Splitterbrötchen (DCXCVIII)

Paperless Office 2019: Ich mache eine To-Do-Liste auf Papier, fotografiere sie mit dem Handy und werfe das Papier weg. So läuft das!

Ich war mir ganz sicher, dass Ursula von der Leyen der Panther war. Als als Indiz die Uhr gezeigt wurde, war doch alles klar (Uhrsula!). Jetzt fehlt nur noch, dass der Astronaut nicht Buzz Aldrin ist.

Im „Standard“ ist eine schöne Rezension von Gabriele Tergits Jahrhundertroman „Effingers“ erschienen. Kann man es sich als regelmäßiger Leser der Splitterbrötchen wirklich leisten, dieses Buch nicht gelesen zu haben?

Zum Nachdenken braucht man Zeit und Gedanken. Sonst eigentlich nichts.

Ja, die BILD ist die verabscheuungswürdigste Zeitung westlich und östlich des Pecos. Trotzdem, bei 38 Grad muss ich über Headlines wie „FBI findet Penisse in Kühltruhe“ doch ziemlich lachen.

Erst, wenn man mal versucht hat, wirklich dummen Menschen etwas beizubringen, kann man bei Diskussionen über die universale Sinnlosigkeit allen Seins mitreden.

In den Berliner Blättern sorgt man sich darum, dass mit den Spätis ein Stück Berliner Kultur untergeht. Der Untergang der  Szenekneipen wäre der Zeitpunkt für kulturelle Sorge gewesen. Die Spätis haben lediglich die entstandene Marktlücke „preiswerter Alkohol zu später Stunde“ besetzt.

Splitterbrötchen (DCXCVII)

Bitte unbedingt in der arte-Mediathek anschauen: „Die Eroberung des Mondes“ – eine dreiteilige Doku über das Wettrennen zum Mond. Was war das damals für eine rassistische, sexistische, autoritär geprägte, bedrohliche Scheiß-Welt! Und wie sehr hat die Apollo-Mission die Menschen inspiriert, an die Zukunft zu glauben. Bei mir hält das heute noch vor.

Das Wort der Woche schuf der hochgeschätzte Carsten aus dem Mitzwinkel: „Tour de France ist ein Promillesport.“ Er hat recht. Mein Gott, was für einen Flüssigkeitsverbrauch ich bei sengender Hitze am Tourmalet hatte!

Es gibt nichts gesundheitsschädlicheres als den gesunden Menschenverstand.

Ich gebe zu bedenken: Flugreisen bilden. Hätten meine Eltern mir nicht durch Flugreisen schon in jungen Jahren die Möglichkeit gegeben, andere Länder und Kulturen kennen zu lernen, hätte ich vermutlich ein deutlich eingeengteres Weltbild entwickelt. Ich hätte weniger gelernt. Ich hätte weniger Freundschaften mit Menschen aus anderen Ländern geschlossen. Demagogen hätten es deutlich einfacher, mir Angst vor anderen Nationen einzujagen. Sag ich nur mal so.

Kleines Ratespiel: Wo wohnt der Physiker?

Selbst-ver-ständlich hat Frau Kramp Karrenbauer recht mit ihren hochfliegenden Bundeswehrplänen. Wir brauchen dringend einen Flugzeugträger. Wir müssen viel mehr Geld für die Rüstung ausgeben. Schließlich müssen wir uns wirkungsvoll verteidigen können und uns vor vielfältigen Bedrohungen schützen. Und da ist in Europa das Militär gefährlich unterfinanziert. Die europäischen Staaten geben nur wenig mehr Geld fürs Militär aus als Russland und China zusammen. Da herrscht Handlungsbedarf!

Riesenproblem: Ich würde wirklich gern mal einen dieser E-Scooter ausprobieren. Ich weiß aber nicht, wohin ich mit so einem Ding fahren soll.

1969. Die Apollo-11-Mission fiel in die Sommerferien. Die Familie ging zeitig zu Bett, nur mein Bruder Thomas und ich blieben jede Nacht auf und warteten auf die Live-Übertragungs-Häppchen. Nein, es wurde nicht durchgehend übertragen, da wäre Ernst von Khuon wohl endgültig überfordert gewesen. Ungefähr alle zwei Stunden kam das „Sonderstudio Apollo 11“, wenn ich mich recht entsinne. Dazwischen gab’s Spielfilme. „Cat Ballou“ hab ich beim Warten auf Neues aus dem Weltall zum ersten Mal gesehen. Und Thomas und ich haben über Gott und die Welt geredet. Diese nächtlichen Stunden mit meinem Bruder zählen zu meinen liebsten Erinnerungen.

 

Splitterbrötchen (DCXCVI)

Ganz merkwürdig, die Welt richtet sich nicht danach, wie du sie siehst.

Diese armen Menschen müssten nicht Pinfluencer werden, wenn sie im Pinternat besser aufgepasst hätten. Dann könnten sie malen wie Pintoretto oder Spieler bei Pinter Mailand werden.

„Was soll nur aus Friedrich Merz werden?“ betitelten die Leute von SpOn diese Woche einen ihrer Newsletter. Liebe SpOnner, der Mann ist Politiker. Deshalb: Fragt nicht, was wir für Friedrich Merz tun können. Fragt, was Friedrich Merz für uns tun kann.

Kultureller Wochenhöhepunkt: „Yesterday“ von Richard Curtis und Danny Boyle. Eine fantastische Komödie mit wunderbaren Pointen, dem besten Soundtrack der Filmgeschichte und einem Gänsehaut-Moment, der mich komplett umgehauen hat. Anschauen.

Der Orthodoxe kennt nur zwei Wege: in die Despotie oder in die Lächerlichkeit.

Große Vorfreude auf unsere Ferienunterhaltung, die für mich ein Wiedersehen mit einem Meilenstein der TV-Serie sein wird. Ich erinnere mich noch gut, wie unsere Familie bei der deutschen Erstausstrahlung 1973 jeden Sonntag gebannt vor dem Fernseher saß. Die Vielzahl der Figuren verwirrte viele, aber nicht uns. Meine Mutter hatte mir Galsworthys Romanzyklus (Alle Neune! Empfehlenswerte Lektüre übrigens.) gekauft, und dem lag ein herausnehmbares, wie ein Stammbaum gegliedertes Figurenverzeichnis bei, das ich immer zu Rate ziehen konnte, wenn jemand „Wer um Himmelswillen ist DAS jetzt?“ fragte. Mal sehen, ob wir diesmal ohne Stammbaum durchkommen.

They don’t make series like that anymore. And they don’t make people like that anymore.

 

Splitterbrötchen (DCXCV)

Erst jetzt, 30 Jahre nach Glasnost und Mauerfall, merkt man, wie wichtig DDR und UdSSR waren. Als schlechte Beispiele. Kam früher jemand daher und forderte mehr Regeln, Verbote und Kontrolle, um irgendetwas durchzusetzen, genügte ein knapper Verweis auf diese maroden, freudlosen Staatssysteme, um deutlich zu machen, dass Zwang und Verbote Quatsch sind. Heute wird alle Nase lang dirigistischer Unfug vorgeschlagen und  muss – mangels schlechter Beispiele – ausführlich diskutiert werden.

Beruf der Woche des Jahres des Jahrzehnts des Jahrhunderts: Peinlichkeitsforscher.

Vor fünfzig Jahren kam der Walkman raus. Ich bin etwas später mit einem Walkman II eingestiegen. Meine erste U-Bahnfahrt mit Kopfhörern werde ich nie vergessen. Wie vollkommen neu das war, unterwegs Musik zu hören, DIE ANDERE NICHT HÖREN KONNTEN!

Wer versucht, einem Problem mit einer einfachen Lösung beizukommen, vergrößert es meist.

Fa, Facebook überraschte mit einem automatisch hergestellten Video mit dem Titel „10 Jahre Freundschaft mit deiner Frau“. Was haben wir früher nur ohne Facebook gemacht?

Die Kombination aus „keine Ahnung“ und „trotzdem Recht haben wollen“ ist explosiver als die aus Nitro und Glyzerin.

Kultureller Wochenhöhepunkt: Die ersten drei Folgen der Netflix-Serie „Happy!“ angeschaut. Unfuckingfassbar brillant.

Splitterbrötchen (DCXCIV)

Nicht die Hitze ist das Problem sondern die Erhitzten.

Das Mindener Tageblatt, eine der besten Lokalzeitungen des Landes, ist 100 geworden. Gefeiert wurde mit einer Gratis-E-Paper-Ausgabe.

Kulinarischer Wochenhöhepunkt: eine deftige, trotzdem sehr delikate Flecksuppe in der Dammschenke in Jonsdorf. Jonsdorf ist überhaupt ein sehr empfehlenswerter Ort. Brachiale Faller-Häuschen-Idylle, angenehme Ausflugsgastronomie, preiswerte, komfortable Unterkunft und… die Waldbühne.

Wir amüsierten uns dort bei „Vier Fäuste für ein Halleluja“ 2 Stunden lang wie Bolle. Das war richtig gut gemachtes, sehr gut gespieltes Freilicht-Theater. Und es war alles da: das Ohrfeigen-Colt-Duell, das furzende Baby (elektrisch verstärkt!), die Restaurant-Szene, die Massenschlägerei in der Mission… wie gesagt, ein großer Spaß.

Die Hölle stelle ich mir mittlerweile wie eine Kommentarspalte im Internet vor.

Ärgernis der Woche: Dass der Tagesspiegel einem Knalldepp von Maler, der mit seiner AfD-Nähe hausieren geht und sich darüber beschwert, dass er deswegen bei einigen Ausstellungen ausgeladen wurde, eine ganze Seite widmete. Wer sich freiwillig zu Leute wie Höcke, Weidel, Gauland und von Storch gesellt, der soll sich auch seine Kundschaft unter Leuten suchen, für die Anstand ein Fremdwort ist.

Und, äh… Frau Baerbock? Was genau habe ich mir unter einem „Klimasommer“ vorzustellen?

Splitterbrötchen (DCXCIII)

„Das Soziale mit dem Nationalen versöhnen“ wollen zwei CDU-Politiker aus Sachsen-Anhalt. Diese doch recht eindeutige Wortwahl lässt nur zwei Schlüsse zu: Entweder die beiden haben komplett den Geschichtsunterricht geschwänzt und in den letzten vierzig Jahren vergessen, den Fernseher anzuschalten, oder sie versuchen gerade mit erstaunlicher Chuzpe, sich an die Spitze einer extrem unappetitlichen Sammlungsbewegung zu setzen.

Hat der Flachpfirsich nun das Zeug zur Symbolfrucht oder nicht?

Das Zielen könnte zum Problem werden. Eine Kosten-Nutzen-Analyse, die die eventuelle zusätzliche Reinigungskosten gegen die zu erwartende Stromersparnis aufrechnet, dürfte sinnvoll sein.

Hab ich was überhört, oder haben Rainer Wendt und Co. bisher keine Gesetzesverschärfungen und erweiterte Befugnisse für Polizei und Staatsschutz gefordert? Machen sie doch sonst immer nach Terroranschlägen. Ich geh dann davon aus, dass mit der Gesetzeslage alles okay ist.

Auch wer mit Rudern nix am Hut hat: „Das Wunder von Berlin“ (der Originaltitel „The Boys in the Boat“ ist um Klassen besser) ist ein grandioses, lehrreiches Lesevergnügen, das den Weg des amerikanischen Achter zur Goldmedaille 1936 beschreibt.

Ich präsentiere ein neues Bild aus meiner beliebten Serie „Die beste, geduldigste Gemahlin von allen fotografiert Dinge und Sehenswürdigkeiten“,

Diesmal: Aperol Spritz.

Unfotografiert blieb der kulinarische Wochenhöhepunkt: ein selbstgeklöppelter Österreich-Dreigang für besonders formidable Gäste, Claudia und Louie von der Mainlust. Hauptgang (Kellerfleisch) und Dessert (Somloer Nockerln) hab ich aus dem Repertoire gekocht, die Vorspeise war eine Premiere, ein Gericht mit der österreichischst möglichen Bezeichnung überhaupt: Blunznstrudelpackerln mit einbrennten Fisolen nach Susi Liedl. Sensationell gut.

Der Tweet der Woche:

Fragen, mit denen man Aufmerksamkeit erregt: „Kann ich zu der Weinprobe auch ein Bier bekommen?“

Vor zehn Tagen, beim „Let’s Dance“-Finale, hab ich mich plötzlich gefragt, ob Jorge Gonzalez auch in Gebärdensprache so spricht, wie er spricht.

Splitterbrötchen (DCXCII)

Bei Edeka in der Hedwigstraße gesichtet: einen Automaten, der … (gedämpfter Trommelwirbel) ,,, Tücher zum Desinfizieren von Einkaufswagengriffen ausgibt. Wir werden alle sterben! Alle!

Im Tagesspiegel fand ich einen Artikel, in dem Philipp-Amthor-Kritiker dafür kritisiert werden, dass sie sein Äußeres kritisieren. Weil Philipp Amthor dafür ja nichts kann. Hmmmm. Wenn Philipp Amthor für sein Äußeres nichts kann, muss ihn also heimlich jemand zum „verklemmten Klassenprimus aus den Paukerfilmen“ gestylet haben.

Vor über vierzig Jahren habe ich zum ersten Mal „Cisco Pike“ gesehen1, und war – das ging damals nicht anders – von Stund an Kristofferson-Fan, besaß in den Vor-Streaming-Zeiten alles Vinyl und alle CDs komplett. Am letzten Pfingstmontag habe ich ihn zum ersten Mal live gesehen. Die lange Wartezeit hat sich durchaus gelohnt.

Erschütternde Neuigkeiten, kommuniziert über Nachbarschaftsnetzwerk „nebenan.de“. Friedenau und das Malerviertel werden nie wieder so sein, wie sie mal waren.

Wer am Mittwochabend um 20 Uhr 15 nicht „Die Auferstehung“ gesehen hat, hole das bitte, bitte in der Mediathek nach. Der Film seziert einen unangenehmen Menschentyp so gnadenlos und gemein, dass einen ach ein paar Minuten das unfilmisch Theaterhafte nicht mehr stört. Und grandios gespielt ist das. Ganz wunderbar: Leslie Malton. Knaup- Und Król! Król! Aber niemand hat eine Chance gegen Mathieu Carriére: der tritt auf, spielt sie alle an die Wand und geht ab. Mission accomplished.

Auf meine Desinfektionstuch-Automaten-Sichtung bekam ich einiges Feedback, für die verschmutzte Einkaufswagen-Griffe ein wiederkehrendes Problem2 sind. Offenbar bin ich gesegnet: Als Frische-Fanatiker gehe ich seit ca. 40 Jahren beinahe täglich in stinknormale Supermärkte und Discounter einkaufen, ich kann mich an keinen einzigen Einkaufswagen erinnern, der unangenehm verschmutzt gewesen  wäre.

Beim Kristofferson-Konzert im Admiralspalast bin ich übrigens hinter sein Erfolgsgeheimnis gekommen: Sparsamkeit. Offenbar um die Gage für den Basser zu sparen, hat er die notwendigen Noten auf den dicken Saiten seiner J-45 selbst gespielt.

Und im Herbst werde ich wohl mal wieder ins Kino gehen…

 

 

  1. in einer Spätvorstellung in einem der Schwabinger Leopold-Kinos, glaube ich
  2. Sogar vo Fischbrötchen-Resten war die Rede!

Splitterbrötchen (DCXCI)

Ist es erstaunlich, dass „subjektiv“ und „ichbezogen“ immer wieder verwechselt werden?

Als Bildungsbürger greife ich beim Pilz-Einkauf ausschließlich zum Kulturchampignon.

Irgendjemand wollte diese Woche mal wieder (kommt alle 2 Jahre auf die Tagesordnung) die „Spanische Allee“ umbenennen, weil „spanisch“ zwar irgendwie unverfänglich ist, aber sich ja doch irgendwer erinnern könnte, dass die Benamung der Straße auf die Legion Condor zurückgeht. Um der politischen Korrektheit für die nächsten zehn Jahre genüge zu tun, schlage ich hiermit als neuen Namen „Allee des demokratischen Spaniens aber ohne den Schlingel Juan Carlos wegen #metoo“ vor.

Die Frauenfußball-WM läuft und viele Menschen beklagen das geringe Interesse, die (zu) wenigen Zuschauer usw. Natürlich ist klar, wer die Schuldigen sind, oder? Nein, im Gegenteil. Meistens sind’s Frauen, die nicht hingucken. Die größte Zuschauergruppe beim Frauenfußball sind alte, weiße Männer.

Kulinarischer Wochenhöhepunkt: Short Rib vom Rind mit Spargel im „Foreign Affairs“ am Werderschen Markt.

In dem Zusammenhang interessant: Ich werde recht häufig darauf angesprochen bzw. angepostet, dass ich „dauernd“ Essens-Foto poste, demzufolge ich ja „nur noch“ ans Essen denken würde und dass das alles sehr „auffällig“ sei. Nun, ich poste praktisch alle Fotos meiner Mahlzeiten über meinen Instagram-Account. Wie man auf den ersten Blick sehen kann, poste ich keinesfalls „nur“ Food-Fotos, und ein bis zwei Essensbilder pro Woche ist nach meinen Maßstäben auch nicht „andauernd“. Aber augenscheinlich gilt man bei einem Teil meines Online-Bekanntenkreises bereits ab zwei gelungenen Mahlzeiten pro Woche als prassender Verschwender.

Da ist ein Politiker mal grundehrlich und sagt, dass er Gesetze absichtlich kompliziert, damit sie schwer zu verstehen sind. Da nimmt eine Bloggerin den bekannten Ratschlag „Du musst dich neu erfinden“ wirklich Ernst und zieht das Ding konsequent durch. Und dann ist es auch wieder nicht recht.

Das ist eine Binsenweisheit: Rauchern fällt es leichter, mit dem Rauchen aufzuhören, wenn sie sich ein rauchfreies Leben als positives Ziel setzen. Solange man Rauchern ausschließlich den Verzicht predigt, werden sie munter weiter qualmen wollen, egal wie gefährlich das sein mag. Mit dem Klima wird es sich ähnlich verhalten, denke ich. Auf Länge bringt man Menschen nicht dazu, sich zu verändern, indem man ihnen Angst einjagt und Verzicht predigt.

Splitterbrötchen (DCXC)

Technologie-Event der Woche: die neueste Version von Peppermint OS (Linux) auf meinem Notebook installiert.

Peppermint OS ist höchst komfortabel und man braucht beinahe keine Ahnung von Linux zu haben, um damit arbeiten zu können. Mein Laptop wäre schon vor 4 Jahren auf den Müll geflogen, weil er für Windows viel zu langsam geworden war. Mit Linux läuft er immer noch sehr geschmeidig.

Politologen sind Politiker auf Crack.

Wenn alle sich zu Füßen liegen, um sich gegenseitig ihrer Bewunderung zu versichern, ist zwangsläufig der Überblick verloren gegangen.

Hurra! Der Rechtspopulismus ist so gut wie besiegt. Wir müssen nur die Gebühren erhöhen, dann kackt er ab, heidewitzka! Danke, lieber Rundfunkrat! Danke! Danke! Danke!

Die effektivste Methode zur Zementierung eines Stauts Quo ist eine Beschwerde über denselben.

Nach der Installation von Betriebssystem und Software (< halbe Stunde) habe ich mir natürlich noch einen meiner Persönlichkeit und Lebenserfahrung angemessenen Desktop-Hintergrund zugelegt.

Splitterbrötchen (DCXXXIX)

Korruption ist die Voraussetzung für Rechtspopulismus. Anders kriegt man den Quatsch ja nicht finanziert.

Wenn die Karriere reduziert wird auf die Vokabel „Ex-Herthaner“… kann‘s immerhin nicht mehr schlimmer werden.

Gesellschaftlicher Höhepunkt der Woche war ein Kurztrip nach Eschwege, um die Schwester und den ältesten Freund wiederzusehen. In der kalten Heimat gab es dann auch den unfotografierten kulinarischen Wochenhöhepunkt, frische, grobe Rostbratwurst auf die Hand im Brötchen mit Senf. Das reinste Manna. Den Runner-Up habe ich abgelichtet, perfektes Rumpsteak mit Zwiebeln und Kräuterbutter im „Goldenen Engel„.

 

Während einer Werbepause der freitäglichen „Let’s Dance“-Sendung pries ein Hersteller sein Fußboden-Sortiment an. Warum er das mehr als naheliegende „Lambinat“ ausgelassen hat, ist mir ein Rätsel.

Keine Flüssigkeit ist so banal, dass aus ihr nicht zum Modegetränk werden könnte.

Das Erlebnis der Woche: Ein achtjähriges Mädchen versucht energisch aber vergeblich , ihrer Mutter ihre Schultasche zu entwinden. „Ich will das selber tragen, Mama!“ – „Nein, das ist zu schwer für dich.“ Merken diese Helikopterpiloten wirklicht nicht, was sie da anrichten?

Popolismus ist für’n Oarsch.