Als Helmut Schmidt noch lebte und politisch aktiv war, wären seine politischen Gegner UND die damaligen SPD-Genossen froh und dankbar gewesen, wenn er sie lediglich als „Hofnarren“ bezeichnet hätte. Und rhetorische Größen wie Strauß und Wehner lassen wir in diesem Kontext am besten gleich außen vor…
Man kann mich übrigens verlässlich dazu bringen, einen Text nicht zu lesen: durch Verwenden des Worts „Lesebefehl“.
Manchmal staune ich schon über Menschen, die die Augen vor der Wirklichkeit verschließen, um das eigene Weltbild nicht zu gefährden. Warum will man ein ganz offenkundig fehlerhaftes Weltbild schützen?
Kulinarischer Wochenhöhepunkt war ein aromatischer, sensationell saftiger, in einem Dachziegel gebackener Stockfisch, „Bacalhau na tegna“ im Carlos Caravela.
Ich stehe in größter Ehrfurcht vor dem kochenden Patron des Lokals. Stockfisch in dieser Konsistenz (größtmögliche Knusprigkeit bei größtmöglicher Saftigkeit) hinzubekommen schafft man nur mit perfekter Küchentechnik. Ich habe Versuche mit Stockfisch in der eigenen Küche aufgegeben, nachdem ich mehrmals schon am EInweichprozess krachend gescheitert bin.
Möglicherweise ist dies bereits der größte zündende Wortwitz des Jahres:
It is widely accepted that Yul Brynner was a lifelong Liverpool FC fan, but was is less well known is that he was allergic to all forms of aftershave and perfumes with a high alcohol content. That is why to this day, Liverpool fans at every single match, still sing the anthem “Yul never wore cologne”
Wobei „the invention of the air friar“ …

Kulinarische Wochenentdeckung war eine dahinimporvisierte Rosenkohlvariante, halbiert und mit etwas Chili und jeder Menge gehackten Walnüssen und Knoblauch (musste beides weg) geschmort. Darf wieder auf den Teller kommen. Beim nächsten Mal werde ich aber noch etwas Zucker mit ins Spiel bringen und leicht karamellisieren lassen.
Ich investierte einige Zeit und ordentlich Hirnschmalz in einen spannenden Post von Marc Saxer, bin mir aber nicht sicher, ob er in die richtige Richtung denkt. Ich würde weder Trump noch Musk mit einer derart komplexen Denkweise in Verbindung bringen.
Knapp hinter dem Ziegelstockfisch landete übrigens ein perfekt gegrilltes halbes Hähnchen, serviert im Restaurant „Pechhütte“ in Bad Saarow. Beste Qualität und perfekte Küchentechnik sorgen – auch bei einfachen Zutaten – verlässlich für Delikatesse.



Die Grenzen des Fassbaren sprengender Beitrag zu meiner Fotoserie „Die beste, geduldigste Gemahlin von allen fotografiert Dinge“! Heute: ein niedliches Anti-Stresss-Entchen.
Es bringt nichts, einen Fehler zu wiederholen. Man muss ihn schon drei- oder viermal machen, damit es sich auch lohnt.



… eingeschenkte Chardonnay von Lagreder aus Südtirol war gleich ein Highlight, und zum Dessert, einer eigenwilligen, aber delikaten Tarte Tatin, freute ich mich über einen guten Bekannten im Glas, die Zweigelt-Auslese vom Kracher in Illmitz. Der Service war gut gelaunt und zuvorkommend, man sitzt dort mehr als kommod: ein wunderbarer Abend!
Auf Platz 2 landete überraschend ein überraschend delikates, schnell zusammengeklöppeltes Alltagsessen: Hähnchenleber mit Chili und Champignons, Knoblauchbohnen.
Bloß weil etwas richtig ist, muss man es noch lange nicht machen.
Ein Problem, das mich während meiner Autorenzeit öfter ankam: Supertitel, aber keine Plot-Idee. Zum Beispiel: „In Aufschnitt-Gewittern“
Den kulinarischen Wochenhöhepunkt erlebte ich bei unserem bereits dritten Ausflug in die Welt der georgischen Küche, wieder im
Vielen Menschen, die sich freudig einer Jagdgesellschaft anschließen, ist nicht klar, wie schnell man selber zum nächsten Jagdopfer werden kann. Von der Meute zur Beute ist’s auch orthografisch nur ein kleiner Schritt.
Die Plattform, die Elon Musk in der traditionell auflagenschwachen WELT geboten wurde, war ursprünglich
Der stand beim Zweitbesuch des georgischen Restaurants „
… auf der sich verschiedene Pasten fanden: Spinat, Rote Bete, Aubergine, gekochte Sarsaparilla, gedünsteter Lauch, alles mit Walnüssen, Koriandersamen und diversen Gewürzen sehr differenziert abgeschmeckt, teilweise ungewöhnlich, aber höchst delikat. Zum Hauptgang hatte ich mir Khinkali bestellt, hausgemachte Teigtaschen mit aromatischer Rind/Lammfleisch-Füllung …
… die Gemahlin hatte sich für Chakapuli entschieden, in Weißwein geschmortes Lamm mit grünen Mirabellen und Estragon, ein Highlight des Gastro-Jahres. Als wir dann satt und zufrieden auf der Straße standen, hab ich mich erstmal ein halbes Stündchen lang geohrfeigt, dass wir nicht schon längst mal ein georgisches Restaurant aufgesucht haben. Was für eine wunderbare, durchdacht gewürzte Küche! Ich war und bin begeistert.
Wie meinen?
Vor ein paar Tagen ist
You can get the boy out of Eschwege, but you can’t get Eschwege out of the boy.
Wichtigster Merksatz der darstellenden Kunst: Die drei großen „K“ des Theaters sind Kulisse, Kostüm und Maske und Farbe.


Kulinarischer Wochenhöhepunkt war ein rasch dahin improvisiertes Dessert: Mascarpone mit Lemon Curd und Orangensaft cremig gerührt, mit in Orangensaft getunkten Löffelbiskuits zu einer Art Tiramisu geschichtet. War wirklich gut. Würde die beste, geduldigste Gemahlin von allen nicht Alkohol an Süßspeisen verabscheuen, hätte ich mit ein paar Schlückchen Cointreau für zusätzlichen Wums gesorgt.
Vor dem Dessert gab’s selbstverständlich eine herzhafte Kleinigkeit; Gans, Füllung, Rotkohl, Kloß, Sauce.