Splitterbrötchen (XXXVII)

Die Fußballkommentare Wolf-Dieter Poschmanns ähneln mehr und mehr dem Rauschen bei schlechtem Radio-Empfang: störend, überflüssig, unvermeidlich.

Es gibt nur wenige Menschen, die ein spannenderes Leben führen als ein Paranoiker.

Eben in der U-Bahn mitgehört: „Kreuzberg ist mir zu spießig, zu yuppiehaft.“ Hm. Gibt es überhaupt noch Yuppies? Heißen die nicht mittlerweile irgendwie anders?

Bescheuerte Frage im Restaurant: „Den Salat mit Dressing?“ Fragt man zurück, was denn die Alternative wäre, bekommt man unfehlbar „Mit Essig und Öl“ zu hören. Als ob das kein Dressing wäre.

Wenn man wichtig sein will, langt es nicht, sich selbst für wichtig zu erklären. Man muss schon gelegentlich etwas wichtiges tun.

Nochmal Paranoia: Hat eigentlich schon mal jemand versucht, eine Verschwörungstheorie in die Praxis umzusetzen?

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Splitterbrötchen (XXXVI)

Der Preis für den besten Spitznamen der Woche geht an den kicker, der mit der fantastischen Headline „Torlos-Agali steht auf der Kippe“ für den Kickstart in die Woche sorgte.

Selbstgebackenes Brot, gerade noch warm aufgeschnitten, Stückchen richtige Butter (nicht den Euphemismus aus dem Kühlregal) drauf, Körnchen Salz, Gläschen ländlicher Merlot… die Papillen lassen sich auch mit ganz einfachen Argumenten überzeugen.

Persönliches Highlight der Woche: Auf zoomer.de wird einer meiner Kommentare über eine sogenannte „Meinungsmacherin“ gelöscht. Dabei hatte ich lediglich das zitiert, was der überaus geschätzte Eckard Henscheid mal über Heinrich Böll gesagt hat.

Seit ich den Beitrag über den Wahlwerbespot der Hamburger FDP in die Netzecke gestellt habe, bringt Fa. Google hier eine erstaunliche Zahl von Besuchern vorbei, die nach „Hinnerk Fock schwul“ gesucht haben.

Dass plötzlich „Wortbrecher“ und „Stratege“ Synonyme sein sollen, geht mir nicht ein.

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Splitterbrötchen (XXXV)

Naive Journalisten: Glauben die wirklich, dass ein katholischer Erzbischof über die Abschaffung des Zölibats nachdenkt? Das ist doch nicht Robert Zollitzsch, das ist Matthias Richling. Auch wenn er ein wenig zugenommen hat, ich hab ihn sofort erkannt.

Höhepunkt der Woche: Elmar Gunsch (!) am Dienstag Abend als Testosteronbombe bei Sandra Maischberger!.

Mit jedem Tag, den ich älter werde, verstehe ich diese Welt ein bißchen weniger.

Vorgestern geborgt bekommen, gestern durchgelesen, heute weiter empfohlen: Rob Sheffield’s „Love is a Mix Tape„. Wer Pop-Literatur und traurige Schnulzen mag, kann zur Zeit nichts besseres tun, als dieses Buch zur Hand nehmen. Danke, Kirsten!

Interessant, dass alle Welt sich über Senator Sarrazins Zynismus aufregt, wenn er einen Speiseplan für Hartz IV-Empfänger zusammenstellt. Dass er Dreckszeug wie Billigst-Bratwurst und -Leberkäse vom Discounter mit „ausgewogener Ernährung“ verwechselt, fällt augenscheinlich niemandem auf.

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Splitterbrötchen (XXXIV)

Gestern war ich ca. zweieinhalb Stunden mit Bus und U-Bahn unterwegs, dabei habe ich gezwungenermaßen ca. eine Stunde lang unfreiwillig den Handy-Gesprächen meiner Mitfahrer gelauscht. Seit gestern bin ich der unverrückbaren Ansicht, dass nur eine sofortige Erhöhung der Mobilfunk-Gebühren um mehrere tausend Prozent eine Möglichkeit ist, so etwas wie Kommunikationshygiene zumindest ansatzweise wieder herzustellen.

Es scheint sich noch nicht überall in Deutschland herumgesprochen zu haben, dass man sich streiten kann, ohne den Gegner verletzen oder vernichten zu wollen.

Ich erinnere mich noch an die Zeit, als Biathlon eine Nischensportart für Gebirgsjäger mit zuviel Tagesfreizeit war.

Erstaunlich, dass es Ronald Pofalla noch nicht einmal gelingt, einen Politiker glaubwürdig nachzuahmen.

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Splitterbrötchen (XXXIII)

Normalerweise interessiert mich nicht die Bohne, was im Absender von Spam-Mails steht. Aber ein Name wie „Porfirio Leach“ ist natürlich fantastisch.

Dieter Kosslick kann nicht nur Festivals leiten, er kann auch dämlich fragenden Filmjournalisten die Welt erklären:
„Wie hat man sich den Stones-Auftritt vorzustellen: Landen sie im Privatjet in Tempelhof? Wird das Hotel de Rome gemietet?“ – „Sie kommen wohl nicht mit Easyjet und schlafen nicht im Backpacker-Hotel.“

Interessant, dass im TV-Werbespot der Weight Watchers keine übergewichtigen Menschen zu sehen sind.

„Fühlen Sie sich ganz wie zuhause!“ plärrt es mir aus einem Hotelprospekt entgegen. Aber haargenau das will ich doch nicht, wenn ich verreise.


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Splitterbrötchen (XXXII)

Einmalig, wie Vogts Nigeria runterrockt. Die Jungs vom Nigerianischen Fußballverband müssen langsam glauben, dass dieser Trainer ihnen in einem hölzernen Pferd geliefert wurde.

Das Internet besteht aus Millionen kleiner Fenster, in die Millionen Menschen hineinsehen, um dem Leben beim Vergehen zuzugucken.

In der U-Bahn sehe ich immer mehr Menschen, die minutenlang schweigend in ihre Handys hinein horchen. Was machen die? Hören die sich besonders liebgewordene Mailbox-Nachrichten immer wieder an?

Manchmal erschrecke ich ob der Naivität von Zeitungsschlagzeilen: „Börsenhändler zockte mit 50 Milliarden Euro“. Warum soll so ein Mann nicht das machen, was in seiner Job-Beschreibung steht?

Titelidee für die Memoiren von Markus Maria Profitlich: „An den Haaren herbeigezogen“.

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Splitterbrötchen (XXXI)

Letzte Woche träumte ich zum ersten Mal in meinem Leben davon, in der deutschen Fußballnationalmannschaft zu stehen und im Finale um die Fußballweltmeisterschaft zu spielen. Als ich endlich den Pokal in Händen hielt, kamen natürlich Heerscharen von Gratulanten auf mich zu… die mich alle dazu beglückwünschten, dass es mir endlich gelungen wäre, diesen Traum zu träumen.

Warum um alles in der Welt regt sich dieselbe über das Cruise-Video auf? Dass er Scientology-Mitglied ist und haufenweise dummes Zeug labert ist doch weiß Gott nichts neues.

Die SPD ist die einzige Partei Deutschlands, die sich aus jeder, aber auch wirklich jeder Lage selber ins Knie zu schießen kann.


Waren das Zeiten, als man nur den Schallplattenbesitz eines Mannes durchsehen musste, um Rückschlüsse auf seine Gesinnung ziehen zu können.

 

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Splitterbrötchen (XXX)

Das es hierzulande gelegentlich – bei Temperaturen unter Null Grad – zu Glatteisbildung kommt, ist eigentlich nichts neues. Als kleines Kind bekam man beigebracht, entsprechende Schuhe anzuziehen und sich vorsichtig zu bewegen, wenn es auf der Straße verräterisch glitzerte. Das war seinerzeit ganz selbstverständlich. Das nannte man aber noch nicht „Blitzeis-Katastrophe“, und der Straßenverkehr brach auch nicht zusammen. Man nannte es „Winter“.

Vielleicht ist das Gerhard Schröders größter Verdienst: Für die Rückkehr des schönen Worts „Gedöns“ in die Umgangssprache gesorgt zu haben.

Wie läuft das eigentlich genau ab, wenn man Bayern-Trainer wird? Hat Kalle Rummenigge irgendwann zu Jürgen Klinsmann „Arise, Lord Vader!“ gesagt?

Man merkt, dass man älter wird, wenn bei der Auswahl der Abendunterhaltung die Bestuhlung eine Rolle zuu spielen beginnt: „Bloß nicht in die Volksbühne! Die Sitze bringen mich um!“

Diese Woche habe ich meine beste ebay-Bewertung aller Zeiten erhalten: Die Jungs, die mir meinen neuen Handy-Akku verkauft haben, loben mich als „seriösen Käufer“.

 

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Update

Okay, ein Update auf die neueste WordPress-Version hat die „alte“ Reihenfolge der Postings wieder hergestellt. Ich hoffe, das sonst nix kaputt gegangen ist. Und dass die Kommentare der Netzecken-Gäste erhalten geblieben sind.

Update zum Update: Scheint alles geklappt zu haben. Nur der WYSIWYG-Editor ist weg. Auch der Button zum Ein- und Ausschalten desselben fehlt. Das ist natürlich etwas unbequem. Wenn also irgendein WordPress-Jockey eine Lösung weiß…

Update zum Update zum Update: Und weil hier offenbar keine WordPress-Jockeys mitlesen, hab ich auch dieses Problem im Alleingang gelöst (Upgrade-Prozedur zwomal wiederholt, mir ist nichts besseres eingefallen, aber es hat funktioniert.). So. Zurück zur Tagesordnung. Wobei ich immer noch nicht weiß, was mir eigentlich die alte Installation zerschossen hat.

Letztes Update: Und wenn ich gewusst hätte, wie komfortabel dieser Editor ist, hätte ich schon längst upgedatet.

[tags]Netzecke, selbstreferentieller Quatsch, WordPress[/tags]

Hilfe!

Heute morgen war noch alles normal, und als ich eben die Netzecke anschaue, denke ich, ich seh nicht recht. Die allerersten Beiträge stehen ganz vorne, und die aktuellen stellen sich hinten an. Irgendeine Einstellung habe ich nicht verändert, und beim Provider Strato meinte man, dass man nix an den Datenbanken verändert habe. Auch in den deutschen WordPress-Foren hab ich keine Unterstützung gefunden. Da gab es zwar eine Handvoll Menschen, denen in den letzten Wochen exaktemang das gleiche widerfahren ist, doch eine Ursache des Problems hat bisher niemand zutage gefördert. Ein paar Kollegen konnten das Problem wohl mit einem Update auf die neueste WordPress-Installation lösen, aber dass das funktioniert, kann auch niemand garantieren.
Deshalb kurz gefragt: Kann mir irgendein Phpmysqlwordpress-kundiger Mensch helfen? Ewiger Dank sei ihm gewiss!
[tags]wordpress, Reihenfolge[/tags]