe ich immer für ein völlig überschätztes Gewürz gehalten. Ein Gericht, an dem Dill dran ist, ist verloren, weil es nur nach Dill schmeckt. Es wird hingegen interessant, wenn man den Dill mit ebenbürtigen Gegnern konfrontiert: z.B. ist Knoblauch, Ingwer und Dill eine geniale Kombination.

Für den Titel „Relevanteste Zeitung der Woche“ qualifizierte sich wieder mal der Tagesspiegel mit der Pulitzerpreis-verdächtigen Headline „Jugendlicher sitzt betrunken auf Schulklo“.

Schöner Satz von Christian Rach: „Man muss sauber anfangen und sauber aufhören.“

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Splitterbrötchen (XVIC)

Erschütternde Erkenntnis: Ich bin älter als Nutella. Kleine Kinder werden nicht glauben, dass das möglich ist und mich für ein Naturwunder halten.

Ich gönne Claus Wilcke wirklich jeden Euro, aber Percy Stuart mit blödsinnigem Grinsen die Klößchen aus der Sonntagssuppe fischen zu sehen, tut jedesmal wieder weh.

Wenn Schauspieler sich nach Jahren wiedertreffen, sind zwei aufeinanderfolgende Gedanken in ihren Gesichtern abzulesen: Auf „Um Himmelswillen, ist der alt geworden!“ folgt unmittelbar „Ach du Scheiße. Am Ende sehe ich auch so alt aus!“

Unpassender Gedanke auf einer Beerdigung: Die meisten anwesenden Damen wären dem Verstorbenen viel zu alt gewesen.

Fatalerweise sind immer mehr Menschen der Ansicht, dass die Demokratie ein System ist, in der die Mehrheit der Minderheit vorschreiben darf, was sie zu tun oder zu lassen hat.

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Splitterbrötchen (XVC)

Abendschau vom Ostermontag. Eine junge Frau, die „im Regierungsviertel arbeitet“, schildert ihre Eindrücke von einer Bootstour durch Berlins Mitte: „Die alten Sachen kennt man ja nur, wenn man in der DDR gelebt hat.“
Hallo? In den letzten 19 Jahren keine Zeit gehabt, sich mal umzugucken?

Die Erkenntnis der  Woche gelang – wem denn sonst? – der BILD: „Fett ist das neue Nikotin“. Wusste gar nicht, dass man Gänseschmalz auch rauchen kann.

Das Schimpfwort der Woche: Email-Ausdrucker!

An die Person, die von Fa. Google in mein Fress-Blog geleitet wurde, als sie fragte „Wie serviert man Birnenbrand“: Entweder im Glas oder in der Flasche, niemals in der hohlen Hand!

Natürlich war es der Tagesspiegel, der – innovativ wie immer – eine längst vergessene Berufsbezeichnung wieder ausgegraben hat. In der Mittwochsausgabe war er plötzlich wieder da, der Polit-Barde.

Was für ein (Halb-)Satz: „Stefan Raab mit Problemen am Hosengummi!“

Und sie werden immer mehr: Die Vollidioten,  die unfähig sind, „Darf ich mal vorbei?“ oder „Du stehst im Weg, mach doch mal Platz!“ zu sagen und deshalb versuchen, im Supermarkt wortlos durch mich hindurch zu gehen oder mich einfach zur Seite zu schubsen oder wegzurempeln. Kennt irgendjemand eine Masche (Traumatisierung, während der Ausbildung bei einer militärischen Eilte-Einheit antrainierter Reflex o.ä.) , mit der ich straffrei davon komme, wenn ich diesen Vollspaten ein wenig Benimmunterricht auf der 12 erteile?

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Splitterbrötchen (XIVC)

Millionen und Abermillionen investieren die Formel-1-Rennställe in Forschung und Weiterentwicklung. Und dann können diese Autos bei Regen nicht fahren.

Fantastische Schlagzeile im Wurstblatt meiner Krankenkasse: „Neue Schwindelambulanz in Berlin!“

Ich kann mich einfach nicht an die Rücksichtslosigkeit gewöhnen, mit der wohlgeratene Säue, die man gerade eben noch freudig durchs Dorf getrieben hat, plötzlich einsam auf dem Anger stehen gelassen werden: warum interessiert sich die Sportjournaille kaum noch für Hoffenheim?

Google zerstört den familiären Zusammenhalt. Früher gehörten Telefonanrufe wie „Sag mal, wie hieß noch mal das Buch…“ oder „Wir fragen uns gerade, von wem dieses Zitat stammt…“ zur Tages- bzw. Nachtordnung. Diese Anrufe gibt es nicht mehr, seit es Google gibt.

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