Das hatte sich der einstmals als Schönwetterspieler gefürchtete Herzog-Anderl schön ausgedacht: Auf dem Weg nach Schwechat schnell noch bei Methaphorik & Sohn im III. Bezirk vorbeischauen, sich ein paar ausgesuchter Worthülserl mitgeben lassen und die dann in München beim Doppelpass geschickt platzieren. Doch dann rüttelte Boris Becker nebenan bei Eurosport dermaßen heftig an allen Phrasenschweinen, dass sogar der tückische Nadal ins Wanken geriet.
Den Freunden von „Alter-Sack-kann-es-noch“-Filmen empfehle ich dringen der Besuch von „Kundschafter des Friedens“. Wat ham wer jelacht, vor allen Dingen über olle Gwisdek, der einen ganz prachtvollen Zausel hinlegt.
Teile der Kundschafter-Optik zitieren die berühmten „Mannix“-Splitscreens. Wie der Zufall es wollte, ist diese Woche Mannix-Darsteller Mike Connors gestorben. Über 90 ist er geworden.
Das Comeback der Woche gelang dem ausgestorben geglaubten Genre des Agitpop-Polit-Ironie-Dingenskirchens. Danke, Schulzenbrothers! Und Glückauf!
Politiker und Journalisten, die Trump auf das Klischee des tumben Bully reduzieren, sind auf ihn hereingefallen. Haargenau das möchte er ja, das man ihn weiterhin für diesen tumben Bully hält und ihn weiterhin unterschätzt.
Kulinarisches Wochenhighlight: Podersdorfer Kellerfleisch. Ordentlich durchwachsenes Schweinefleisch sechs Stunden lang bei hundert Grad mit Zwiebeln, Knoblauch und Wein im Ofen geschmort.



Nr. 2 ist raus.
Im „Petite Europe“ hatte ich übrigens einmal Hausverbot. Nur weil ich einen lieben Freund verteidigt hatte, der in einem Anfall von trunkener Amour Fou mit Mini-Pizzen geworfen hatte, um die gutaussehende Bedienung auf sich aufmerksam zu… vielleicht ist es besser, diese Geschichte nicht zu erzählen. Im „Petite Europe“ erinnert man sich ja auch nicht mehr daran.


