Erstaunlich, dass es einen doch immer wieder erstaunt, dass aus dummen, bornierten Kindern dumme, bornierte Erwachsene werden.
Manchmal stelle ich mir vor, wie Amy Winehouse bei Kräutertee und Dinkelkeksen zuhause sitzt und Tränen über die Presse lacht, die ihr all diese Drogengeschichten abkauft. Nichtsdestoweniger begeistert die Lakonie ihres Vaters, wenn er Sätze wie „Sie hat ihre Medikamente durcheinander gebracht.“ sagt.
Die Spam-Versenderin der Woche heißt Concepcion McCracken. Was für ein Name!
Eine Kunst, die nicht jeder beherrscht: Das kontrovers geführte Selbstgespräch.
Das Wort der Woche bei Sebastian gefunden: Dilldolde.
Beim Lesen der Blog-Kommentare und Leserbriefe zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts in Sachen Rauchverbot: Vor 6 Jahren habe ich mit dem Rauchen aufgehört. Ich bin stolz darauf, mich immer noch nicht auf das geistige Niveau eines militanten Nichtrauchers herabgelassen zu haben.
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Archiv der Kategorie: Dies und das
Splitterbrötchen (LVII)
Ist das noch ein tragfähiges Konzept von „Zivilisation“, wenn der Einkauf einer Packung Staubsaugerbeutel zu einer nervenzerfetzenden Odyssee mutiert, deren Ende mit Jubelstürmen begrüßt wird?
Jürgen Röber weist als Sat1-Fußball-Experte zwingend nach, warum das Wort „unbedarft“ einen wichtigen Platz in unserem Wortschatz hat.
Verpass ich was, oder ist Mr. Obama wirklich nur ein sehr sympathischer Herr, der geschmeidig mit Worthülsen um sich wirft?
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Splitterbrötchen (LVI)
„Mamma Mia!“ ist ein Film, der eindeutig den Nachweis führt, dass auch Angehörige der Generation 50plus (sogenannte „Best Ager“) noch ausschweifend fröhlich sein können, wenn man ihnen nur ein wenig billigen Wein gibt und ihre Musik spielt.
Als junger Mann hätte ich gern so ausgesehen wie Stephen Stills. Seinerzeit ein aussichtsloses Unterfangen. Verwirrenderweise scheint sich Stephen Stills jetzt meinem Äußeren annähern zu wollen. Vielleicht sollte ich ihn in diesem Vorhaben dadurch unterstützen, dass ich mir auch so ein albernes Kinnbärtchen wachsen lasse. Verbirgt immerhin das Doppelkinn.
An meinem Mobiltelefon habe ich eine Funktion entdeckt, die peinlicherweise eine Statistik über die Gesprächsdauer meiner Telefonate führt. Ich habe im letzten Jahr tatsächlich zwei Tage meines Lebens damit vergeudet, in diesen kleinen Quälgeist hinein zu quaken. Unglaublich.
„Mein Name ist Earl“, Freitag nachts auf RTL, ist ein Komik-Hammer!
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Mörderexpress – Die Radiospots
 Zum Mörderexpress gibt es 5 Radiospots, die wir bei Radio Westfalica aufgenommen haben und die dort auch zu hören sind. Oder hier, in der Netzecke. Viel Spaß.
„Keine weiteren Zwischenfälle…“
[http://www.chris-kurbjuhn.de/Audio/moerderexpress1.mp3]
„Die Zeitbombe“
[http://www.chris-kurbjuhn.de/Audio/moerderexpress2.mp3]
„Die Maske des Maestro“
[http://www.chris-kurbjuhn.de/Audio/moerderexpress3.mp3]
„Puccinis letzter Vorhang“
[http://www.chris-kurbjuhn.de/Audio/moerderexpress4.mp3]
„Ruhe sanft, Hugo“
[http://www.chris-kurbjuhn.de/Audio/moerderexpress5.mp3]
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Der Mörderexpress
In den letzten Wochen und Monaten war es in der Netzecke vergleichsweise bis äußerst ruhig. Gekocht wurde praktisch gar nicht mehr, Effjott musste ich brabbeln lassen, die EM konnte ich nicht in gebührendem Rahmen (über den blamablen Auftritt im Finale wird noch zu sprechen sein) würdigen, und sogar die Splitterbrötchen wurden gestern nicht ausgeliefert.
Der Grund ist simpel: Gestern war Premiere.
Ich habe für das Mindener Stadttheater ein Theaterstück geschrieben, den Mörderexpress. Und da ich mich – in einem Anfall geistiger Umnachtung – habe breit schlagen lassen, mitzuspielen, habe ich in den letzten 4 Wochen Drehsessel und Computer-Tastatur mit dem oben abgebildeten Handwerkszeug vertauscht.
Gottseidank hat sich ein wunderbares Ensemble meiner Limonaden-Scherze angenommen, so dass wir gestern einen schönen Erfolg in die Scheuer den Lokschuppen fahren konnten. Die nächsten Aufführungstermine sind Freitag, 25.07., Samstag, 26.07., Freitag, 08.08., Samstag, 09.08., Freitag, 22.08. und Samstag, 23.08.
Beim Mindener Tagblatt kann man einen wunderschönen Film über den Mörderexpress anschauen.
[tags]Mörderexpress, Theater, Eisenbahn, Minden, Krimi, Komödie[/tags]
Splitterbrötchen (LV)
Es gibt Orte, an denen sich trefflich schwermütig werden lässt. Der Bahnhof in Würzburg ist einer von diesen.
„Regen und Dunkelheit bestimmten Schüttlers Spiel“, hieß es im ZDF-Morgenmagazin. Das hätte man positiver formulieren müssen.
Es ist nicht witzig, wenn jemand den Verstand verliert. Aber als der Trinker im Nürnberger Hauptbahnhof anfing, seinen beiden unsichtbaren Zechkumpanen Witze zu erzählen und sich vor Lachen ausschütten wollte… das wahr im Wortsinn irrsinnig komisch.
In den letzten Tagen mehrfach erlebt: Junge Menschen, die – offenbar fremd am Ort – mit dem Handy zuhause anriefen und Sätze wie „Papa. ich steh hier an der Sowiesostraße, kannst du mal schnell bei Google Maps gucken, wie ich in die Dingenskirchenstraße komme?!“ Ich glaube, es wird Zeit, sich um die Zukunft Sorgen zu machen.
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Splitterbrötchen (LIV)
Neulich sah ich auf dem Marktplatz in Minden einen blitzsauber restaurierten Opel Blitz, Baujahr 1951, stehen, an sich schon ein erfreulicher Anblick. Noch mehr freute mich, dass ich zur Abwechslung mal einen Gegenstand betrachten dürfte, der älter war als ich.
Wenn ich mich über die unproduktive Disziplinlosigkeit z. B. auf Theaterproben aufrege, die offenbar mir als einzigem gewaltig auf den Zeiger geht, bin ich dann ein gerade eben noch sympathischer Wertkonservativer, oder bin ich mittlerweile schon der ekelhafte Korinthenkacker, der ich niemals werden wollte?
In einer Pressemitteilung von Vodafone gelesen, dass man sich jetzt daran macht, Shops zu „Erlebniszonen“ umzubauen. Soso, Erlebniszonen. Manchen Marketing-Nutten ist nichts peinlich.
Im TV ein wunderbares Wort auf einem Arbeitsbogen des Neuköllner Jobcenters erhascht: Kundenreaktionsmanagement.
Lukas Podolski selbst ist mittlerweile komischer als Olli Pocher, wenn er Lukas Podolski nachmacht.
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Splitterbrötchen (LIII)
Randbemerkung (nicht nur) zu Olli Pochers EM-Beiträgen: Früher hat man Sachen, die nicht komisch waren, einfach nicht gesendet. Das funktionierte erstaunlich gut.
Herrlich: Nach der unsäglichen Coldcall-Eröffnung „Sie haben sich ja beim Gewinnspiel registriert…“ sofort anfangen zu brüllen. Nicht, dass es Sinn machen würde, aber es tut ziemlich gut.
Ronaldo bewegt sich gelegentlich wie seine eigene Playstation-Figur.
Das muss eine schöne Zeit gewesen sein, als man verreisen konnte, ohne jede Menge Netzteile einpacken zu müssen.
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Splitterbrötchen (LII) – EM-Ausgabe
Es sieht tatsächlich so aus, als könne nur noch Jörg Berger die italienische Nationalmannschaft retten.
Das taktische Spektakel, dass Jogi Löw gegen Kroatien geboten hat, erinnerte fatal an einen seiner Vorgänger. Genau an den! Den mit den „taktischöhn Massnahmöhn“, der schon mal einen Defensivmann einwechselte, wenn er zurück lag.
Souveräner Mißbrauch journalistischer Deutungshoheit bei der BILD: „Daniela Löw, seit 22 Jahren mit Jogi verheiratet, saß am Donnerstag in Klagenfurt im Stadion und litt mit. Traf hinterher am Mannschaftsbus nur kurz ihren Mann, fuhr jedoch (im Gegensatz zu vielen Spielerfrauen) wieder heim. Und hält ihm so den Rücken frei.“ Wie meinen? Muss ich das verstehen? Kann das irgendjemand verstehen?
Das, was die Niederländer derzeit anbieten, ist schlicht und einfach der beste Fußball, den ein Nationalteam überhaupt spielen kann. Punkt. Interessanterweise haben sie das schon mal bei einem anderen, länger zurück liegenden Turnier getan. Jenes Turnier endete mit dem Sieg einer deutlich schlechter spielenden Mannschaft höchst erfreulich.
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Splitterbrötchen (LI)
„Kriminaldauerdienst“ im ZDF ist in der Tat das Wunder einer deutschen Serie. Auch und gerade besteht das Wunder darin, wie Regie und Darsteller über den sozialdemokratischen Spirit der Bücher triumphieren.
Geschichten stehen für sich selbst. Sie werden nicht besser, wenn sie belehren.
Warum fällt es vielen Menschen so schwer, einfach auf Fragen zu antwörten? „Ich weiß es nicht.“ ist besser als Schweigen.
Empfehlung an unerfahrene Theaterbesucher: Lasst euch nicht reinlegen. Zählt immer nach, wenn ihr in Stücke geht, die „Drei Schwestern“ o.ä. heißen. Zwei Schwestern sind nicht genug.
Warum denke ich immer an Walt Disney’s spannende Taschenbücher, wenn ich einen Namen wie „Gundula Gause“ höre?
Wenn man in der Lage ist, die richtigen Prioritäten zu setzen, wird plötzlich alles unwichtig. Alles außer Fußball.
Wo beschwert man sich eigentlich, wenn man keine „Einkauf aktuell“ bekommen hat? Und kann man Ausgaben nachbestellen, die man verpasst hat?
Turnierzeit ist die schönste Zeit.
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