Splitterbrötchen (VIII)

Es wurde 1967 niemand gezwungen, ein Hippie zu werden. Es wurde nach 1967 niemand gezwungen, einer zu bleiben.

„Wenn irgendwo auf der Welt ein Mann einen Satz sagt und es ist keine Frau in der Nähe, die ihm zuhört, hat der Mann dann trotzdem unrecht?“ fragt Herr Impermeabile.

Das Pflegen von Feindschaften zeugt von Charakter. Klein Beigeben ist kein Ruhmesblatt.

Wenn Menschen, die deutlich dümmer sind als man selbst, einem die intellektuellen Fähigkeiten absprechen, kann das sehr komisch werden. Oder sehr schmerzlich.

Man weiß, dass eigentlich nichts passieren kann. Trotzdem macht man sich Sorgen. Das Wort „eigentlich“ kann ein Stahlbad sein.

Vox versendet gerade die dritte Staffel von Boston Legal, und da sah ich diese magische Szene, in der Candice Bergen William Shatner vorwirft, dass er sich eine Sex-Gummipuppe hat anfertigen lassen, die genauso aussieht wie sie, und Shatner weiß zuerst nicht, warum sie sich so aufregt, und dann erhellt laaaangsam das Licht der Erkenntnis seine Miene und er fragt: „Eifersüchtig?“ Und ich frage mich, ob es eine Methode gäbe, eine solche Szene an einem deutschen Redakteur vorbei zu schmuggeln. Ich fürchte, nein.

[tags]Pseudoweisheiten, Tiefsinn, Wichtigtuerei[/tags]

Straßenmusik

Straßenmusikanten sind wunderbar. Man kann an ihnen vorübergehen oder – wenn einem die Musik gefällt – ein Augenblickchen verweilen, bis der Musikant oder die Musikantin das Stück zu Ende gespielt hat. Vielleicht wirft man ein Geldstück in den herumstehenden Pappbecher/Hut/Gitarrenkoffer, vielleicht bleibt man noch ein wenig, um sich ein zweites oder auch ein drittes Stück anzuhören, aber spätestens, wenn das Repertoire des Musikanten erschöpft ist und die Stücke sich zu wiederholen beginnen, sollte man schleunigst das Weite suchen.
Wenn das denn geht. Denn wenn die junge Saxofonisten, die unter dem offenen Fenster meines Arbeitszimmer ihre Kunst ausübt, gleich wieder bei „Singin‘ in the rain“ angekommen sein wird, werde ich den Titel in zwei Stunden acht Mal gehört haben. Ich fürchte, ich kann nicht viel länger für die körperliche Unversehrtheit der an sich sympathischen jungen Künstlerin garantieren.
Update:
Ein paar Stunden später schauen die geduldigste Gemahlin von allen und ich uns in der Glotze den ganz angenehmen Theater-Film „The Leading Man“ an. In den ersten Minuten des Films taucht ein Mädchen mit einem Saxofon auf.
Ich: „Wenn sie ‚Singin‘ in the rain‘ spielt, bringe ich sie um.“
GGA: „Du kannst sie nicht umbringen, sie ist im Fernsehen.“
Sie hat es nicht gespielt, also bestand erstmal kein Handlungsbedarf. Trotzdem interessant: Wie bringt man jemanden um, der „im Fernsehen“ ist? Briefbombe an die TV-Spielfilm?
[tags]Straßenmusik, Saxofon, perfektes Verbrechen[/tags]

Bei Herrn Lentsch

Die Dankbarkeit ist (nicht nur) mein Lieblings-Gasthaus. Vielleicht liegt’s an der langen Vorfreude, die einem Besuch der Dankbarkeit vorausgeht. Denn die Dankbarkeit liegt in Podersdorf am Neusiedlersee, wo die geduldigste Gemahlin von allen und ich einmal im Jahr Urlaub machen. Und da kann die Vorfreude auf den nächsten Dankbarkeitsbesuch schon einmal 50 Wochen dauern. Aber irgendwann stehen wir dann doch wieder vor der Eingangstür.
Dankbarkeit Eingang
Da bleiben wir jedoch nicht lange stehen, sondern grüßen freundlich in den Schankraum mit dem Tresen hinein, wo die Podersdorfer sitzen, lassen bei schönem Wetter die Stube rechts liegen und eilen durch den langen Gang in den wunderbaren, einmaligen, schattigen Gastgarten. Da kommt auch schon der Wirt, Herr Lentsch, mit seinen charakteristisch kurzen, eiligen Schritten auf uns zu, begrüßt uns, als wären wir eine Woche und nicht ein Jahr lang weg gewesen, bringt uns an unseren Tisch und teilt die Karten aus. Dann sitzen wir erst einmal einen Moment da, atmen durch und schauen uns fröhlich in die Augen: „Was geht’s uns gut!“
Wieso geht’s uns in der Dankbarkeit so gut? Wieso geht’s uns in der Dankbarkeit besser als anderswo? Liegts an der verfeinerten burgenländischen Küche mit der jiddischen Hühnerleberpastete, der Paprika-Fischsuppe, dem „Gekochten vom grauen Steppenrind“, den Spezialitäten vom Mangalitzaschwein und den sündhaften Somloer Nockerln? Ist es die umfangreiche Weinkarte, auf der der Fan pannonischer Weinkultur nichts vermissen kann? Ist es der von Jahr zu Jahr immer besser werdende Hauswein, den Herr Lentsch für selbstmörderische 12 bis 15 Euro pro Flasche im Restaurant anbietet?
Natürlich tragen all diese Dinge wesentlich zu unserem Wohlbefinden bei, aber der eigentliche Faktor, warum es uns beim Lentsch so gut geht, ist der Lentsch selber. Es ist einfach die reine Freude, bei diesem Urbild eines Wirts, diesem besessenen Gastronom aus Leidenschaft Gast sein zu dürfen. Mitzuerleben, wie dieser Mann auflebt, wenn es seinen Gästen schmeckt und sie sich wohl fühlen, ist schon die halbe Miete in der Dankbarkeit.
Dankbarkeit Garten
Die wahre Qualität eines Wirts erweist sich aber, wenn ein Gast sich daneben benimmt. Wie wird er reagieren, wie wird er diese heikle Situation meistern? In diesem Sommer war ausgerechnet ich es, der Herrn Lentsch in dieser Hinsicht auf die Probe stellte. Ich hatte mein Handy, das eh schon tagelang nicht geklingelt hatte, nicht ausgeschaltet. Wer sollte mich denn schon im Urlaub am Montag abend anrufen? Und dann kam es, wie es kommen musste: Gerade als Herr Lentsch uns den Wein an den Tisch brachte, klingelte mein Handy. Und mein Handy klingelt nicht einfach, es spielt die entscheidenden Minuten des WM-Finales 1954 ab. „Aus dem Hintergrund müßte Rahn schießen… Rahn schießt… Tor! Tor! Tor!“ donnerte Herbert Zimmermann durch den eben noch beschaulichen Gastgarten, während ich mit fliegenden Fingern versuchte, den Störenfried auszuschalten. Herr Lentsch zuckte mit keiner Wimper, entkorkte den Wein und sagte, während er mir den Probierschluck einschenkte, verschwörerisch zwinkernd: „I wer‘ narrisch!
Da ging’s uns wieder gut!
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Splitterbrötchen (VII)

Ein Pärchen sitzt eng umschlungen mir gegenüber in der U-Bahn. Er ist eine durchaus imposante Erscheinung, um die dreißig, Kahlkopf, Schnauzbart, Lederweste, die sich vor dem respektablen Brauereifriedhof nicht mehr schließen lässt, Lederarmband, Tattoos auf den Armen und drei Totenkopf-Ringe an der rechten Hand, in der er eine Bierbüchse hält. Plötzlich sagt er mit tiefer Ernsthaftigkeit zu seiner Freundin: „Ich glaube, dein Vater hat mich vom ersten Moment an nicht gemocht.“ Mich hat’s vom Sitz gerissen.

Apropos Büchsenbier… Was ist eigentlich mit dem Dosenpfand? Warum ist das Abendland nicht untergegangen, als er nicht abgeschafft wurde? Warum regt sich niemand mehr auf?

Was mich immer wieder verwirrt: die urdeutsche Eigenart, einen Salat als Beilage zu einem warmen Hauptgericht zu essen. Ich habe noch keine Kombination gekostet, der eine gewisse kulinarische Logik innegewohnt hätte. Gegen einen Salat als eigenständiges Gericht oder als eigenen Gang eines Menüs ist ja wirklich nichts einzuwenden, aber warum ich etwas Warmes zusammen mit etwas Kaltem essen soll, konnte mir noch niemand schlüssig erklären bzw. schmackhaft machen.

Mysterium des Alltags: Seit ca. 3 Monaten habe ich bei jedem Supermarkt-Besuch vergessen, Frischhaltefolie zu verkaufen. Dabei habe ich gar nichts gegen Frischhaltefolie. Aber ich kann nichts machen. Ob ich spontan einkaufen gehe oder mit vorbereiteter Einkaufsliste: Sowie ich ein Geschäft betrete, in dem ich Frischhaltefolie kaufen könnte, vergesse ich, dass ich sie kaufen will. Mittlerweile habe ich gelernt, ohne Frischhaltefolie auszukommen. Geht (überraschenderweise?) ziemlich gut.

Gestern, Sonnabend Abend, in der RBB-Abendschau (sinngemäß zitiert): „Wieder ist in Berlin ein volltrunkener Jugendlicher ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der hilflose Jugendliche wurde von Passanten auf der Warschauer Brücke entdeckt. Um wen es sich handelt und wie viel er getrunken hat, ist nicht bekannt.“ Es ist ziemlich einfach geworden, ins Fernsehen zu kommen.

[tags]Pseudoweisheiten, Tiefsinn, Wichtigtuerei[/tags]

In eigener Sache: Kommentare in der Netzecke

Nachdem einem hochgeschätzten Netzecken-Stammgast ein längerer Kommentar in den Orkus gegangen ist, habe ich jetzt erst mal das bisherige Anti-Spam-Plugin deaktiviert und probiere es mit einem neuen, das ohne Captchas (diese merkwürdigen Buchstaben zum Eintippen) auskommt. Ich hoffe, dass es klappt. Danke fürs Verständnis, sorry für die Unannehmlichkeiten.
[tags]Blog, Kommentare, Spam, Captchas, Akismet[/tags]

Was das?

Zum Ende der Netzecken-Pause bedanke ich mich bei allen Stammlesern, die geduldig gewartet haben, mit einem kleinen Ratespiel. Ursprünglich wollte ich ja meinen Urlaubsort raten lassen, aber da hätten Hande und Sebastian einen nachgerade unfairen Vorteil. Deshalb hab ich ein kleines Foto in meinem Stamm-Heurigen geschossen und frage: Was ist das für ein Teil?

Hmmmm...

Dem oder der ersten, die in den Kommentaren sagt, wofür dieses merkwürdige Objekt gut ist, schicke ich aus dem nächsten Seewinkel-Urlaub eine Postkarte. Der Rechtsweg ist – genau wie der Links- oder gar der Mittelweg – ausgeschlossen. Viel Spaß!
[tags]Urlaub[/tags]

Splitterbrötchen (VI)

Drei Jugendliche an der Bushaltestelle:
A: „Ich geh noch mal schnell in den Supermarkt, soll ich was mitbringen?“
B: „Ja.“
A: „Was denn?“
C: „Wir haben Maoam und Gummibärchen, bring irgendwas mit! Aber renn, der Bus kommt gleich!“

Steht „Kragenspeck“ eigentlich mittlerweile auf der Liste der bedrohten Wörter?

Sehr staatserhaltend, dass die ARD Sandra Maischbergers fantastische Dokumentation über Helmut Schmidt erst um 22 Uhr 45 gesendet hat. Bei einer Ausstrahlung zur Primetime wäre vermutlich eine Revolution ausgebrochen. Die Bürgern hätten sofort den Unterschied zwischen einem echten Staatsmann und den Knallchargen und Hofschranzen erkannt, von denen sie zur Zeit regiert werden. Und dann wären sie auf die Barrikaden gegangen.

„Der Teufel trägt Prada“ auf DVD ausgeliehen. Eigentlich hätte es doch irgendwem während der Herstellung des Films auffallen müssen, dass die Geschichte vollkommen aus dem Gleichgewicht geraten ist. Mrs. Streep kommt als Antagonistin hundertmal sympathischer rüber als die weinerliche, unerträglich tutige Protagonistin.

„Live Earth“ kapier ich nicht. Warum braucht man einen „Anlass“ für ein Rock-Konzert? Wird Musik besser, wenn man ein Anliegen hat? Warum ist es plötzlich anrüchig, nicht mehr und nicht weniger als die eigene Jugend zu feiern? „We are stardust. We are golden. We must get ourselves back to the garden.“ Danke, Mrs. Mitchell. Nach vierzig Jahren noch einmal Danke für die wunderbare Kühnheit und die magische Hybris dieser Worte.
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Die Nerds greifen an

Die Nerds blasen zum Großangriff auf „Life as we know it“, und ihr Waffenmeister heißt Steve Jobs. Der „Q“ von Apple hat sie mit einer Allzweckwaffe ausgestattet, die nicht nur den Markt für schnurlose Telefone umwälzen, sondern gleich gar eine Kulturrevolution auslösen soll. Das iPhone.

Wenn Olaf Kolbrück dieses Gerät zum Statussymbol heraufsterilisiert heraufstilisiert

Fest steht: Wer den Hype um das iPhone nicht nur übertrieben, sondern gleich völlig überflüssig findet, hat die gesellschaftlichen Veränderungen seit dem Ende der Wählscheibe nicht registriert. Technische Gadgets sind längst Statussymbole für die eigene gesellschaftliche Verortung und Bedeutung. Sie haben damit die gleiche öffentliche Relevanz wie der neue Golf oder die neue S-Klasse.

übersieht er eins: Es sind letztlich Nerds, die ein Symbol brauchen, um ihren Status zu dokumentieren. Wenn ich einen dicken Daimler fahre, werf ich dann bei einem Meeting einen Mercedes-Stern vor mich auf den Tisch? Genausowenig wie ich ein Telefon vor mich hinpacken würde.
Aber genau damit haben die Nerds vor mehr als zehn Jahren, als Mobiltelefone aufkamen, angefangen: Ihre Nokias und Motorolas und Ericssons vor sich auf den Tisch gepackt um zu zeigen: „Guck mal, Welt! Ich kann ohne Schnur telefonieren! Ganz weit weg von zuhause!“ Erst als der Vibrationsalarm zum „Statussmbol“ wurde, durften, ja mussten die Nervtöter in den Hosentaschen bleiben. Nicht ohne zu betonen, dass sie „gerade auf Vibra geschaltet“ hätten. Wie aufregend.
Menschen, die ich Ernst nehme, verwenden grundsätzlich keine Gadgets in der Öffentlichkeit. Wieso sollte ich jemanden, dem ein Stöpsel aus dem Ohr hängt, während er hektisch mit einem Plastikstift oder – wie jetzt im Falle iPhone mit dem Finger – auf einem Plastikkästchen herumtippert, für vertrauenerweckend, kompetent und/oder wichtig halten? An dem Tag, an dem ich meinen Status über ein Telefon signalisieren muss, kann ich mich genauso gut gleich aus dem gesellschaftlichen Leben verabschieden.
Wenn ich mit Menschen kommuniziere, die sich im gleichen Zimmer befinden wie ich, hat meine gesamte Aufmerksamkeit den Menschen zu gehören, und nicht einem kleinen, an eine geschrumpfte Wurlitzer erinnernden Kästchen, dem ich mit hastigen Fingerstreichen meine Termine zu entlocken versuche.
Das iPhone ist der Versuch der Nerds, uns ihr Fachidiotenweltbild als das richtige, erstrebenswerte nahe zu bringen. Nur wenn wir uns darauf besinnen, dass ein Telefon letztlich nur ein Telefon ist, haben wir eine Chance gegen die eigene Vernerdung. Oder, um einmal mehr Horst Schroth zu zitieren: „Jemand, der immer und überall erreichbar sein muss, gehört bestimmt zum Personal.“
Das bringt mich auf eine Idee. Ich könnte meinem Butler ein iPhone kaufen. Staussymbol, anyone?

[tags]iPhone, Gadget, Nerds, Statussymbol, Telefon, schnurlos[/tags]

Splitterbrötchen (V)

Diesmal hatte der Newsletter von Laser-Line wirklich einen sehr coolen Betreff:
„Test des Newsletter KW26 – Der richtige Newsletter wird am Donnerstag ab 11.00 Uhr versendet – die neuen News sind ab Do. 9.00 Uhr auf der Website.“

Interessant, darüber nachzudenken, was gewesen wäre, wenn ich vor fünf oder zehn Jahren schon gebloggt hätte. Einige Projekte wären – wenn es diese Form der Öffentlichkeit bereits gegeben hätte – radikal anders und – da bin ich mir sehr sicher – radikal besser gelaufen, weil ich einiges beinahe alles der Sache abträgliche Gemauschel aus der Kantine ins Schweinwerferlicht hätte zerren können. Einerseits schade, dass es damals noch keine Blogs gab, andererseits schön: Nicht früher war alles besser, es gibt durchaus Dinge, die mit fortschreitender Zeit besser werden. Viel besser. Fortschritt ist schön.

Beim Anhören alter Platten und Angucken neuer DVDs: Stephen Stills ist ein grandioser Gitarrenspieler. Unterschätzt, sogar dieser Mann, gelegentlich unterschätzt.

Ich verstehe nicht, wieso es andauernd regnet. Mir ist eine vollfette Klimakatastrophe versprochen worden, inkl. tropischer Temperaturen in der Uckermark und der weitgehenden Versteppung innereuropäischer Regionen. Von diesen Regenfällen war nirgendwo die Rede. Woran liegt’s? Haben die Kühe zuviel oder zuwenig gefurzt?

Die Treue des ZDF zu Claus-Theo Gärtner ist erstaunlich. Einen mittlerweile physisch dermaßen überforderten Action-Helden wie Matulla in die Drehbücher reinschreiben zu lassen ist wahrlich keine kleine redaktionelle Leistung.

Entsetzen: Ich habe kurz gezweifelt, ob Balkohn oder Balkong richtig ist.

In einem TV-Krimi: „Die weiß mehr, als sie uns sagt.“ Die Erben Herbert Reineckers.

Regel für die Regie: Nichtraucher nicht rauchen lassen. Man sieht sofort, dass sie nur so tun.

Vor ca. 20 Jahren habe ich aufgehört, regelmäßig den Stern zu lesen. Deshalb verstehe ich nicht, warum sich die Kolleginnen und Kollegen über einen Redakteur dieses Blattes dermaßen echauffieren. Sowas von unwichtig.

Ein Wissenschaftler teilte mir im WDR mit, dass eine Kartoffel vermehrt Alkaloide produziert, wenn ich sie schäle. Ich bedanke mich für diese wertvolle Information. Ich wusste gar nicht, wieviel Stress ich in der Küche auslöse.
[tags]Pseudoweisheiten, Wichtigtuerei, Tiefsinn[/tags]

Sandsationen

Am Wochenende hat man ja manchmal die Zeit, die einem sonst durch die Sanduhr rinnt.
Sandsation Uhr
Dann kann man direkt neben dem Hauptbahnhof die dollsten Sachen entdecken. Zum Beispiel, dass Hartmut Mehdorn und der Leibhaftige quasi Nachbarn sind.
Sandsation Teufel
„Demütig sollst du durch die Straßen gehen, mit gesenktem Haupt, unsichtbar wie Sand Staub.“ Weiß außer mir noch jemand, wer das in welcher (alten) Fernseh-Serie sagte?
Sandsation Kahlkopp
Vor manchen Skulpturen steht man doch etwas ratlos.
Sandsation Boot
Der Künstler kann doch nicht gewollt haben, dass man ganz platt „Das Boot ist voll“ assoziiert. Aber: Wenn nicht das, was sonst?
Und da diese Skulptur „The Green Man“ heißt…
Sandsation Green Man
…ist da wohl was schief gelaufen. Wer findet den Fehler? Hier oder neben dem Berliner Hauptbahnhof (noch bis Ende Juli)?

[tags]Sandsation, Berlin, Skultpuren, Sand[/tags]