Als Wochenendclip habe ich diesmal eine kleine, feine Perle ausgegraben. In den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts ging’s den britischen TV-Zuschauern richtig gut. Die kamen in den Genuss einer der komischsten Serien, die jemals produziert wurden: „Jeeves & Wooster“, eine Dramatisierung der Jeeves-Romane von P.G. Wodehouse, für mich nach wie vor amtierender Weltmeister der Hochkomik. Bertie Wooster, der leicht vertrottelte Adlige, der von einer Kalamität in die andere gerät, wurde von Hugh Laurie gespielt, Jeeves von keinem geringeren als Stephen Fry. Ausgezeichnete Bücher und zwei begnadete Komödianten, vollendetes, inspiriertes Handwerk. Wer perfektes Timing erleben möchte, nach dem man die Braunschweiger Cäsium-Uhr stellen könnte, erfreue sich an Bertie und Jeeves, wie sie „Minnie the Moocher“ singen. Viel Spaß.
[youtube]BWnB0hQWGdI[/youtube]
[tags]Jeeves, Wooster, Wodehouse, Fry, Laurie[/tags]
Archiv der Kategorie: Dies und das
Er bloggt!
Heute ist ein herrlicher Tag. Gerade habe ich entdeckt, dass ein Mensch, den ich sehr verehre und bewundere, begonnen hat, ein Blog zu führen: Stephen Fry.
[tags]Fry[/tags]
Splitterbrötchen (XVIII)
Es gab gab mal einen Konsens, dass Qualität an sich grundsätzlich wichtig ist. Irgendwann während der letzten zehn Jahre ist dieser Konsens aufgegeben worden.
Dass Problem ist nicht, dass ein paar Jugendliche sich besaufen. Das Problem ist, dass diese Jugendlichen ihre hilflosen Kumpels auf der Straße liegen lassen, anstatt sie nach Hause zu bringen.
Vielversprechender Titel für einen trendigen, in Schottland angesiedelten Frauenroman: Die Kettenraucherin von Loch Lomond.
Wenn man älter wird, scheinen einem immer mehr Menschen zu begegnen, die ein wenig verwirrt und ein wenig ängstlich aussehen. Werden es tatsächlich mehr, oder bekommt man nur einen Blick für seinesgleichen?
Sollte Jürgen Schrempp einen Autor suchen, der seine Biographie verfasst, wäre Tommy Jaud die logische Wahl.
Wunderbar: dtv legt Carlo Manzoni endlich neu auf. Im Januar 2008 erscheint „Der Finger im Revolverlauf“.
[tags]Pseudoweisheiten, Tiefsinn, Wichtigtuerei[/tags]
Sinner Man
Der Idiot im Weissen Haus droht mit World War III. Die passende Antwort haben die unvergleichlichen Weavers schon 2003 bei einem Konzert in der Carnegie Hall gegeben.
Erkennt jemand den Typen am Banjo?
[tags]Folk, Weavers, Demokratie[/tags]
Splitterbrötchen (XVII)
Mutmaßung, warum ein sehr schwungvoll Suppe tragender Kellner nichts verschüttete: „Wenn er anfängt, sich zu bewegen, bewegt sich die Suppe wegen der Massenträgheit erst einmal rückwärts.“
Die wenigsten Menschen wissen, dass der Satz „Ich habe keinen Schimmer!“ auf den Landgrafen von Hessen-Kassel zurück geht. Dieser wurde einst nach dem winzigen, zwischen Waldkappel und Rothenburg gelegenen Dörfchen Schemmern gefragt, und entgegnete irrig aber barsch, da er von diesem unbedeutenden Landflecken zum ersten Mal hörte: „Ich habe kein Schemmern!“
Ich würde gern eine konspirative Vereinigung gründen, deren einziges Ziel es ist, den Erfinder des Tisch-Mülleimers auf möglichst qualvolle Weise ums Leben zu bringen.
[tags]Pseudoweisheiten, Tiefsinn, Wichtigtuerei[/tags]
Splitterbrötchen (XVI)
Ich kann mich einfach nicht entscheiden, welche Schlagzeile aus dem Samstags-Tagesspiegel mir besser gefällt: „Fast 1000 Berliner Lehrer sind dauerkrank“ oder „Seehofer ehrt Gammelfleisch-Fahrer“.
Seine fürchterlichste Waffe wendet der Mensch immer ohne Absicht an: DIe Gedankenlosigkeit.
Die „Wetten Dass“-Redaktion lässt mit schöner Regelmäßigkeit einen der ältesten Tricks der Illusionistenkunst zur besten Sendezeit vorführen. Ich kann einfach nicht glauben, dass die naheliegenden Codes, mit denen Magier und Assistent sich austauschen, in Mainz unbekannt sein sollen.
Noch einmal Tagesspiegel: Ja, die Dreharbeiten des Stauffenberg-Films im Bendler-Block müssen wiederholt werden. Big Deal. Aber warum reitet eine Zeitung, in deren Redaktion Leute sitzen, die es besser wissen müssten, tagelang auf einem total banalen Negativ-Schaden herum?
Da treff ich einen Kollegen, den ich zehn Jahre nicht gesehen habe und wohl auch zehn Jahre nicht mehr sehen werde. Trotzdem greife ich reflexhaft in die Brusttasche, aber er ist geistig schneller und sagt: „Willst du mir wirklich deine Karte geben?“
Gelegentlich denke ich, dass es Spaß machen könnte, Bassgitarre zu spielen. Vermutlich benötige ich dringend einen Therapeuten.
[tags]Pseudoweisheiten, Tiefsinn, Wichtigtuerei[/tags]
Free Burma!
Splitterbrötchen (XV)
Das Schöne am Morgen: Man kann sich nur rasieren, wenn man sich auch selber im Spiegel anschauen kann.
Ich mag Bernhard Hoëcker. Wirklich. Aber manchmal habe ich Angst, ihm nicht mehr entkommen zu können.
Die Ähnlichkeitswarnung hat bei den Splitterbrötchen mittlerweile Tradition. Deshalb nur so viel: Herr Rubenbauer, schauen Sie sich mal den Doping-Sprenger vom Radsport-Verband an!
Menschen, die älter werden, bezeichnen Zeit gern als kostbares Gut. Als ob man sie sich nicht einfach nehmen könnte.
Die Arbeit am Tresen eines Kreuzberger Lokals muss ein Traumjob sein. Angetrunkene Gäste sagen so unglaublich einfallsreiche Dinge.
Auch wenn eine Sentenz äußerst originell ist, muss sie noch lange kein Aphorismus sein.
[tags]Pseudoweisheiten, Tiefsinn, Wichtigtuerei[/tags]
Splitterbrötchen (XIV)
Es gibt Fernsehsendungen, während denen man sich fragt, ob es wohl möglich wäre, den ausstrahlenden Sender wegen Hausfriedensbruch zu verklagen.
Intellektuelle aller Länder, vereinigt euch! Ihr habt nichts anderes zu verlieren als eure Kausalketten!
Erstaunen bei einer nächtlichen Kanalfahrt durch Berlin: Sagenhaft! Is ja ne janz andere Stadt…
Wenn ich zum Fleischer Benser nach Neukölln gehe, um meine Blutwurst zu holen, dann denke ich jedesmal, wie weit Neukölln und sein Image auseinander liegen.
Was ich mich manchmal frage: Gibt es eigentlich etwas, was Axel Schulz nicht macht, wenn man eine Kamera auf ihn richtet?
Zu manchen Künstlern bin ich inkompatibel. Sissi Perlinger zum Beispiel. Wenn ich Frau Perlinger ein Weilchen zugesehen und zugehört habe, weiß ich nur, dass sie offenbar farbenblind ist und kolossale Schwierigkeiten hat, sich zu konzentrieren. Was sie eigentlich bezweckt, entgeht mir vollkommen. Aber das liegt sicher an mir.
[tags]Pseudoweisheiten, Tiefsinn, Wichtigtuerei[/tags]
Ein sehr gutes Jahr!
Und wieder ein Jubiläum verpasst. Gestern vor einem Jahr, am 18. September hab ich meine alte Homepage in die Tonne getreten und WordPress aufgesetzt. In diesem Jahr hatte ich jede Menge Spaß, habe via Bloggens jede Menge aufregende und nette Menschen kennengelernt und die Besucherzahlen dieser Seite verdreifacht. Es war ein sehr, sehr gutes Jahr, für dass ich mich bei allen Stamm- und Zufallsgästen mit einem… nennen wir es… äußerst originellen Videoclip bedanken möchte. Hau rein, Bill!
[tags]Netzecke, Jubiläum, Very Good Year[/tags]
