Splitterbrötchen (CDLXV)

Mann der Woche ist Stefan P. Wolf, der die Netzecke dem Daten-Orkus entriss, in den sie sich selbst bei einem WordPress-Update gestürzt hatte1.

2016-04-29 22.32.52Damit hat Stefan in letzter Sekunde den Titel Uli Potofski entrissen, der dem strunzstieseligen Fleißkärtchen-Format von „Let’s Dance“ seit Wochen wunderbar nonchalant den Stinkefinger zeigt und absurde Highlights setzt. Ich freue mich auf nächsten Freitag!

In letzter Zeit häufen sich die Cold-Calls zu Bürozeiten, in denen meist das Gespräch mit unseren „Entscheidern“ für unsere verschiedenen Fachbereiche (Personal, Drucker-Verbrauchsmaterial, Dienstwagenflotte usw.) gesucht wird. Als ich dem Herrn von Stepstone erklärte, Personalfragen grundsätzlich im Selbstgespräch zu entscheiden, hatte er gewisse Verständnisprobleme.

Kulinarischer Höhepunkt der Woche war der erste Versuch eines selbstentwickelten Orangen-Schoko-Trifles. Biskuit – Creme aus O-Saft, Cointreau und Orangenfilets – Schokoladenpudding. Beim nächsten Versuch werde ich versuchen, ein paar dezente Bitternoten in der Creme unterzubringen und den Pudding durch Mousse au Chocolat zu ersetzen.

Kultureller Höhepunkt war ein Männer-Filmabend mit Harry. Wir sahen den vollkommen zu unrecht in Vergessenheit geratenen „Das Geheimnis es verborgenen Tempels (Young Sherlock Holmes“  (Regie: Barry Levinson, Buch: Chris Columbus, Produktion: Steven Spielberg!), ein ganz großes Vergnügen. Ich bin mir sicher, dass dieser Film auch zu den Lieblingsfilmen von Mrs Rowling gehört. Anschließend gönnten wir uns noch den bildgewaltigen „Tombstone„, einen meiner Lieblings-Western, Val Kilmer gibt den besten Doc Holiday aller Zeiten. seine Dialoge hätten allerdings besser sein können.

Die besten Doc-Holiday-Dialoge hatte Jason Robards in „Hour of the Gun„. Als ein Typ sich wundert, warum er dauernd beim Poker verliert, sagt er als Doc: „Du spielst nicht sonderlich gut. Außerdem bescheißt du nicht.“

Im schonungslosen Selbstversuch habe ich getestet, ob man fertigen Kloßteig aus dem Kühlregal einfrieren kann. Fazit: Man kann, aber sollte es nicht, er wird doch ziemlich wässrig. Wenn man ihn abtropfen lässt und ausdrückt, geht’s. Gerade so.

Leider konnte Stefan meine Blogroll dem Orkus nicht entreißen. Ich werde sie in den nächsten Tag portionsweise rekonstruieren. Sollte ich jemanden vergessen, bitte ich um eine Erinnerungsmail oder einen Kommentar.

 

  1. Okay, ich hab mit meinen dilettantischen Rettungsversuchen ein wenig nachgeholfen.

Splitterbrötchen (CDLXIV)

DraussenEndlich darf ich wieder draußen spielen.

In dieser Woche zum ersten Mal Spare Ribs vom Wildschwein zubereitet und gegessen. Geschmacklich ausgezeichnet, an der Konsistenz muss ich noch arbeiten.

„Führungsqualität zeigen… hat das Sagen… muss ein Machtwort sprechen…“ So viele Mitbürger sind einfach nicht glücklich, wenn sie nicht mit den Hacken knallen dürfen.

Kulinarischer Wochenhöhepunkt waren wun-der-bare St. L ouis Ribs bei Tony Roma’s, wohin die liebe Nichte eingeladen hatte. Bessere Spare Ribs als dort hab ich nach wie vor nicht gegessen. Auf einem starken zweiten Platz landete grüner und weißer Spargel aus dem Ofen mit Hollandaise und kurzgebratenen Scheiben von der Lammkeule aus Eigenproduktion.

Wenn’s zum Spargel Hollandaise oder zerlassene Butter gibt, hat sich ein Utensil als unverzichtbar erwiesen, das wir erst seit wenigen Monaten verwenden: eine Thermo-Sauciere. Ich hab um die Dinger immer einen Bogen gemacht („Rentnerkram“), was ein Fehler war. Sauce zubereiten, einfüllen und vergessen erleichtert das Küchen-Finish enorm, und die Sauce bleibt tatsächlich heiß bis warm, je nach Einfüll-Temperatur. Einziger Nachteil: Das Ding ist dermaßen unfotogen, dass mir eine halbwegs akzeptable Ablichtung bisher nicht gelungen ist.

Tim Curry ist diese Woche 70 geworden. Wenigstens der lebt noch.

Die ersten Tennis-Stunden im Freien verliefen unspektakulär. Bis vor wenigen Jahren habe ich mich tagelang regelrecht gequält, bis ich die Umstellung von Halle auf Freiluft hinbekommen habe. Nach kurzem Nachdenken kam ich auf die Ursache: nachlassender Ehrgeiz. Es macht mir nichts mehr aus, die Bälle eine Weile lang unspektakulär rüber zu löffeln, bis ich mich akklimatisiert habe.

 

 

Splitterbrötchen (CDLXIII)

Dass eine Kanzlerin  und ihr Kabinett tagelang über ein Gedicht debattieren, das ein Nischen-Komiker zu später Stunde in einem Sparten-Sender aufgesagt hat, zeugt von einem erstaunlichen Mangel an Souveränität.

Es gab Bouletten.

2016 scheint ein gutes Jahr für außergewöhnliche Fußballspiele zu sein.

2016-04-14 12.24.04

Man darf Despoten nicht beleidigen. Man muss.

Seltsame Aufforderung von Fa. Facebook: „Hilf _NameeinesFacebookfreundes_ dabei, seinen Geburtstag zu feiern Wenn ihr euch am _DatumseinesGeburtstags_ trefft, dann lade deine Freunde am besten über eine Veranstaltung ein!“ Ich soll einen dieser Flashmobs organisieren? Wirklich?

Eine sehr gute Sauce, z. B. zu Kassler: Gewürfelten Apfel in Brühe weich kochen, pürieren, etwas Creme Fraiche dazu, mit Meerrettich nach Geschmack abschmecken.

Wichtigtuerei und Hilflosigkeit treten fast immer gemeinsam auf.

Splitterbrötchen (CDLXII)

„Hierzulande herrscht Meinungs- und Kunstfreiheit. Was unsere Satiriker so sagen, hat mich als Bundeskanzlerin nichts anzugehen.“ Hätte ich wirklich gerne gehört, diese Sätze.

Trippa Romana

Kulinarischer Wochenhöhepunkt waren Trippa Romana aus Convenience-Kutteln, die die geduldigste, beste Gemahlin beim türkischen Fleischer entdeckt hatte.

Ich glaube, das ist ein Splitterbrötchen-Novum: Die Headline der Woche wird von der taz geliefert. „Der Bio-Papst sagt: Gentechnik kann öko sein“ ist ein Kracher, auf den sogar ein Diekmann neidisch sein dürfte.

In München gesehen: Spargel mit Leberkäs und Süßer-Senf-Hollandaise. Eines der wenigen Male, an dem ich meinem Credo „Grundsätzlich wird alles probiert!“ untreu geworden bin.

Ratlosigkeit beim Anschauen einer martialisch gesicherten Wohnanlage für Angehörige der saudi-arabischen Botschaft zwischen Tharauer und Angerburger Allee. Die müssen furchtbare Angst haben. Oder sie sind total bekloppt. Oder beides.

Was nicht jeder weiß: Wenn man vermeiden möchte, ohnmächtig zu Boden zu sinken, kann man sich einfach zu Boden werfen, solange man noch bei Bewusstsein ist.

Jetzt schon vormerken: Am 7. Mai ist Welt-Fischbrötchen-Tag.

Was ich wirklich sehr, sehr gern sehen würde: Böhmermann bei „Let’s Dance“.

Splitterbrötchen (CDLXI)

KaeferGanz (!) kurzer Moment der Wehmut an der Kaisereiche, dann holten mich die Erinnerungen an die zahllosen Macken dieser Karren aus der sinnfreien Nostalgie zurück.

Die Menschen, die am lautesten schreien tragen fast immer auch das kleinste Karo-Muster.

Toter KorporalWurde diese Produktbezeichnung im Sinne internationalen Marketings wirklich weise gewählt? Könnte nicht gerade die explizit angesprochene englische Kundschaft auf Abwege geraten und denken, das Fläschchen enthielte Sekrete eines kürzlich verstorbenen Korporals?

TreppenabsatzBerliner scheitern nicht nur am Flughafenbau. Dieser beinahe rührende Versuch, aus einem ehemaligen Etagenklo eine Idylle zu machen, ist identisch auf jedem zweiten Treppenabsatz eines Friedrichshainer Mietshauses mit mehr als zehn Stockwerken zu finden.

2016-04-02 18.07.47Kulinarische Höhepunkte der Woche: eine unfotografierte, sehr, sehr gute Caponata und eine eben so gute Pizza mit neapolitanischer Salami und Rucola beim neuen Italiener an der Friedenauer Brücke. Wir geben dem Laden ein paar Wochen Zeit, die Organisation des Service auf die Reihe zu bringen, dann gehen wir nochmal hin und ich schreib ausführlich was drüber.

Seit letzter Woche habe ich so einen Filter auf dem Tablet, der abends den Blau-Anteil des Lichts rausfiltert, um für besseren Schlaf zu sorgen. Verblüffenderweise scheint das tatsächlich zu funktionieren: Seit der Filter seine Arbeit aufgenommen hat, werde ich nachts seltener wach und schlafe tatsächlich besser. Hättichnichgedacht.

Da ganz offensichtlich deutlich mehr als die Hälfte der Bevölkerung unseres Landes schwere Probleme mit Ironie und Ambivalenz hat, sollte man entweder vom Einsatz entsprechender Stilmittel absehen oder deren Einsatz vervielfachen.

Splitterbrötchen (CDLX)

Nun auch noch Cruyff…

Viele Menschen in meinen Timelines bezeichnen 2016 als „Seuchenjahr“, weil schon so viele Menschen gestorben sind, die meiner Generation viel bedeuteten. Nun, es ist nicht 2016, es ist unser Alter. Philip Roth hat das, was gerade geschieht, in seinem sehr empfehlenswerten Roman „Jedermann“ treffend beschrieben: „Das Alter ist ein Massaker“. Übrigens verlangt Rowohlt den gleichen Preis für E-Book- und Taschenbuch-Ausgabe dieses Buchs. Das ist freche Halsabschneiderei.

In Facebook wurde ich mit einem modernen Frühstück konfrontiert, und zwar mit „Speed-Wakeup-Granola mit Bio-Hanfnüssen und Cold-Brew-Coffee“. We’ve come a long way from Marmeladenbrötchen.

Hingucker der letzten zwei Wochen waren die sechs Folgen der zweiten Staffel von „Peaky Blinders“ (britische Serie, auf arte ausgestrahlt), über eine Gangster-Gang im Birmingham des Jahres 1919. Buch, Kamera, Regie und Darsteller samt und sonders herausragend, ich warte auf die dritte Staffel.

Das war aber nur der Runner-Up für den kulturellen Wochenhöhepunkt, der lief gestern Abend auf servus.tv: „Die unglaubliche Tragödie von Richard III“, eine Shakespeare-Bearbeitung von und mit Michael Niavarani. Was haben wir gelacht!

Die „Verrohung der Gesellschaft“ ist seit bald sechzig Jahren ein Thema,  mit dem „die Medien“  mich immer wieder konfrontieren. Wenigstens wechselt die Ursache alle paar Jahre. In meiner Jugend waren Comics und Heftromane schuld, später kamen dann die Computerspiele und jetzt sind es die sozialen Netzwerke.

Am Montag vor dem „Meins“ in der Rembrandtstr.:

CaipiDas Rennen um den „Sick-Shit-Award“ für den beknacktesten Mail-Betreff der Woche endete mit einem klaren Sieger. „Sparen Sie sich durch Ostern, Kurbjuhn“ (Fa. ebay) ist gar nicht schlecht, aber deutlich weniger bizarr als „Christopher, holen Sie sich jeden Tag ein Landei der Familie Dotter“ (Fa. Lottoland).

Zwischendrin, eh ich’s vergesse: Frohe Ostern!

Warum Diskussionen in Facebook, Twitter und in Kommentarbereichen oft so unbefriedigend verlaufen: Weil es meist weder um Erkenntnisgewinn noch wenigstens um die Validierung der vorgebrachten Argumente geht, sondern nur um die Einordnung der Diskutierenden. Wenn geklärt ist, wer welchem Lager zuzurechnen ist, hört die Diskussion meistens auf.

Die Headline der Woche lieferte die (ausnahmsweise einmal pünktlich im Briefkasten gelandete) „Einkauf aktuell“ trefflich und unnachahmlich mit „Reizdarm im Fokus der Öffentlichkeit“.

Die Idiotie des Frühjahrs gelang Fa. Call-a-Pizza, die allen Ernstes einen „Oster-Adventskalender“ ins Netz stellte.

Dolle Sache, dass EU-Abkommen mit der Türkei. Riesen-Erfolg. Wie  viele der Menschen, die wir dort in den Auffanglagern wider jedes Menschenrecht stranden lassen, werden beginnen, das saturierte, zur Solidarität unfähige Europa zu hassen? Wie viele werden sich radikalisieren? Dieses Europa braucht keinen Islamismus, um Hass und Gewalt zu verursachen, dieses Europa kann das sehr gut selbst.

 

Splitterbrötchen (CDLIX)

Diese Woche auf arte gesehen: die britische Serie „Peaky Blinders“ über Gangster in Birmingham nach dem 1. Weltkrieg. Extrem stilsicher. Und mordsspannend.

Vertrauensverluste kann man besonders effizient durch das Führen von Scheindebatten erzeugen.

Absoluter Wochenhöhepunkt war natürlich das CL-Achtelfinale Bayern-Juve. Ich dachte eigentlich, dass mich Fußball-mäßig nichts mehr aus den Socken haut, aber diese Partie war mit das verblüffendste, was ich je gesehen habe. Gegen eine italienische Mannschaft mit Buffon(!) im Tor nach 0:2 noch 4 Buden zu machen…

FiletSpHeute wird weiß angespargelt. Grün hatten wir schon letzte Woche,  leicht tomatisiert, zum Schweinefilet.

Meine Karriere als Leser hatte kaum begonnen, als mich schon die wichtigste Erkenntnis meines Leselebens ereilte. Nämlich dass alles, was mein Vater, meine Lehrer oder ähnliche sogenannte Respektspersonen als „Schund“ bezeichneten, meist herrliche, spannende Lektüre  war. Bücher, die als „widerlicher Schund“ bezeichnet wurden, waren meist sogar besonders unterhaltsam. Seit bald 54 Jahren bin ich nun ein treuer, begeisterter Schund-Leser. Aktueller Schund-Favorit ist Fernando Gamboas „Die Abenteuer des Kapitän Riley“, eine wunderbare, knallige Abenteuergeschichte über den Kapitän eines Schmugglerboots im 2. Weltkrieg.

Vor ein paar Tagen hatte ein Komiker was in der Beckerstraße zu erledigen:

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Schließlich der Grund, warum ich seit dieser Woche ein ganz großer Böhmermann-Fan bin:

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Splitterbrötchen (CDLVIII)

Wenn Eltern in Facebook-Gruppen nach „Ballspielkursen für kleine Kinder“ fragen…

Zwei Giganten aus der Zeit meiner musikalischen Sozialisation haben uns diese Woche verlassen: George Martin und Keith Emerson.

https://youtu.be/Th7HbPL-wnY

Von George Martin habe ich zum ersten mal 1968 oder 69 erfahren, als ich die Beatles-Biographie von Hunter Davies auswendig gelernt habe. Ich weiss nicht, wie das Buch gealtert ist, aber damals war es ein Augen- und Ohrenöffner. Der junge Chris erfuhr, wie Musik entsteht. Und wie sie von Genies wie George Martin verbessert wird. Irgendwo muss die Schwarte („Alles was du brauchst ist Liebe – die Story der Beatles“) noch rumfliegen. Man könnte ja sollte muss mal wieder reinschauen…

Keith Emerson war der Gott jedes Jungen, der auf den Tasten eines Keyboards herumdrückte. Viele Menschen sprechen mittlerweile leicht verächtlich über Emersons Bands The Nice und ELP, von wegen bombastischem Prog Rock und Größenwahn. Mag sein, aber zumindest ELP hab ich drei Mal gesehen, und die gingen als Live-Band unglaublich ab.

Eine der sportlichen Aufgaben beim Tennisdoppel, die mir am schwersten fällt: Anzuerkennen, dass man einen schlechten Tag hat und sich als Konsequenz darauf beschränken, dem Partner zuzuarbeiten. Und NICHT dauernd zu probieren, ob’s nicht doch besser wird.

2016-03-10 18.37.08 Kulinarischer Wochenhöhepunkt: Das Lamm-Karree bei unserem Hochzeitstags-Essen in der sehr empfehlenswerten Trattoria Pietrafitta in der Mommsenstr. Allein der rote Hauswein lohnt schon den Besuch!

Gigantische Drehbuch-Idee für einen Chuck-Norris-Film: Norris spielt einen pensionierten Polizei-Offizier, der sich dafür einsetzt, das fernöstliche Kampftechniken in das Repertoire der Truppe aufgenommen werden. Titel des Films ist Rang und Nachname der Hauptfigur: „Marshal Arts“. Die Idee hat auch Serien-Potenzial.

Wer noch einen Beleg dafür braucht, dass die AfD eine Ansammlung von realitätsfremden, autoritären Prinzipienreitern ist: 75 Prozent ihrer Mitglieder haben sich dafür ausgesprochen, bei Ehescheidungen wieder die Schuldfrage klären zu lassen.

2016-03-12 13.14.32In der Rheinstr. gesehen: Offenbar sind Geldautomaten für illegal erklärt worden. Und keiner hat’s gemerkt!

 

Splitterbrötchen (CDLVII)

DanieleEgal, was kenntnislose Metereologen sagen: Frühling ist, wenn Daniele draußen aufstuhlt.

Wenn Idioten die Agenda bestimmen dürfen herrschen freudlsoe Zeiten.

Wie man sich in der Kneipe richtig beliebt macht (inspiriert von einem Facebook-Bild): „Kann ich einen Tisch für eine größere Gruppe reservieren?“ – „Aber natürlich, gern.“ – „Dann bitte 8 bis 10 Plätze für die Friedenauer Zeitreisenden, ich buchstabiere Z-e-i-t und dann Reisende…“ – „Zeitreisende, habe ich. Wann?“ – Um 17 Uhr.“ – „Ja. Und welches Datum?“ – „Donnerstag vor einer Woche.“

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Kulinarischer Wochenhöhepunkt: die nachgekochte Hammer-Spaghetti-Sauce von Claudio bei den Anonymen Köchen.  Diese oder nächste Woche wird’s beim „Männeressen“ verbloggt.

Noch eine Facebook-Perle: „Ich verstehe nicht, wie man beim Biathlon Zweiter werden kann. Man hat doch ein Gewehr…“

2016-03-05 17.47.15 (2)Sehr gute Idee: Tablet-Halterung am Kühlschrank. Kein umständliches Ausdrucken von Rezepten mehr, verbessertes Küchenmusik-Angebot durch Streaming-Dienste, und endlich ist Social-Media-Nutzung mit fettigen Fingern möglich.

Zum „Kölner Konzert-Mob„: Ich verstehe die Aufregung nicht. Komponist, Interpret und Intendanz können doch stolz darauf sein, mit einem 50 Jahre alten Minimal-Music-Stück (noch nicht mal Zwölfton!) derart heftige Reaktionen hervorgerufen zu haben. Und die geistig früh verrenteten Kölner Abonnenten können sich über soviel Aufmerksamkeit und Zuspruch von in den Kommentarbereichen herumpöbelnden Gesinnungsgenossen ebenfalls nur freuen. Wenn das mal keine klassische Win-Win-Situation ist…

 

Splitterbrötchen (CDLVI)

Eine in Vergessenheit geratene Hunderasse, die von unseren Vorfahren dazu abgerichtet worden war, die Tiere auf der Weide zu hüten und das Essen warm zu halten: der Deutsche Chafer-Hund.

WalnusskerUnmittelbar nach der Veröffentlichung der Splitterbrötchen am letzten Sonntag gelang mir die Entdeckung eines bis dato unbekannten Volksstammes.

Auf Anhieb nicht unfallfrei lesbar: Startelfeinsatz.

Über meine ersten Erfahrungen mit Cyber-Crime habe ich einen Beitrag fürs Techniktagebuch geschrieben.

Das Rennen um den bescheuertsten Mail-Betreff der Woche war bereits am Dienstagvormittag gelaufen. Fa. Booking.coms „Chris, setzen Sie Strausberg auf Ihre Wunschliste“ war einfach nicht zu toppen.

Natürlich ist es verwerflich, „Matt-Eagle“ als Vornamen für seinen Sohn eintragen zu lassen. Bravado und Einfallsreichtum dieser Aktion nötigen mir jedoch einen gewissen widerwilligen Respekt ab.

Wenn ein Schiffsunglück auf bayrischen Gewässern geschieht, spricht man dann von einer Bavarie?

MixitFotografierter kulinarischer Höhepunkt der Woche war dieser italienisch-thailändische Antipasti-Teller, den es bei der Eröffnung des Restaurants Mix.it in Charlottenburg, Alt-Lietzow 7, gab. Höchst delikate Angelegenheit, Ich werde ausführlich schreiben, sowie ich ausführlich dort gegessen habe.  Was recht bald sein wird. Jetzt schon dicke Empfehlung.

Unfotografierter kulinarischer Höhepunkt der Woche: Unglaublich leckere, scharfe Gemüse-Küchlein auf Kichererbsenmehl-Basis bei der Abschlussparty eines Sprachkurses für geflüchtete Menschen.

Die Perle der Woche gelang der Washington Post in einem Artikel über das Ableben des US-Supreme-Court-Richters Scalia. Der Mann hat wohl bei einem Zusammentreffen des Hubertusordens den Löffel die Flinte das Gesetzbuch abgegeben, und die Post spekuliert nun über Zusammenhänge zwischen dem Hubertusorden und dem Bohemian Club bzw. der Bohemian Grove in San Francisco, die sie als „one of the most well-known secret societies in the country“ bezeichnet.

Um Mr. Scalia richtig einschätzen zu können: Fa. Dow Chemicals schloss nach seinem Ableben Vergleiche mit zahlreichen Gegnern und zahlte insgesamt 850 Millionen Dollar.  Die Vergleiche wurden ausnahmslos in Verfahren geschlossen, in denen Mr. Scalia die Urteile gefällt hätte. The land of the free and the home of the brave.

Morgen feiern die beste, geduldigste Gemahlin von allen und ich den ersten Jahrestag unseres Umzugs nach Friedenau.